Polizei und Staatsanwaltschaft

Neue Zusammenarbeit für schnellere Strafverfolgung

Um sogenannte Massendelikte aus dem Bereich der Alltagskriminalität noch schneller und effektiver zu bearbeiten, geht Hamburg neue Wege: Staatsanwaltschaft und Polizei erproben in einer „Gemeinsamen Eingangs- und Bearbeitungsstelle“ (GEBS) erstmals die direkte Zusammenarbeit unter einem Dach. Das ist bundesweit einmalig. Mithilfe der neuen Dienststelle lasse sich „Effizienz und Leistungsfähigkeit der Strafverfolgungsbehörden deutlich erhöhen und Doppelarbeit vermeiden“, bekräftigt Innensenator Andy Grote.

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Innovative Zusammenarbeit von Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden

SPD und Grüne haben im Koalitionsvertrag vereinbart, dass Polizei und Staatsanwaltschaft enger zusammenarbeiten sollen, um Straftaten wirksamer zu verfolgen. Mit der "Gemeinsamen Eingangs- und Bearbeitungsstelle" wird dieses Vorhaben nun konkret umgesetzt. 

Ziel der neuen Stelle ist es, die Strafverfolgung insgesamt moderner, schneller und effizienter zu machen – und damit bundesweit neue Maßstäbe für den Umgang mit Massendelikten zu setzen. Darunter fallen Straftaten, die besonders häufig vorkommen, etwa Diebstahl, Hausfriedensbruch oder Beleidigung. "Die hohen Zahlen gerade bei Massendelikten erfordern neue Lösungsansätze", erklärt Justizsenatorin Anna Gallina. 56 Mitarbeitende aus Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten seit dem 15. April 2026 in der GEBS eng zusammen – erstmals unter einem Dach. Die räumliche Nähe mache die Abstimmungen bei der Bearbeitung von Fällen einfacher, betont Gallina. Bislang wurden eingehende Verfahren getrennt voneinander bearbeitet. 

Bevor die GEBS gestartet ist, haben Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsame Kriterien und Standards festgelegt. So kann nach Eingang einer Anzeige schneller entschieden werden, wie es weitergeht. Die Hamburger Polizei schätzt, dass jährlich rund 35.000 Verfahren in der neuen Struktur bearbeitet werden können. Die bundesweit einmalige Dienststelle wird zunächst für mindestens ein Jahr erprobt, anschließend werden die Erfahrungen ausgewertet.

Innensenator Andy Grote zur neuen Dienststelle

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Effizienterer Einsatz von Ressourcen

Neben der zügigeren Fallbearbeitung soll zugleich vermieden werden, dass Polizei und Staatsanwaltschaft dieselben Aufgaben doppelt übernehmen. Zudem lässt sich schneller entscheiden, ob ein Verfahren frühzeitig eingestellt wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn bei geringfügigen Delikten kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht. Ressourcen werden so gezielter eingesetzt, etwa für die Verfolgung schwerer Straftaten.

Die GEBS ermöglicht zudem eine bessere Übersicht über laufende Verfahren: Da alle relevanten Fälle zentral erfasst werden, können mehrere Verfahren gegen dieselbe Person besser erkannt und gebündelt werden.

Justizsenatorin Anna Gallina zur Gemeinsamen Eingangs- und Bearbeitungsstelle

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Schnellere Rückmeldungen für Bürgerinnen und Bürger

Ein weiterer Vorteil der gemeinsamen Bearbeitung von Strafverfahren: Bürgerinnen und Bürger erhalten früher eine Rückmeldung zu Strafanzeigen und Verfahren. Gleiches gilt für Täterinnen und Täter. Damit stärkt Hamburg seine Strafverfolgung nachhaltig, sorgt für mehr Effizienz und fördert Vertrauen in den Rechtsstaat.

Pressemitteilung

Symbolbild zu Polizeieinsatz und Strafverfolgung: Ein Mann wird mit Handschellen von der Polizei festgenommen.
IMAGO / Fotostand
Effizientere Strafverfolgung

Gemeinsame Eingangs- und Bearbeitungsstelle von Polizei und Staatsanwaltschaft startet

Um bei der Bearbeitung von sogenannten Massendelikten künftig noch schneller, fokussierter und ressourcenschonender vorzugehen, bündeln Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Kräfte.

14. April 2026 Pressemitteilung