Anlass der Planung
Bei der vorliegenden Planung im Bereich der Kuehnstraße handelt es sich um einen Teilabschnitt der Veloroute 7 der Stadt Hamburg. Anlass der Maßnahme ist die Forderung des Hamburger Senates, die stadtweiten Velorouten in einem entsprechenden Standard durchgängig befahrbar zu machen. Dem Radverkehr soll es dadurch möglich sein, sicher und zügig längere Strecken zurückzulegen.
Dem Knotenpunkt fehlen derzeit sichere und attraktive Radverkehrsanlagen. Die bestehenden Radwege sind durchweg zu schmal und weisen, ebenso wie die Gehwege, Unebenheiten und Entwässerungsprobleme auf. Durch die zu schmalen und nicht getrennten Seitenräume besteht ein Konfliktpotenzial zwischen dem Fuß- und Radverkehr. Im östlichen Arm der Kuehnstraße werden die Nebenflächen teilweise auch noch durch den ruhenden Verkehr weiter eingeschränkt.
Die vorhandenen Querungsstellen sind nicht barrierefrei und auch an den Bushaltestellen fehlen taktile Leitsysteme und ausreichend erhöhte Bordsteine. Der öffentliche Straßenraum ist nahezu vollständig versiegelt und Baumstandorte sind kaum vorhanden.
Ziel der Planung
Die derzeitige Querschnittsaufteilung wird der Funktion als Hauptroute für den Radverkehr nicht gerecht. Darüber hinaus sollen im Zuge der Baumaßnahme aber auch weitere Optimierungen und Neuordnungen aller Nutzungsansprüche im Straßenraum erfolgen. Beispielsweise soll die Barrierefreiheit für blinde, sehbehinderte und mobilitätseingeschränkte Personen entsprechend heutiger Standards ausgebildet werden.
Es ist vorgesehen die ankommenden Radfahrstreifen in der Kuehnstraße über den Knotenpunkt zu verlängern, während auf der Jenfelder Allee der Radverkehr vor dem Knotenpunkt von den bestehenden Radwegen abgeleitet wird. Die Bushaltestellen werden auf die Anforderungen des ÖPNV angepasst und verlegt. Teile der Nebenflächen werden entsiegelt, sodass Flächen für neue Baumpflanzungen ermöglicht werden.
Mit der Umgestaltung wird eine dem geltenden Regelwerk entsprechende Lösung umgesetzt. Im Zuge der Vorplanung wurden verschiedene Varianten untersucht. Weitere Mängel im Hinblick auf die Entwässerung sowie Schäden an den vorhandenen Fahrbahnflächen können im Zuge der Umgestaltung mit beseitigt werden.
Die Umsetzung der Maßnahme soll voraussichtlich im Jahr 2026 beginnen.