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Abstimmung - Giftpflanze des Jahres 2027
Steckbriefe der Pflanzen
stark giftig ++
- Weitere deutsche Namen
Bittersüß, Hundsbeere, Mäuseholz, Wasserholz, Wolfsbeere, Zaunwinde - Botanischer Name
Solanum dulcamara - Pflanzenfamilie
Nachtschattengewächse (Solanaceae) - Giftige Pflanzenteile
Alle Pflanzenteile, besonders unreife Beeren und Blätter - Giftigkeit
Giftig, besonders für Kinder und Haustiere - Herkunft
Europa, Asien, Nordafrika; eingebürgert in Nordamerika - Verwendung
Früher in der Volksmedizin, heute kaum noch genutzt - Geschichte
Traditionell als Heilpflanze verwendet, aber wegen Giftigkeit riskant
Warum ist der Bittersüße Nachtschatten giftig?
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara) ist giftig, weil er verschiedene toxische Inhaltsstoffe enthält, vor allem Solanin und andere Steroidalkaloide (z. B. Dulcamarin). Diese Stoffe sind in allen Pflanzenteilen vorhanden, besonders aber in den unreifen Beeren und Blättern.
Wirkung der Giftstoffe:
- Solanin und verwandte Alkaloide wirken reizend auf die Schleimhäute und können das Nervensystem beeinträchtigen.
- Sie hemmen bestimmte Enzyme im Körper und stören die Zellfunktion.
Vergiftungssymptome:
- Übelkeit, Erbrechen
- Bauchschmerzen, Durchfall
- Kopfschmerzen, Schwindel
- In schweren Fällen: Krämpfe, Atemnot, Bewusstseinsstörungen
Besonders gefährdet: Kinder und Haustiere, da die roten Beeren attraktiv aussehen und leicht verzehrt werden können.
Fazit: Der Bittersüße Nachtschatten ist giftig, weil er Solanin und andere Alkaloide enthält, die bei Aufnahme zu teils schweren Vergiftungserscheinungen führen können. Besonders die Beeren und Blätter sollten keinesfalls gegessen werden.
Rosskastanie - Früchte
stark giftig ++
- Weitere deutsche Namen
Gemeine Rosskastanie, Weiße Kastanie, Pferdekastanie - Botanischer Name
Aesculus hippocastanum - Pflanzenfamilie
Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) - Giftige Pflanzenteile
Alle Pflanzenteile, besonders Samen (Kastanien) und Blätter - Giftigkeit
Giftig, besonders für Kinder und Tiere - Herkunft
Ursprünglich Balkanhalbinsel, heute in ganz Europa verbreitet und kultiviert - Verwendung
Zierbaum, früher in der Volksmedizin, Kastanien als Bastelmaterial, Extrakte in Kosmetik - Geschichte
Seit dem 16. Jahrhundert in Mitteleuropa verbreitet; früher als Heilmittel und Futterpflanze
Warum ist die Rosskastanie giftig?
Die Rosskastanie ist giftig, weil sie verschiedene toxische Inhaltsstoffe enthält, insbesondere Aesculin (ein Cumarinderivat) und Saponine (vor allem Aescin). Diese Stoffe kommen in allen Pflanzenteilen vor, besonders aber in den Samen (Kastanien) und Blättern.
Wirkung der Giftstoffe:
- Aesculin kann die Blutgerinnung beeinflussen und reizt die Schleimhäute.
- Saponine wirken reizend auf Magen und Darm und können die roten Blutkörperchen schädigen.
Vergiftungssymptome:
- Übelkeit, Erbrechen
- Bauchschmerzen, Durchfall
- Reizung von Mund- und Rachenschleimhaut
- In schweren Fällen: Koordinationsstörungen, Lähmungen, Atemnot
Besonders gefährdet: Kinder und Tiere, da sie die glänzenden Samen (Kastanien) leicht mit essbaren Maronen verwechseln können.
Hinweis: Die essbare Edelkastanie (Castanea sativa) ist nicht mit der Rosskastanie verwandt und enthält diese Giftstoffe nicht.
Fazit: Die Rosskastanie ist giftig, weil ihre Inhaltsstoffe (vor allem Aesculin und Saponine) bei Aufnahme zu teils schweren Vergiftungserscheinungen führen können. Ein Verzehr, insbesondere der Samen, sollte unbedingt vermieden werden.
Aprikosenkern
sehr stark giftig +++
- Weitere deutsche Namen
Marille, Armenische Pflaume - Botanischer Name
Prunus armeniaca - Pflanzenfamilie
Rosengewächse (Rosaceae) - Giftige Pflanzenteile
Kerne (Samen im Inneren der Frucht) - Giftigkeit
Giftig (enthält Amygdalin, das im Körper zu Blausäure umgewandelt wird) - Herkunft
Ursprünglich Zentralasien und Nordostchina, heute weltweit in gemäßigten Klimazonen kultiviert - Verwendung
Frucht als Nahrungsmittel, Kerne gelegentlich in der Lebensmittelindustrie und Volksmedizin - Geschichte
Seit der Antike als Obstbaum kultiviert; Kerne traditionell in kleinen Mengen verwendet, aber wegen Giftigkeit umstritten.
Warum ist der Aprikosenkern giftig?
Der Aprikosenkern ist giftig, weil er den natürlichen Pflanzenstoff Amygdalin enthält. Amygdalin ist ein sogenanntes cyanogenes Glycosid. Wenn der Kern gekaut oder zerkleinert und anschließend im Körper verdaut wird, wird Amygdalin durch Enzyme in Blausäure (Cyanwasserstoff, HCN) umgewandelt.
Blausäure ist ein starkes Zellgift, das die Zellatmung blockiert und dadurch lebenswichtige Organe schädigen kann. Bereits geringe Mengen können zu Vergiftungserscheinungen führen, insbesondere bei Kindern.
Vergiftungssymptome können sein:
- Übelkeit, Erbrechen
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Atemnot, Krämpfe
- Im schlimmsten Fall: Bewusstlosigkeit und Tod
Hinweis: Die Frucht (das Fruchtfleisch) der Aprikose ist unbedenklich und essbar. Die Giftigkeit bezieht sich ausschließlich auf den Kern (bzw. den Samen im Inneren des Kerns).
Fazit: Die Giftigkeit der Aprikosenkerne beruht auf der Freisetzung von Blausäure aus Amygdalin bei der Verdauung. Daher sollten Aprikosenkerne nicht oder nur in sehr kleinen Mengen und niemals von Kindern verzehrt werden.
Schneeglöckchen
giftig +
- Weitere deutsche Namen:
Frühlings-Knotenblume - Botanischer Name:
Leucojum vernum - Pflanzenfamilie:
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) - giftige Pflanzen Teile:
alle Pflanzenteile - Herkunft:
Europa - Verwendung:
Zierpflanze im Garten
Warum ist das Schneeglöckchen giftig?
Das Schneeglöckchen (Leucojum vernum) ist giftig, weil es verschiedene toxische Inhaltsstoffe enthält, insbesondere Alkaloide wie Galanthamin, Lycorin und Tazettin. Diese Stoffe kommen in allen Pflanzenteilen vor, besonders aber in den Zwiebeln.
Wirkung der Giftstoffe:
- Galanthamin und Lycorin wirken hemmend auf das Nervensystem und können die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen stören.
- Die Alkaloide reizen zudem die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts.
Vergiftungssymptome:
- Übelkeit, Erbrechen
- Durchfall, Bauchschmerzen
- Schwindel, Zittern
- In schweren Fällen: Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle
Besonders gefährdet: Kinder und Haustiere, da die Zwiebeln mit essbaren Zwiebeln verwechselt werden können.
Fazit: Das Schneeglöckchen ist giftig, weil es Alkaloide enthält, die das Nervensystem und den Verdauungstrakt schädigen können. Besonders die Zwiebeln sollten keinesfalls verzehrt werden.
Alpenveichen
giftig +
- Weitere deutsche Namen
Zyklame - Botanischer Name
Cyclamen persicum (häufigste Art als Zimmerpflanze), weitere Arten: Cyclamen europaeum, etc. - Pflanzenfamilie
Primelgewächse (Primulaceae) - Giftige Pflanzenteile
Alle Pflanzenteile, besonders die Knollen - Giftigkeit
Giftig, besonders die Knollen (enthalten Saponine und Cyclamin) - Herkunft
Ursprünglich Mittelmeerraum, Kleinasien, Südosteuropa - Verwendung
Zierpflanze (vor allem als Zimmerpflanze und im Garten) - Geschichte
Seit dem 16. Jahrhundert als Zierpflanze in Europa verbreitet; in der Volksmedizin früher genutzt, heute wegen Giftigkeit nicht mehr empfohlen
Warum ist das Alpenveilchen giftig?
Das Alpenveilchen (Cyclamen) ist giftig, weil es vor allem in den Knollen den Giftstoff Cyclamin enthält. Cyclamin gehört zu den Saponinen und ist in allen Pflanzenteilen vorhanden, aber in den Knollen besonders konzentriert.
Wirkung der Giftstoffe:
- Cyclamin wirkt stark reizend auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts.
- Es kann die roten Blutkörperchen schädigen und die Durchlässigkeit der Zellmembranen erhöhen.
- In größeren Mengen kann Cyclamin das zentrale Nervensystem beeinträchtigen.
Vergiftungssymptome:
- Übelkeit, Erbrechen
- Durchfall, Bauchschmerzen
- Schwindel, Krämpfe
- In schweren Fällen: Herz-Kreislauf-Störungen, Atemnot, Lähmungen
Besonders gefährdet: Kinder und Haustiere, da sie die Knollen ausgraben oder an den Blättern knabbern könnten.
Fazit: Das Alpenveilchen ist giftig, weil es Cyclamin enthält, das bei Aufnahme zu teils schweren Vergiftungserscheinungen führen kann. Besonders die Knollen sind gefährlich und sollten keinesfalls verzehrt werden.
Bilder aller Pflanzen
Rosskastanie - Früchte
Rosskastanie - Knospe
Aprikose (Kerne)
Aprikosenkern
Schneeglöckchen
Schneeglöckchen - Blüte im Schnee | Schneeglöckchen werden auch Durchstecher genannt. Der Fachbegriff lautet Thermogenese. Im Pflanzenkörper entsteht Wärme , mit dieser "Superkraft" tauen sich die Pflanzen durch eine geschlossene Schneedecke.
Schneeglöckchen
Alpenveichen
Alpenveichen
Alpenveichen
Rosskastanie - Früchte
Rosskastanie - Früchte
Rosskastanie - Knospe
Rosskastanie - Knospe
Aprikose (Kerne)
Aprikose (Kerne)
Aprikosenkern
Aprikosenkern
Schneeglöckchen
Schneeglöckchen
Schneeglöckchen - Blüte im Schnee | Schneeglöckchen werden auch Durchstecher genannt. Der Fachbegriff lautet Thermogenese. Im Pflanzenkörper entsteht Wärme , mit dieser "Superkraft" tauen sich die Pflanzen durch eine geschlossene Schneedecke.
Schneeglöckchen - Blüte im Schnee | Schneeglöckchen werden auch Durchstecher genannt. Der Fachbegriff lautet Thermogenese. Im Pflanzenkörper entsteht Wärme , mit dieser "Superkraft" tauen sich die Pflanzen durch eine geschlossene Schneedecke.
Schneeglöckchen
Schneeglöckchen
Alpenveichen
Alpenveichen
Alpenveichen
Alpenveichen
Alpenveichen
Alpenveichen
Statistik
111
Stimmen
Bei der Wahl der 23. Giftpflanze des Jahres 2027.
38
Stimmen
davon erhielt die Pflanze die zurzeit auf dem ersten Platz ist.
25
Stimmen
davon erhielt die Pflanze die zurzeit auf dem zweiten Platz ist.