Anlass der Planung
Die vorhandenen Geh- und Radwege in der Saseler Straße sind in einem schlechten Zustand und durch Schadstellen, häufigen Belagswechsel sowie durch Bereiche mit Deckschichten ohne Bindemittel (Grand) gekennzeichnet. Die aktuelle Radverkehrsführung im Verlauf der Saseler Straße ist zu schmal und weist starke Schäden der Oberflächenbefestigung auf, sodass sowohl der Fahrkomfort als auch die Verkehrssicherheit beeinträchtigt sind.
Am westlichen Ende des Planungsabschnittes befindet sich die Bushaltestelle „Alaskaweg“ mit jeweils einer Busbucht an jeder Straßenseite. Die Oberflächenbefestigungen der beidseitig angeordneten Busbuchten befinden sich in einem desolaten Zustand und entsprechen nicht mehr den Anforderungen eines modernen und barrierefreien ÖPNV.
Im Rahmen des Förderprogramms "Stadt und Land" des Bundes werden Investitionen für die Radverkehrsinfrastruktur zur Verfügung gestellt. Das Finanzhilfeprogramm ist Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050. Mithilfe dieser Förderung soll die Radverkehrsinfrastruktur im Bereich der Saseler Straße verbessert werden.
Ziel der Planung
In der Saseler Straße sind in den Bereichen Alaskaweg und Schierenberg komplette Grundinstandsetzungen geplant, die auch einen Neubau der Bushaltestellen beinhalten. In anderen Teilabschnitten wird die Pflasteroberfläche der Radwege in den Nebenflächen erneuert. Das Ziel der Überplanung ist einerseits die Sanierung der Rad- und Gehwegflächen und andererseits die Optimierung der Bushaltestelle Alaskaweg. Die bestehenden Busbuchten werden zu Bushaltestellen am Fahrbahnrand umgebaut. Außerdem soll auf Höhe der Einmündung zum Schierenberg eine weitere Bushaltestelle für den Linienbetrieb hergestellt werden, um die Saseler Straße besser in die Infrastruktur des ÖPNV einzugliedern. Im Umfeld der bestehenden sowie der geplanten zusätzlichen Bushaltestelle wird der Radverkehr zukünftig auf Radfahrstreifen geführt, der im unmittelbaren Haltestellenbereich in einen Schutzstreifen übergeht. In den übrigen Bereichen der Saseler Straße erfolgt die Radverkehrsführung weiterhin auf den Radwegen in den Nebenflächen. Eine Steigerung der Verkehrssicherheit wird durch eine neue Geometrie der Einmündung in den Schierenberg erzielt. Hiervon profitieren im besonderen Maße Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Meiendorf.
Für eine zukunftsorientierte Planung und unter Berücksichtigung von städtebaulichen Konzepten soll nicht nur die Oberflächenbefestigung der Fahrbahn und Nebenflächen saniert werden, sondern auch die Aufenthaltsqualität für den Rad- und Fußverkehr sowie für den motorisierten Individualverkehr insgesamt verbessert werden. Ebenso werden erforderliche Elemente für einen barrierefreien Straßenraum ergänzt.
Der Beginn der Baumaßnahme ist von den Arbeiten in der Berner Straße abhängig und voraussichtlich erst Anfang 2026 möglich. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt etwa sechs Monate.