Personalentwicklung
Etwa 58 Prozent der Beschäftigten sind Frauen, das Durchschnittsalter aller Beschäftigten liegt bei knapp 45 Jahren. Rund 38 Prozent von ihnen arbeiten in Teilzeit, was eine individuelle Anpassung an persönliche Bedürfnisse und Lebensumstände ermöglicht. Hamburg achtet auf Chancengleichheit, Gesundheitsschutz und gute Arbeitsbedingungen.
In Bereichen mit besonderem Bedarf, etwa im Bildungssektor und der inneren Sicherheit, wird gezielt gestärkt. So wurden Polizei und Feuerwehr personell aufgestockt. Mit der „Quantitativen Personalsteuerung“ wird die Zahl der Beschäftigten an die Bevölkerungsentwicklung angepasst – aktuell arbeiten etwa 37 Vollkräfte je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner für die Stadt. Eine gut organisierte und leistungsfähige Verwaltung ist das Fundament für das Miteinander in der Stadt. Sie ist Grundlage für Sicherheit, Verlässlichkeit, Stabilität und Fortschritt.
Digitalisierung und moderne Arbeit
Die Verwaltung treibt die Digitalisierung voran, auch durch den Einsatz von KI. Homeoffice ist ein fester Bestandteil moderner Arbeit, wird aber je nach Aufgabe flexibel mit Präsenz kombiniert. Die vielen positiven Rückmeldungen der Beschäftigten zeigen, dass das Angebot in den dafür geeigneten Bereichen hohe Akzeptanz findet und insgesamt gut funktioniert. In Bereichen mit direktem Bürgerkontakt – Bezirksämter, Polizei, Feuerwehr – bleibt persönlicher Austausch wichtig.
Arbeitgeberattraktivität
Die Kampagne „Jobs so bunt wie das Leben“ macht Hamburg als Arbeitgeberin bekannter. 2024 wurden fast 8.000 Stellen ausgeschrieben, 69 Prozent davon erfolgreich besetzt – trotz Fachkräftemangel, besonders in den Bereichen Sozialpädagogik und Bauwesen. Begrüßenswert ist die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen in die Verwaltungslaufbahn gehen: 2024 starteten über 1.400 neue Ausbildungen oder Studiengänge. Die Fehlzeitenquote aller Beschäftigten ist im Jahr 2024 leicht auf 7,3 Prozent zurückgegangen (2023: 7,6 Prozent).
Integration und Vielfalt
Im Jahr 2024 hat sich der Einstellungsanteil von Nachwuchskräften mit Migrationsgeschichte auf 24,5 Prozent erhöht (2023: 24,2 Prozent). Ein besonderer Baustein für die Integration in das Hamburger Arbeitsleben ist der „Job-Turbo“: Geflüchtete, vor allem aus der Ukraine, erhalten schnell Arbeitsmöglichkeiten bei der Stadt. Rund 40 Personen sind darüber bereits eingestellt. Diversity, Inklusion und Chancengleichheit sind zentrale Bestandteile der Personalpolitik.
Zukunftsthemen
Die Verwaltung soll krisenfest werden – von Cybersicherheit bis Krisenvorsorge. Außerdem wird stärker geprüft, wer Zugang zum öffentlichen Dienst erhält, um Extremismus vorzubeugen. Trotz Fachkräftemangel, steigender Anforderungen und gesellschaftlicher Veränderungen ist Hamburgs Verwaltung gut aufgestellt. Sie bietet sichere, faire Jobs mit Sinn, fördert Gesundheit, Familie und Vielfalt – und bleibt ein verlässlicher Partner für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.