Mehr Erholungsflächen, mehr Natur in der Stadt und mehr Lebensqualität: Hamburgs einzigartige Stadtnatur wächst immer weiter und prägt das Bild der Hansestadt als grüne Metropole am Wasser nachhaltig. Das zeigt die Bilanz des „Vertrags für Hamburgs Stadtgrün“ für das Jahr 2024.
Der Vertrag wurde 2019 von der Hamburgischen Bürgerschaft beschlossen und sieht unter anderem den Erhalt und die Ausweitung von Parks, Grünflächen und Naturschutzgebieten vor. Die Ziele, die sich der Hamburger Senat und die Verwaltung gesetzt haben, sind bereits zu großen Teilen umgesetzt – trotz steigender Bevölkerungszahlen und zunehmender Flächenkonkurrenz. Seit 2021 arbeiten insgesamt 22 städtische Vertragspartner intensiv an der Entwicklung und dem Erhalt von Hamburgs Grün.
Ein Überblick über die wichtigsten Meilensteine
Zehn Prozent der Stadtfläche stehen unter Naturschutz
Mit der Erweiterung der bestehenden Naturschutzgebiete „Billwerder Kulturlandschaft“ und „Kirchwerder Wiesen“ sowie dem neuen Naturschutzgebiet „Vollhöfner Weiden“ stehen in der Hansestadt zehn Prozent der Landesfläche unter Naturschutz – so viel, wie in keinem anderen Bundesland.
Damit ist ein zentrales Ziel des „Vertrags für Hamburgs Stadtgrün“ erreicht: Naturschutzgebiete sichern wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen, bewahren die Artenvielfalt und sind zugleich wichtige Naherholungsräume für die Hamburgerinnen und Hamburger.
Das „Grüne Netz Hamburgs“ wächst
Besonders schützt der Vertrag das sogenannte „Grüne Netz Hamburgs“, das zwischen Innenstadt und den Landschaften am Stadtrand zum Erkunden und Entspannen einlädt. Es besteht aus zwei großen Grünen Ringen und zwölf Landschaftsachsen, die durch Parks und Grünzüge verbunden sind. 2024 wurde das Grüne Netz erneut erweitert. Hamburgerinnen und Hamburger entdecken den Fortschritt zum Beispiel durch:
- die Erweiterung des Altonaer Volksparks an der Nansenstraße
- den neuen Spielplatz am Wegenkamp auf dem A7-Deckel in Stellingen
- oder die neue Skateanlage am Rübenkamp in Hamburg-Nord.
Mehr Grün, weniger Asphalt: Versiegelungsmonitoring mit KI
Ein neues Versiegelungsmonitoring analysiert mithilfe von Künstlicher Intelligenz, wie stark Flächen in Hamburg bebaut oder versiegelt sind. Über das Geoportal Hamburg ist die Karte öffentlich zugänglich. Das digitale Monitoring wird als Grundlage für eine zukünftige Entsiegelungsstrategie genutzt.
Außerdem läuft bis Oktober 2025 der stadtweite Wettbewerb „Abpflastern“, bei dem Bürgerinnen und Bürger Vorschläge zur Entsiegelung einreichen können.
Hamburg setzt auf Lebensraumaufwertung
2024 wurden wichtige Lebensräume in Hamburgs Naturschutzgebieten erneut aufgewertet. Dazu zählt unter anderem die Pflege und Wiederherstellung von Mooren, beispielsweise im Naturschutzgebiet Moorgürtel. Auch die Grünlandaufwertung oder Waldentwicklung sind Teil der Maßnahmen. So konnte der Biotopwert abermals gesteigert werden. Der Vertrag sieht vor, dass die Hälfte aller Naturschutzgebietsflächen innerhalb von zehn Jahren eine höhere Biotopbewertung erreicht.
Der Blick auf die Bilanz für das Jahr 2024 zeigt: Die Maßnahmen, die aus dem „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün“ zeigen Wirkung – sichtbar, messbar und nachhaltig für alle.