So viele Schülerinnen und Schüler wie seit Jahrzehnten nicht
Im laufenden Schuljahr besuchen 270.904 junge Menschen Hamburgs allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, dies sind so viele wie nie zuvor. An den allgemeinbildenden Schulen gab es zuletzt 1980, vor 45 Jahren, ähnlich viele Schüler:innen. Die Zahl wächst nur noch leicht, bleibt aber auf hohem Niveau. Die Senatorin betonte, dass diese Entwicklung die Schulen weiterhin stark fordere, Hamburg jedoch vorgesorgt habe: Seit 2019 wurden 21 neue Schulen gegründet, über 120 Standorte werden saniert oder erweitert. Zum aktuellen Schuljahr 2025/26 waren drei Schulen neu gegründet worden: Die Grundschule Isestraße in Harvestehude, die Grundschule Alte Weiden in Neugraben-Fischbek und die Stadtteilschule Traute-Lafrenz-Schule in Harburg-Kern.
Kinder und Jugendliche erhalten damit wohnortnahe Schulplätze auch in wachsenden Stadtteilen. Gleichzeitig investiert die Stadt weiter in moderne Gebäude und gute Lernbedingungen.
Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: "Ich bin Hamburgs Schulleitungen und Kollegien außerordentlich dankbar, dass die Beschulung dieser sehr hohen Anzahl von Schüler:innen nach wie vor so gut gelingt.“
Ganztag als Stütze für Familien
91 Prozent der Grundschulkinder nehmen am Ganztag teil – ein neuer Rekord. Die Senatorin sprach von einer Erfolgsgeschichte, die Chancengerechtigkeit fördere und Eltern im Alltag entlaste. Hamburg sei hier bundesweit Vorreiter.
Familien können sich auf verlässliche Betreuung, zusätzliche Bildungsangebote sowie Kooperationen mit Sport-, Kultur- und Sprachträgern verlassen. Fast die Hälfte nutzt zudem Ferienangebote.
Mehr Personal und stabile Schulstruktur
Die Zahl der Lehr- und Fachkräfte stieg um 215 Vollzeitstellen auf rund 21.000. Das Zwei-Säulen-Modell aus Stadtteilschule und Gymnasium bleibe stabil und werde von Eltern weiterhin gleichermaßen gewählt. Für die Familien bedeutet dies Planungssicherheit und verlässliche Schulwege – unabhängig davon, welche Schulform gewählt wird.
Inklusion auf Höchststand
71,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen inzwischen an Regelschulen – deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Die Senatorin hob hervor, dass Hamburg damit Vielfalt und Teilhabe stärke und damit für gemeinsames Lernen, mehr Unterstützung im Alltag und eine bessere Integration sorge.
Abschlüsse und zweite Chancen
Über die Hälfte der Schulabgängerinnen und -abgänger erreichte das Abitur. Wer zunächst keinen Abschluss schafft, kann diesen an berufsbildenden Schulen nachholen. Viele nutzen diese Möglichkeit erfolgreich.
Hamburg investiert weiter konsequent in Bildung – damit jedes Kind, unabhängig von Herkunft oder Startbedingungen, gute Chancen erhält und Familien sich auf ein starkes Schulsystem verlassen können.