Der Eichtalpark liegt mitten in der dicht-bebauten städtischen Umgebung, welche bei ungünstigen Wetterkonditionen von einer urbanen Wärmeinsel geprägt wird. Als Teil des Wandsegrünzugs stellt der ca. 7,5 ha große Park mit seinen weiten Wiesen, prächtigen Bäumen, kühlenden Teichen und Auen einen wichtigen Erholungsraum für Stadtbewohnerinnen und -bewohner dar.
Im Rahmen des Projektes wurde mittels Wetteraufzeichnungen untersucht, inwiefern sich das Mikroklima im Eichtalpark von der umliegenden Stadtquartieren unterscheidet und welche Wirkung der Park auf die Umgebung hat. Dafür wurden über zwei Jahre 2022-2023 an drei Stationen des Deutscher Wetterdiensts (DWD) Wetterdaten wie Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind sowie Niederschlag und Globalstrahlung erfasst. Darüber hinaus wurde das Mikroklima im Park und der direkten Umgebung mit Messfahrten untersucht.
Die Datenauswertungen weisen auf den kühlenden Effekt innerhalb des Eichtalparks hin. Schon kleine Standortunterschiede zwischen Straße und Wiese am Teich zeigten mikroklimatische Temperaturunterschiede von bis zu 2°C in einer Entfernung von nur 200 Metern. Die größten Temperaturunterschiede zwischen Park und umliegenden Stadtquartieren wurden dabei in den nächtlichen Stunden beobachtet – bis zu 80 Celsius. Der Park heizt sich tagsüber weniger auf und kühlt sich nachts schneller ab im Vergleich zu den versiegelten Quartieren mit hohem Verkehrsaufkommen. Diese Erkenntnisse bekräftigen die Bedeutung des Eichtalparks als einen hitzemindernden Naherholungsort in Zeiten des Klimawandels.
Die erhobenen Messdaten wurden in Kooperation mit dem DWD in mehreren Praktikumsberichten sowie Abschlussarbeiten der Universität Hamburg vertieft analysiert und ausgewertet. Ein Praktikumsbericht sowie eine Masterarbeit der Universität Hamburg, die unter anderem die nächtlichen Messfahrten im Umfeld des Eichtalparks analysieren, stehen unter Download zur Verfügung.