Behörde für Schule und Berufsbildung

Themenwochen vom 13.10. bis 23.12.2018 13. Arabische Kulturwochen 2018

„Gemeinsam Vielfalt erleben“

13. Arabische Kulturwochen 2018

Das Ziel der Arabischen Kulturwochen ist es, den interkulturellen Dialog auf verschiedenen Ebenen anzustoßen und zu vertiefen. Mit dem Motto „Gemeinsam Vielfalt erleben“ erstreckt sich die Veranstaltungsreihe über einen Zeitraum von drei Monaten mit einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Veranstaltungen und Kooperationspartner.

Neben zahlreichen „Ländertagen“, die einen Einblick in den Facettenreichtum der arabischen Länder ermöglichen, gibt es Foto- und Malereiausstellungen von Künstlern mit Migrationshintergrund, diverse deutsch-arabische Lesungen, Vorträge über arabische Traditionen und ihren Bezug zur europäischen Welt sowie Vorträge und Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen, diverse Workshops u.a. Kalligraphie, Konzerte, bei denen deutsche und arabische Musiker zum Teil gemeinsam musizieren, eine orientalische Disco, um gezielt auch junges Publikum anzusprechen, sowie Tanz-, Film- und Theatervorführungen.
Zur Abrundung sind Moschee- und Kirchenführungen, inter-kulturelle Sportveranstaltungen und eine alternative orientalische Stadtführung durch Hamburg geplant. Das Programm ist vielfältig, um eine offene Umgebung zum Kennenlernen zu schaffen, sich auszutauschen, kritisch nachzufragen oder einfach nur aktiv mitzumachen; beispielsweise bei den Workshops und dem arabischen Schach- oder Fußballturnier.

Die „Ländertage“ werden gemeinsam mit Kooperationspartnern durchgeführt.

Eröffnung der Kulturwochen:

Samstag,  13. Oktober 2018, 14.00 Uhr

Hörsaal A,  Hauptgebäude der Universität  Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Termine, Zeiten und Veranstaltungsorte

Freitag, 26. Oktober, 19.00 Uhr  
Blankeneser Kirche am Markt, Mühlenberger Weg 64 a, 22587 Hamburg

Syrien. Reise durch ein Land ohne Krieg

Eine moderierte Multimedia-Reportage von Lutz Jäkel, Islamwissenschaftler, Fotograf und Autor
In einem Zeitraum von 20 Jahren reiste Lutz Jäkel immer wieder nach Syrien – bis zum Ausbruch der Unruhen und Aufstände im März 2011. Das bunte und vielfältige Leben der Menschen, die prachtvolle Architektur Palmyras, das Leben im Suq - dem alten Basar- von Aleppo, Wohnhäuser und Straßenzüge in Damaskus, dichte Wälder – vieles ist seit dem Ausbruch des Krieges unwiederbringlich zerstört. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist auf der Flucht, Hunderttausende haben ihr Leben verloren. Die Grausamkeit des Krieges prägt unsere Vorstellung über das einst so schöne, menschlich und kulturell so reiche Land.
Lutz Jäkels Reportage öffnet den Blick auf ein Syrien, wie es jenseits des politischen Systems einmal war, wie es teilweise noch immer ist und wie es hoffentlich eines Tages wieder sein wird. Eindrucksvoll dokumentieren seine Fotos den Alltag vor Kriegsbeginn, zeigen, wie man in Syrien lacht und einkauft, arbeitet, betet, diskutiert und feiert. Voller Wärme berichten in dieser Livereportage außerdem Syrer, Deutsch-Syrer und Deutsche in Videos von ihrer Heimat, lassen das Publikum teilhaben an ihren Erlebnissen und Erfahrungen, die geprägt sind von Fröhlichkeit und Wehmut, Freude und Trauer. So entsteht ein Brückenschlag voller Hoffnung und Empathie.
In Kooperation mit der Initiative Weltethos und dem Runden Tisch Blankenese – Hilfe für Flüchtlinge


Freitag, 02.11.2018, 20:00 Uhr
Schorsch im IFZ, Rostocker Str. 7, 20099 Hamburg  

Kopten und Muslime in Ägypten

Vortrag: Prof. Dr. Tharwat Kades, Theologe
Die Kopten sind die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten und machen ca. zehn Prozent der 80 Millionen Einwohner Ägyptens aus. In den Nachrichten wird immer wieder von Konflikten zwischen der Mehrheitsgesellschaft und der koptischen Minderheit berichtet.
Prof. Kades, Gründer der Internationalen Arabisch-Evangelischen Gemeinde Frankfurt am Main, setzt sich mit den Fragen auseinander, wie sich die ägyptische Gesellschaft gestaltet werden kann, um ein gelingendes Zusammenleben von Kopten und Muslimen zu ermöglichen und wie sich bestimmte Aspekte auch auf die hiesige Gesellschaft übertragen lassen sowie welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit eine religiöse Minderheit sich akzeptiert, respektiert und integriert fühlt.
Moderation: Dr. Mohammed Khalifa, Universität Hamburg

Samstag, 24.11.2018, 12:00  – 18:00 Uhr
Universität Hamburg, Afrika-Asien-Institut. Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 221 ESA Ost  

Ägypten aus der Perspektive künftiger Hamburger Islamwissenschaftler*Innen

Eine Gruppe von Studierenden der Islamwissenschaft informiert über ihre Reise nach Ägypten. Zwei Wochen lang reisten 12 Studierende mit Dr. Mohammed Khalifa von Kairo nach Ras al Bar ins Nil-Delta und nach Alexandria. Die Exkursion beschäftige sich mit vier Themenschwerpunkten:
-    die Stellung der Frau in Ägypten,
-    Pressefreiheit und Medien,
-    Religion in Ägypten (Verhältnis zwischen Christen und Muslimen) und
-    Ägypten nach dem „Arabischen Frühling“ 2011.
Die Studierende werden ihre Eindrücke und Impressionen diesen Themen sowie zum Exkursionsablauf präsentieren und Sie dazu einladen ein Stück weit in die Kultur Ägyptens einzutauchen.
Moderation: Dr. Mohammed Khalifa, Universität Hamburg

Dienstag, 04.12.2018, 18:00 – 20.00 Uhr
Universität Hamburg, Afrika-Asien-Institut. Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 221 ESA Ost  

Hochgeschrieben: Islamfeindlichkeit, Rechtspopulismus und die Rolle der Medien

Referent: Prof. Dr. Kai Hafez, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Erfurt
Einige Medien haben über lange Jahre ein negatives Islambild konstruiert und Leute wie Sarrazin Raum geboten, was die Bildung einer rechtspopulistischen Bewegung begünstigt. Diese birgt Gefahren für die Demokratie.  Prof. Dr. Kai Hafez nimmt die Islamfeindlichkeit und den Islam in den Medien unter die Lupe. In seinem Vortrag wird er zusammen mit der Kolumnistin Nadia Hafez den Rechtpopulismus und die Bewegungen wie der PEGIDA kritisch beleuchten und den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit dem Rechtsruck analysieren.
Anschließend ist das Publikum dazu eingeladen, in eine aktive Diskussion einzutreten.
Moderation: Dr. Mohammed Khalifa, Universität Hamburg


Samstag 15.12.2018, 18:00 Uhr
Café Knallhart, Von Melle Park 9, Campus der Universität Hamburg

Hip Hop als Widerstandskultur während und nach dem "Arabischen Frühling"

Referent: Igor Johannsen, Islamwissenschaftler
An dem arabischen Raum kann gezeigt werden, wie bestimmte Aspekte der Hip-Hop-Praktiken übernommen und neu erfunden werden, um sie in der jeweiligen politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklung nutzbar zu machen. Hip Hop steht dabei vor allem für kulturellen Ausdruck von politischem Dissens aus einer marginalisierten Position heraus.
Igor Johannsen hat Islamwissenschaften, Geschichte und Politik an der Universität Hamburg studiert und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg. Nach dem thematischen Input wird es einen ausklingenden „Kneipenabend“ mit arabischem Hip Hop – und Elektromusik im Café Knallhart geben.

Das gesamte Programm der Themenwochen kann ein Woche vor Programmstart unter www.arabische-kulturwochen.de heruntergeladen werden.

Ansprechpartner:
Abut Can
Wissenschaftlicher Referent, Migration und Integration
Dammtorstraße 14, 20354 Hamburg
Tel:  42823-4812
E-Mail: abut.can@bsb.hamburg.de