Eine Chance für alle
Das Olympiakonzept ist bewusst auf Hamburgs Stärken zugeschnitten. Es enthält viele Ideen und Impulse der Bürgerbeteiligung aus dem November 2025. Die Spiele sollen sich in Hamburg einfügen. Das Ziel: ein offenes, urbanes Sportereignis, das die Stadt als „Arena für alle“ erlebbar macht und als Motor in Sachen Stadtentwicklung und Wohnraum, Ausbau des ÖPNV oder Hamburgs Stadtgrün darüber hinaus wirkt. Olympia als „bedeutendstes Sportereignis der Welt“ sei nicht nur eine große Chance für den Sport in Hamburg, sondern würde auch der Wirtschaft Rückenwind und internationale Strahlkraft geben, sagt Hamburgs Erster Bürgermeister.
Sportstätten werden nachhaltig modernisiert und genutzt
Ein zentraler Punkt der Bewerbung ist der langfristige Nutzen. Statt vieler Neubauten setzt das Konzept überwiegend auf vorhandene Infrastruktur. Zu 76 Prozent werden bestehende Wettkampfstätten genutzt und modernisiert, 24 Prozent werden temporär errichtet und nachgenutzt. Dazu zählen beispielsweise Skate- und Freestyle-BMX-Rampen auf dem Heiligengeistfeld, die nach den Spielen an einem anderen Ort in Hamburg eine neue Heimat finden sollen. Sportgeräte und Anlagen finden nach den Spielen auch in Schulen und Vereinen einen dauerhaften Nutzen.
Kurze Wege, kompakte Spiele
Ein weiteres zentrales Element des Konzepts sind kurze Wege. Für Athletinnen und Athleten, Besucherinnen und Besucher sowie Helfende bedeutet das: weniger Reisezeit, bessere Erreichbarkeit und eine dichtere Atmosphäre. Insgesamt liegen 20 der 33 geplanten Wettkampfstätten direkt im Hamburger Stadtgebiet. Zwei große Bereiche bilden dabei das Herz der Spiele: die „Olympic Park City“ in der Innenstadt und der „Olympic Park Altona“ im Volkspark. Hier entsteht auch das Olympische Dorf als Teil des neuen Stadtquartiers Science City Bahrenfeld. Nach den Spielen wird es Wohnraum für rund 9000 Menschen bieten.
Ein Fest für Hamburg und den Norden
Besondere Orte wie die Alster, der Hafen oder das UNESCO-Weltkulturerbe Speicherstadt sollen aktiv eingebunden werden: Wettkämpfe werden daher nicht nur in Stadien, sondern auch an der Binnenalster, an den Landungsbrücken oder zwischen historischer Speicherstadt und moderner HafenCity ausgetragen. Geplant ist außerdem ein breites Angebot für die gesamte Stadt:
- Public Viewings in allen Bezirken
- Mitmachangebote und Sportaktionen
- kulturelle Veranstaltungen
Olympia in Hamburg soll ein gemeinsames Erlebnis für möglichst viele Menschen werden. So sind rund eine Million günstiger Tickets und ein kostenloses Kontingent für Ehrenamtliche und Menschen mit geringem Einkommen vorgesehen. Olympia soll „allen in Hamburg die Möglichkeit geben, die Spiele in Begegnung und Austausch mit den internationalen Gästen aus aller Welt zu erleben“, sagt Sportsenator Andy Grote.
Was bedeutet das für Verkehr und Alltag?
Die Spiele sollen den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur beschleunigen. Durch das Bekenntnis der Bundesregierung zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland und einer damit einhergehenden finanziellen Unterstützung können geplante Infrastrukturprojekte schneller umgesetzt werden. Dazu zählen:
- Investitionen in den Hauptbahnhof
- neue U- und S-Bahn-Strecken (U5, S6)
- mehr Raum für Rad- und Fußverkehr
- digitale Verkehrssteuerung
Für die Hamburgerinnen und Hamburger bedeutet dies eine spürbare Verbesserung der Alltagsmobilität auch weit über Olympia und Paralympics hinaus – mit kürzeren Reisezeiten, mehr sicheren Radverbindungen, einem noch leistungsfähigeren und barrierefreien ÖPNV.
Mehr Grün in der Stadt
Geplant ist ein durchgehendes „Olympisches Band“ – eine Verbindung von Grün- und Freiflächen quer durch Hamburg. Bestehende Parks und neue Flächen sollen aufgewertet, besser verbunden und teilweise neugestaltet werden. Das Ziel ist mehr Aufenthaltsqualität in vielen Stadtteilen – auch unabhängig von den Spielen. "Wir wollen Spiele für alle und Spiele, von denen alle etwas haben. Mehr Stadtgrün, mehr Aufenthaltsqualität und ganz viele Sportmöglichkeiten," sagt Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin.
Eine Entscheidung für die Zukunft unserer Stadt
Die Bewerbung versteht die Olympischen und Paralympischen Spiele als Impuls für Hamburgs Entwicklung – mit Auswirkungen auf Sport, Stadtgestaltung, Verkehr und Wohnen. Ob Hamburg diesen Weg geht, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger am 31. Mai 2026 (Sonntag) selbst.
Dann nämlich stimmen die Hamburgerinnen und Hamburger in einem Referendum darüber ab, ob sich ihre Stadt um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll. Bereits vorab besteht die Möglichkeit, sich per Briefwahl zu beteiligen. Die Unterlagen dafür werden ab dem 22. April 2026 versendet.