Das Fördergebiet Tegelsbarg / Müssenredder befindet sich circa 12 Kilometer nordöstlich der Hamburger Innenstadt und liegt in den beiden Stadtteilen Hummelsbüttel und Poppenbüttel. In dem Fördergebiet mit einer Fläche von rund 129 Hektar wohnen circa 7.700 Menschen. Tegelsbarg / Müssenredder ist im westlichen Teilbereich geprägt durch die Ende der 1970er Jahre errichtete Großwohnsiedlung Tegelsbarg mit bis zu acht- bis elfgeschossigen Gebäuden, die östlich anschließend in Reihen- und Einfamilienhausbebauung übergeht. Durch das Neubaugebiet am Butterbauernstieg erfährt das Gebiet eine weitere Ausdehnung nach Westen.
Der Senat hat im Sommer 2020 beschlossen, das Gebiet Tegelsbarg-Müssenredder bis Ende 2027 durch das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) im Programmsegment „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zu fördern. Die vom Bezirksamt Wandsbek beauftragte Problem- und Potentialanalyse belegt städtebauliche und funktionale Defizite aufgrund demografischer und städtebaulicher Strukturveränderungen. Ziel der RISE-Gebietsentwicklung ist die Stabilisierung und Aufwertung sowie die nachhaltige Erneuerung des Gebiets.
Seit April 2021 ist die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung im Auftrag des Bezirksamtes Wandsbek als Gebietsentwickler vor Ort tätig. Das 2022 erstellte Integrierte Entwicklungskonzept benennt kurz- bis mittelfristig umzusetzende Projekte beziehungsweise Maßnahmen für das Gebiet.
So wird zum Beispiel die große Parkanlage umfassend erneuert und attraktiver gestaltet. Die soziale Infrastruktur erfährt mit dem Um- und Anbau des Hauses der Jugend und der Erneuerung der Kleinspielfelder an der Sportanlage eine bedarfsgerechte Anpassung.
Energetische Sanierung und Mobilität sind zentrale Themen des begleitenden energetischen Quartierskonzeptes.
Die Tegelsbargerinnen und Tegelsbarger erwartet ein spannender Prozess, den sie weiter aktiv mitgestalten können.
Über die Internetseite, soziale Medien, den Newsletter oder auch die Teilnahme am monatlichen Stadtteilbeirat können sich Interessierte über alles Aktuelle informieren und einbringen.
Die Lawaetz-Stiftung ist im Stadtteilbüro am Norbert-Schmid-Platz vor Ort für die Bewohnerinnen und Bewohner ansprechbar.