Behörde für Schule und Berufsbildung

Plakatwettbewerb „100 Jahre Frauenwahlrecht – Frauen und Mädchen geht wählen!“

Für alle Hamburger Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 - Bewerbung als Klasse, Kurs oder Profil

„100 Jahre Frauenwahlrecht – Frauen und Mädchen geht wählen!“

Wettbewerb

Gemeinsam mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte und der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung wollen wir an die Einführung und Umsetzung des Frauenwahlrechts erinnern, ganz besonders aber auch an die Aktivistinnen, die sich in der Frauenbewegung und in politischen Parteien mit viel Kraft für diese Neuerung engagiert haben!

Deshalb schreiben wir an allen Hamburger Schulen für alle Klassen, Kurse und Profile ab Klasse 9 den Wettbewerb „100 Jahre Frauenwahlrecht – Frauen und Mädchen geht wählen!“ aus. Im Rahmen der Festveranstaltung werden mit je 500 Euro dotierte Preise verliehen und ein Publikumspreis gewählt. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 07.12. 2018.

Aufgabe

Versetzt euch in die damalige Zeit hinein und gestaltet ein Wahlplakat, mit dem ihr Frauen und Mädchen dazu aufruft, 1919 erstmalig wählen zu gehen. Schaut euch unsere Literaturempfehlungen an, diskutiert eure Ideen und verständigt euch auf einen Entwurf, der Bild und Text vereint.

Teilnahmebedingungen

  • Ab Klasse 9
  • Eine Einsendung pro Klasse, Kurs oder Profil, offen für alle Fächer
  • Abgabe eines Originals (wahlweise in A3 oder A2) im Laden der Landeszentrale für politische Bildung. Zudem Einsendung eines pdfs an charlotte.joppien@bsb.hamburg.de
  • Aus rechtlichen Gründen dürfen nur eigens von euch erstellte Werke eingereicht werden (d.h. z.B. keine Bilder, die aus dem Internet heruntergeladen wurden)
  • Preisgeld 1.-3. Preis je 500 Euro für die Klassenkasse
  • Einsendeschluss ist der 07.12.2018

Alle Informationen finden sich im Flyer sowie in den Downloads.
Bei Fragen hilft Frau Dr. Charlotte Joppien (charlotte.joppien@bsb.hamburg.de) gerne weiter!

Infoladen der Landeszentrale für politische Bildung,
Dammtorwall 1, 20354 Hamburg
Öffnungszeiten: Mo. - Do. von 12:30 - 17:00 Uhr, Fr 12:30 - 16:30 Uhr

Hintergrund

Heute erscheint es ganz selbstverständlich, dass Frauen und Männer zur Wahl gehen (aktives Wahlrecht) oder sich selbst zur Wahl aufstellen lassen (passives Wahlrecht). Bis dahin war es jedoch ein langer Weg. Zuvor konnten nur Männer über 25 Jahre an den Wahlen zum Reichstag teilnehmen. In Hamburg waren nur Männer mit einem bestimmten Einkommen wahlberechtigt – Arbeiter und Arme konnten deshalb oft gar nicht wählen gehen. Frauen aus der Frauenbewegung und in politischen Parteien setzten sich schon damals für die Einführung eines demokratischen Wahlrechtes für alle ein. Aber erst im November 1918 wurde das Frauenwahlrecht zunächst verordnet und 1919 in die Verfassung aufgenommen. Seit dieser Zeit sind Frauen und Männer in Deutschland gleichermaßen wahlberechtigt. Bei der Wahl zur deutschen Nationalversammlung am 19.01.1919 gingen Frauen erstmals gemeinsam mit Männern wählen. Am 16.03.1919 gingen dann auch Frauen und Männer gemeinsam zur Wahl der Hamburgischen Bürgerschaft.

Weiterführende Literatur im Infoladen der Landeszentrale

Rita Bake, Kirsten Heinsohn. „Man meint aber unter Menschenrechten nichts anderes als Männerrechte“. Zur Geschichte der Hamburger Frauenbewegung und Frauenpolitik vom 19. Jahrhundert bis zur Neuen Hamburger Frauenbewegung Ende der 1960er Jahre. Eigenpublikation der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Hamburg 2012.
Diese Publikation ist auch als Download erhältlich: www.hamburg.de/contentblob/4394696/3927375cf14c79e01d83de8f797f5522/data/man-meint-aber-unter-menschenrechten.pdf

Monika Storm. Erste Wahl? Erste Wahl! Frauenwahlrecht in Deutschland. Sonderauflage der Landeszentralen für politische Bildung. Ingelheim 2018.
Diese Publikation ist auch als Download erhältlich: www.politische-bildung-rlp.de/fileadmin/download_neu/Frauenwahlrecht.pdf

Ute Gerhard. Frauenbewegung und Feminismus. Eine Geschichte seit 1789. München 2009.

Holmer Stahncke. Altona und die Revolution 1918/19. Aufbruch in die kommunale Demokratie. Hamburg 2018. Die Publikation ist ab dem 02.11.2018 sowohl gedruckt im Infoladen, als auch online über die Seite Eigenpublikationen der Landeszentrale für politische Bildung erhältlich.

Weiterführende Informationen finden Sie auch online unter

Kirsten Heinsohn. „"Grundsätzlich" gleichberechtigt. Die Weimarer Republik in frauenhistorischer Perspektive“. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (1-20/2018). www.bpb.de/apuz/268362/grundsaetzlich-gleichberechtigt-die-weimarer-republik-in-frauenhistorischer-perspektive

Das ganze Heft zur Weimarer Republik kann über die Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung heruntergeladen oder bestellt werden (www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/268366/weimarer-republik).

Vor 95 Jahren: Erste Frauen im Parlament www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/179230/1919-erste-frauen-im-parlament-18-02-2014

Frauenportraits www.bpb.de/gesellschaft/gender/frauenbewegung/35305/portraits

Hamburg 1918/1919 Aufbruch in die Demokratie. http://hamburg-18-19.de

Informationen und Unterrichtsmaterialien der bpb zum Frauenwahlrecht www.bpb.de/lernen/grafstat/grafstat-bundestagswahl-2013/146262/geschichte-des-frauenwahlrechts-b4

Linksammlung der bpb zum Frauenwahlrecht www.bpb.de/149407/frauenwahlrecht

Aus Politik und Zeitgeschichte (42/2018). Frauen wählen. www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/277344/frauen-waehlen?pk_campaign=nl2018-10-24&pk_kwd=277344

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