Sehr geehrter Herr Brinkmann,
Herr Delnon,
Herr Nagano,
Herr Volpi,
sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Einladung zum Operndinner, mit dem die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper das Engagement für die Opernkunst in unserer Stadt würdigt.
Dieses Engagement entspricht der langen Tradition, dass die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs ihre Geschicke oft selbst in die Hand genommen und sich aus eigener Motivation um die Belange des Gemeinwohls gekümmert haben.
Dies gilt insbesondere für die Wissenschaft, für Kunst und Kultur, die in unserer Stadt einen hohen Stellenwert haben.
Die Förderinnen und Förderer der Opernstiftung engagieren sich oft in hohem Maße und über lange Zeit, zum Teil über Jahrzehnte.
Sie ermöglichen die Zusammenarbeit mit gefragten Künstlern und Choreografen, die Umsetzung besonders aufwändiger Projekte oder experimenteller Stücke sowie die Aus- und Weiterbildung von Sängerinnen und Sängern.
Damit tragen sie dazu bei, auch Neues und Gewagtes auf die Bühne zu bringen und die Opernkunst in Hamburg innovativ weiterzuentwickeln.
Für diese treue und langjährige Unterstützung der Staatsoper danke ich Ihnen im Namen des Senats der Stadt Hamburg sehr herzlich.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Herr Brinkmann hat es eben schon erwähnt: Mit dieser Spielzeit geht eine künstlerische Ära zu Ende, wenn sich der Intendant und der Generalmusikdirektor im Sommer nach einer sehr langen Tätigkeit für die Staatoper Hamburg verabschieden.
Sehr geehrter Herr Delnon,
sehr geehrter Herr Nagano,
Sie haben die Staatsoper und das Philharmonische Staatsorchester ein Jahrzehnt lang geleitet und das Hamburger Publikum mit einer großen Zahl und Vielfalt an Aufführungen und Konzerten begeistert.
2016 zum Beispiel mit einer neuen „Zauberflöte“, 2017 bei der Eröffnung der Elbphilharmonie, bei den Open-Air-Konzerten auf dem Rathausmarkt und an anderen Orten in der Stadt, mit den italienischen Opernwochen und mit der Einladung an den russischen Regisseur Kirill Serebrennikov, der aus dem Moskauer Hausarrest heraus in Hamburg Verdis „Nabucco“ inszenierte, maßgeblich unterstützt von der Opernstiftung.
Als Intendant und Generalmusikdirektor haben Sie dem Nachwuchs besondere Aufmerksamkeit gewidmet und eine neue Künstler-Generation nach Hamburg geholt.
Während der Coronapandemie haben Sie die Künstler und das Publikum mit ruhiger Hand begleitet.
In einer polarisierten Zeit setzen Sie auf Nachdenklichkeit und gute Zusammenarbeit.
Für das Zusammenspiel des Philharmonischen Staatsorchesters, bei dem die einzelnen Stimmen in einem gemeinsamen Ton aufgehen, hat sich ein eigener Begriff durchgesetzt: Der „Hamburger Klang“.
Auch für Ihre letzte Spielzeit haben Sie sich viel vorgenommen, unter anderem die Uraufführung einer neuen Symphonie beim 10. Philharmonischen Konzert und insgesamt 10 Neuproduktionen an der Staatsoper.
Sehr geehrter Herr Delnon,
sehr geehrter Herr Nagano,
als Musik- und Kulturmetropole erfährt Hamburg immer mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung – in der Stadt selbst, in Deutschland und international.
Dazu haben Sie einen großen Beitrag geleistet.
Herzlichen Dank im Namen des Senats und aller kulturbegeisterten Hamburgerinnen und Hamburger.
Sehr geehrte Damen und Herren,
auf fast jeden Abschied folgt ein Anfang.
Erst vor kurzem mit Demis Volpi, in Kürze dann mit Tobias Kratzer und Omer Meir Wellber beginnt für die Hamburger Staatsoper mit drei herausragenden Persönlichkeiten eine neue Zeit.
Für die Zukunft der Opernkunst in Hamburg wollen die Kühne-Stiftung und die Stadt der Staatsoper ein neues, modernes Gebäude zur Verfügung stellen, eine Oper von Weltrang in herausragender Architektur und Lage an der Elbe.
Wie die Elbphilharmonie soll die neue Oper Hamburgs Kultur beflügeln und ihr zusätzliche internationale Strahlkraft verleihen.
Musik und Kultur sind in unserer Stadt seit jeher verbunden mit bürgerschaftlichem Engagement und Mäzenatentum.
Sie bildeten schon vor 350 Jahren den Grundstein der Hamburgischen Staatsoper, förderten sie auf ihrem Weg zu einer der bekanntesten Opern in Deutschland und ermöglichen ihr jetzt eine neue großartige Entwicklungsperspektive für die Zukunft.
Sehr geehrter Herr Kühne,
ich danke Ihnen im Namen der Stadt noch einmal sehr herzlich für dieses großzügige Angebot und hoffe, dass wir den vereinbarten Weg zur neuen Oper auf dem Baakenhöft gemeinsam und erfolgreich gehen können.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Hamburg ist bekannt für Weltoffenheit und Toleranz, die gerade in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit sind.
Sie sind eng mit unserer Geschichte als internationale Hafen- und Hansestadt verbunden, und sie sind eine wichtige Grundlage für den gesellschaftlichen Fortschritt und die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.
Und auch das Engagement der Opernstiftung wirkt in diesem Sinne, indem es Offenheit für Neues schafft, den Horizont erweitert und über das gemeinsame Erleben von Musik und Tanz den Zusammenhalt einer vielfältigen hanseatischen Stadtgesellschaft stärkt.
Ich wünschen Ihnen noch viele interessante Opern- und Konzertaufführungen in Hamburg und uns allen einen schönen Abend.
Vielen Dank.