Goldregen

Giftpflanze des Jahres 2012

Der sehr stark giftige +++ Goldregen wurde mit 252 Stimmen (44,1%) zur 8. Giftpflanze des Jahres gewählt.

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Goldregen
Goldregen Helge Masch

Inhaltsverzeichnis

Ausgang der Wahl

Platz 2: Klatschmohn - Papaver rhoeas 27,8%
Platz 3: Weihnachtsstern* -  Euphorbia pulcherrima 15,9%
Platz 4: Narzisse - Narcissus sp. 12,1%
 * Nicht giftig ist die dekorative Zimmerpflanze: In den handelsüblichen Weihnachtsstern Zuchtformen können Diterpene nicht nachgewiesen werden.

Goldregen

Es bedeutet bereits Gefahr, wenn Kinder mit den erbsenähnlichen Samen spielen, sie zerkauen und verschlucken oder an den auffälligen Blüten lutschen! Daher wird auch immer wieder davor gewarnt, die Pflanzen in der Nähe von Kinderspielplätzen und Schulhöfen zu pflanzen. Durch rasch einsetzendes Erbrechen und eine gute und schnelle ärztliche Betreuung kommt es jedoch eher selten zu tödlichen Verläufen der Vergiftung.

Vorkommen und Standort

Süd- und Südosteuropa – z.B. Türkei. In Mitteleuropa als Zierstrauch in Gärten und Parkanlagen angepflanzt. Goldregen wird  selten verwildert angetroffen.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind sehr stark giftig +++

Hauptwirkstoffe

Cytisin, N-Methylcytisin, Laburnin, Laburnamin und Chinolizidinalkaloide.
Der Cytisin-Gehalt steigt mit der Samenreife und erreicht im Spätherbst seinen Höhepunkt.

Vergiftungserscheinungen

Symptome setzen schon nach 15 bis 60 Minuten ein: Rachenbrennen, Durst, Übelkeit, Würgen, anhaltendes Erbrechen, Schwindel und Schweißausbrüche, auch Halluzinationen und Krämpfe treten auf. Der Tod tritt durch Atemstillstand ein.

Erste Hilfe

Bei dem geringsten Verdacht einer Vergiftung sollte man sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

Tiere

Empfindlich reagieren Hunde, Katzen, Pferde und Kühe. Cytisin wird über die Milch ausgeschieden und kann zu Vergiftungen nach dem Verzehr dieser Milch führen. Hühner und Tauben sind weniger gefährdet.

Name

Laburnum: Nimmt Bezug auf „alburnum“ = weißes Splintholz
anagyroides = Anagyris-ähnlich - Anagyris foetida ist der Stinkstrauch

Die Gattung Laburnum enthält nur zwei Arten und eine Hybride:
Laburnum alpinum – Alpen Goldregen
Laburnum anagyroides – Gemeiner Goldregen
Laburnum x watereri – Hybrid-Goldregen

Weitere deutsche Namen

Goldregen, Bohnenbaum, Gelbstrauch, Goldrausch, Kleebaum, Geißklee

Blüte

Blütezeit: Mai /Juni
Die Sträucher besitzen auffällige und weithin sichtbare gelbe Blütentrauben, daher auch der deutsche Name Goldregen. Die Blüten sind als typische Schmetterlingsblüten zu bezeichnen. Der Fruchtknoten enthält viele Samenanlagen.

Saat

Die Saat reift in einer Hülse, die zwischen den Saatkörnern leicht eingeschnürt ist, heran. Reife Saatkörner sind flach und haben eine braune bis schwarze Färbung.

Kultur / Pflege

Die Sträucher sind leicht zu kultivieren. Sie stellen an Boden und Klima keine besonderen Ansprüche.

Verwendung

Das Holz, das sich nach Lufteinfluss in drei Bereiche färbt, ist bei Tischlern sehr beliebt (innen ebenholzartig dunkel / außen mittelbraun / Splintholz hellgelb). Das harte Holz ist schwer spaltbar, aber gut polierbar. Es eignet sich zum Bau von Musikinstrumenten und zur Möbelrestaurierung.

Die Blätter dienten Soldaten einst als Tabakersatz. Heute finden sich Inhaltsstoffe des Goldregens in Medikamenten, die unterstützend bei der Rauchentwöhnung helfen.

Bachblüten-Essenz - Laburnum hilft, sich von Schädlichem zu befreien. Spannungen werden abgebaut. Nach Beseitigung innerer Hindernisse entsteht eine positive Grundhaltung und Einstellung.

Ähnliche Pflanze

Indischer Goldregen / Röhren-Kassie (Cassia fistula) – dieser ist ungiftig, bei uns jedoch nicht winterhart.

Weitere - nichtbotanische - Goldregen

Im Märchen Frau Holle

Goldregen - Ein Cocktail
(2 cl Weinbrand / 1 cl Bananenlikör / trockener Sekt / 1 Cocktailkirsche mit Stiel)

Goldregen - Ein ein dänischer Kinder- und Kriminalfilm
des Regisseurs Søren Kragh-Jacobsen aus dem Jahr 1988

 * Nicht giftig ist die dekorative Zimmerpflanze: In den handelsüblichen Weihnachtsstern Zuchtformen können Diterpene nicht nachgewiesen werden.

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