Die Siedlung Appelhoff liegt südlich der Großwohnsiedlung Steilshoop In den 1970er Jahren ist hier dringend benötigter Wohnraum für zirka 2.000 Familien entstanden. Im Rahmen von internen Untersuchungen und Expertenbefragungen wurden 2003 verschärfte soziale Auffälligkeiten festgestellt. Das Gebiet befand sich in einer Abwärtsspirale. Das Bezirksamt beauftragte daraufhin 2005 die Erstellung eines Maßnahmenkonzeptes und einer Problem- und Potentialanalyse. Diese Analyse führte im Oktober 2006 zur Aufnahme als Themengebiet in das damalige Programm Aktive Stadtteilentwicklung. Im Oktober 2010 wurde das Quartier in das Nachfolgeprogramm RISE übernommen.
Zu den wichtigsten Einzelprojekten gehören:
- Neugestaltung und Öffnung des Schulhofes der Schule Appelhoff
Die Attraktivität des Schulhofes wurde verbessert. Gleichzeitig wurde der Schulhof auch außerhalb der Schulzeiten für die Kinder zugänglich gemacht. Mit der Umgestaltung wurden Spielmöglichkeiten geschaffen, um Bewegungsdefiziten entgegenwirken zu können. - Schaffung eines Mehrgenerationenplatz am Appelhoffweiher
Neben vielfältigen Spielmöglichkeiten sind attraktive Aufenthaltsbereiche und Sportangebote entstanden, die mittlerweile selbst Besucher aus anderen Stadtteilen anziehen. Im Jahr 2009 wurde dieser neu geschaffene Platz sogar mit dem Deutschen Spielraumpreis im 4. Rang ausgezeichnet. - Verbesserung der Wege und Anlage eines Parcours mit Outdoor-Fitnessgeräten
Im Hinblick auf die große Anzahl älterer Menschen im Quartier wurden die Wege verbessert und ein Parcours mit Outdoor-Fitnessgeräten rund um den Appelhoffweiher angelegt. Der Parcours erfreut sich zwischenzeitlich einer großen Beliebtheit. Er wird von vielen Stammbesuchern regelmäßig genutzt. - Neuer Spielbereich - Steilshooper Straße
Im Sommer 2012 entstand an der Steilshooper Straße ein weiterer Spielbereich mit großzügigen Aufenthaltsmöglichkeiten.
Im Rahmen der gebietsbezogenen Förderung wurden zwischen 2008 und 2010 einige wichtige Projekte zur Verbesserung des Wohnumfeldes umgesetzt. In Abstimmung mit den Mietern wurden Eingangsbereiche und Spielmöglichkeiten für Kinder in allen Altersgruppen geschaffen.
Die Kommunikation und die sozialen Kontakte unter den Bewohnern sowie deren Zufriedenheit mit ihrem unmittelbaren Sozialraum konnten damit nachhaltig verbessert werden
In der Nachsorgephase von 2013 bis 2015 wurde der seit 2007 existierende Stadtteilbeirat gestärkt. Eine „Stadtteilkümmererin“ wurde mit einem kleinen Stundenkontingent für die Unterstützung und Erweiterung des bewohnergetragenen Gremiums aus Programmmitteln finanziert.