Gute Nachrichten für Mieterinnen und Mieter
Auch im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten fällt die mittlere Nettokaltmiete in Hamburgs Mietenspiegel deutlich geringer aus. So wurde im Stuttgarter Mietenspiegel zuletzt eine Durchschnittsmiete von 11,15 Euro pro Quadratmeter errechnet, im Frankfurter 11,50 Euro und im Münchner Mietenspiegel im Schnitt 15,35 Euro auf den Quadratmeter ermittelt.
Der Mietenspiegel dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist somit eine zentrale Grundlage für rechtssichere Mietpreise in Hamburg. Er zeigt, welche Miete für Wohnungen in ähnlicher Lage, Größe und Ausstattung üblich ist. Der Mietenspiegel ist damit ein wichtiges Instrument für Mieterinnen und Mieter als auch für Vermieterinnen und Vermieter, zum Beispiel bei einer Mieterhöhung oder einer neuen Mietvereinbarung.
So wird der Mietenspiegel berechnet
Um den Mietenspiegel möglichst genau zu ermitteln, wird er regelmäßig neu erhoben. Rund 48.000 Mieterinnen und Mieter sowie Vermieterinnen und Vermieter wurden für die Erhebung des Mietenspiegels 2025 angeschrieben. Berücksichtigt werden Wohnungen ohne Preisbindung, deren Miete sich in den vergangenen sechs Jahren verändert hat oder neu vereinbart wurde. Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung sowie ältere Mietverträge ohne Änderungen zählen nicht dazu. Dadurch ist der Mietenspiegel auch kein Instrument, um das Mietniveau auf dem gesamten Hamburger Wohnungsmarkt abzubilden. Das machen andere Erhebungen wie der Zensus 2022 und die Hamburger Mietenstudie 2025.
Die Datenerhebung des Mietenspiegels hat das ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung im Auftrag der Stadt übernommen. Begleitet wird der Prozess regelmäßig von einem Arbeitskreis, in dem Vertreterinnen und Vertreter von Mietervereinen, Eigentümerverbänden und Hamburger Gerichten zusammenarbeiten. So wird sichergestellt, dass der Mietenspiegel ausgewogen und transparent entsteht.
Neu ist in diesem Jahr die Art der Berechnung: Statt wie bisher den Durchschnitt zu bilden, wird nun der Median genutzt – also der Wert, der genau in der Mitte aller gemeldeten Mieten liegt. Der Vorteil dieser Berechnung: Sie ist robuster, sehr hohe oder sehr niedrige Einzelwerte verzerren das Ergebnis weniger.
Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein betont:
"Dennoch ist das Wohnungsangebot auch in Hamburg noch immer zu gering. Daher ist es wichtig, die erfolgreiche gemeinsame Wohnungsbaupolitik im Bündnis für das Wohnen in Hamburg weiter fortzusetzen, den richtigen Kurs beizubehalten und den Neubau weiter durch Maßnahmen wie den Hamburg-Standard zu forcieren.“