Drei Gehaltsschritte bis 2028
Die Entgelte der Beschäftigten steigen in drei Stufen:
- ab 1. April 2026: +2,8 %, mindestens 100 Euro
- ab 1. März 2027: +2,0 %
- ab 1. Januar 2028: +1,0 %
Auch Auszubildende, dual Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten erhalten mehr Geld. Ihre monatlichen Entgelte steigen insgesamt um 150 Euro.
Neue und höhere Zulagen
Erhöht werden zudem die Schicht- und Wechselschichtzulagen.
Ein besonderer Erfolg für Hamburg ist die nun tariflich verankerte Hamburg-Zulage. Beschäftigte mit intensivem Bürgerkontakt, bei denen dieser nicht schon durch die Berufsbezeichnung, bzw. die entsprechende Ausbildung oder das entsprechende Studium prägend ist – etwa in Bezirksämtern, Jobcentern oder Schulsekretariaten – erhalten:
- ab Februar 2026: 100 Euro monatlich
- ab Mai 2027: 115 Euro monatlich
Zusätzliche Regelungen gibt es unter anderem für:
- Beschäftigte im Polizeidienst mit Waffenbefugnis
- Mitarbeitende im Sozial- und Erziehungsdienst
Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Hamburgs Beschäftigte profitieren vom Tarifabschluss besonders. Dass die von mir ausgehandelte Hamburg-Zulage endlich die Zustimmung der Tarifgemeinschaft der Länder bekommen hat, zeigt, dass das hartnäckige Ringen um tragbare Kompromisse für alle schlussendlich belohnt wird."
Zuschuss zum Deutschlandticket
Alle städtischen Beschäftigten erhalten ab April 2026 einen Arbeitgeberzuschuss zum Deutschlandticket. Damit sinkt der monatliche Eigenanteil deutlich. Auch bei künftigen Preissteigerungen soll der Zuschuss angepasst werden.
Nachwuchskräfte im Fokus
Für Auszubildende und dual Studierende wurden zusätzliche Verbesserungen vereinbart:
- gestaffelte Abschlussprämien
- bessere Übernahmeregelungen
- höhere Mindestentgelte für studentische Beschäftigte
Finanzielle Auswirkungen
Die Einigung bringt spürbare Verbesserungen für die Beschäftigten – kostet die Stadt jedoch viel Geld. Für Hamburg steigen die Mehrkosten bis 2028 auf über 600 Millionen Euro jährlich. Die Übertragung des Abschlusses auf Beamtinnen, Beamte und Versorgungsempfänger wird vorbereitet.
Dressel betont, der Tarifvertrag gehe „an die Grenzen des finanziell Machbaren“, biete aber Planungssicherheit und berücksichtige die angespannte Haushaltslage.