Rizinus

Giftpflanze des Jahres 2018

Die sehr stark giftige Rizinuspflanze Blauregen wurde mit 1.369 Stimmen (24,7%) zur 14. Giftpflanze des Jahres gewählt.

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Rizinus
Rizinus Helge Masch

Inhaltsverzeichnis

Ausgang der Wahl

Platz 2: Akelei - Aquilegia vulgaris 20,6%
Platz 3: Seidelbast - Daphne mezereum 19,8%
Platz 4: Liebesblume - Agapanthus sp. 18,8%
Platz 5: Tomate - Solanum esculentum 16,1%

Rizinus / Wunderbaum

Die Rizinus-Pflanze, oder auch Wunderbaum und Palma Christi genannt, wurde zur Giftpflanze des Jahres 2018 gewählt. Der dekorative Halbstrauch wird in Deutschland einjährig gezogen und in Parkanlagen und großen Gärten als Zierpflanze eingesetzt. Er ist leicht an seinen großen gefingerten Blättern und seiner Größe (bis zu 2 Meter hoch und breit!) zu erkennen.

Rizinus-Öl wird aus den Saatkörnern der schnellwüchsigen Pflanze gewonnen. Es kommt als Arzneimittel, Schmierstoff, Brennmaterial, als Rohstoff für Linoleumböden, in der Lack- und Farbherstellung und in Kosmetikartikeln (Grundstoff für Lippenstifte und Shampoo) zum Einsatz. Das stickstoffhaltige Rizinus-Schrot findet man in organischen Düngemitteln wieder.

Rizinus gehört zu den sehr stark giftigen Pflanzen. Eine Rizin-Vergiftung zeigt Symptome wie z.B. hohes Fieber, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Übelkeit und Erbrechen. Unbehandelt tritt der Tod nach ca. 48 Stunden nach der Vergiftung ein.

Erste Hilfe

Bei dem geringsten Verdacht einer Vergiftung sollte man sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

Name

Rizinus : Gattung, lateinisch für „Zecke“ (Ähnlichkeit des Samens)
communis: Art = allgemein, öffentlich, üblich.
Weitere Namen: Wunderbaum, Christuspalme, Palma Christi, Castorpflanze, 

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