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Vortrag Antisemitismus an Schulen

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Julia Bernstein, Frankfurt University of Applied Sciences

Antisemitismus an Schulen

Antisemitismus im 21. Jahrhundert - Was kann man dagegen tun?

Antisemitismus ist ein gravierendes Problem in der Gegenwart. Das war in der jüngsten Vergangenheit nicht zu übersehen. Jüdinnen und Juden werden auf der Straße attackiert, neue rechte Bewegungen und Parteien fordern ein Ende der „Erinnerungsdiktatur“ und antisemitische Verschwörungstheorien finden immer mehr Verbreitung. Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit den Erscheinungsformen der Judenfeindschaft in verschiedenen politischen, weltanschaulichen und religiösen Milieus und stellt zugleich Initiativen und Handlungsmöglichkeiten vor, wie man sich gegen Antisemitismus im 21. Jahrhundert engagieren kann. Die Vortragsreihe aus 2018 wird 2019 mit folgender Veranstaltung fortgesetzt.

Der Eintritt ist frei.

 

22. Oktober 2020, 18:30 Uhr

Antisemitismus an Schulen in Deutschland

Tschaikowsky-Saal im Tschaikowsky-Haus, Tschaikowskyplatz 2, 20355 Hamburg

„Antisemitismus ist an deutschen Schulen Normalität.“ Zu diesem Ergebnis kommt die Studie von Julia Bernstein. Sie hat 227 Interviews an 171 Schulen mit jüdischen Schülerinnen und Schülern, deren Eltern, mit jüdischen und nichtjüdischen Lehrkräften sowie mit Fachleuten aus der Sozialarbeit und aus Bildungsorganisationen durchgeführt. Demnach gelten antisemitische Äußerungen und Handlungen an Schulen als normal und werden häufig nicht einmal als solche erkannt. Jüdische Kinder und Jugendliche erleben subtile, diffuse Ablehnung, offenen Hass und Gewalt. Viele vermeiden es deswegen, sich als jüdisch zu erkennen zu geben. Lehrkräfte machen ähnliche Erfahrungen: Wer sich offen zum Judentum bekennt, riskiert, von Schülerinnen und Schülern, aber auch im Kollegium und von der Schulleitung diskriminiert oder sogar angefeindet zu werden. Der Vortrag wird die Ursachen benennen und aufzeigen, was Schulen dagegen unternehmen können.

  • Prof. Dr. Julia Bernstein lehrt an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihr Buch Antisemitismus an Schulen in Deutschland. Befunde - Analysen - Handlungsoptionen ist im April dieses Jahres erschienen.
  • Moderation: Dr. Olaf Kistenmacher, Geschichtswissenschaftler

Um verbindliche Anmeldung unter abut.can@bsb.hamburg.de wird gebeten.

Eine Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der

  • Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. Arbeitsgemeinschaft Hamburg
  • Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hamburg e.V.

Gemäß Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 sind wir verpflichtet, nachvollziehbare Kontaktdaten von unseren Teilnehmenden aufzunehmen und 4 Wochen zu behalten, sowie auf Nachfrage der zuständigen Behörde, bspw. des Gesundheitsamtes, herauszugeben.

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes Personen, die rechtsextremen Parteien, den "Freien Kameradschaften" oder sonstigen rechtsextremen Vereinigungen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Ansprechpartner:
Abut Can
Wissenschaftlicher Referent, Migration und Integration
Dammtorstraße 14, 20354 Hamburg
Tel:  42823-4812
E-Mail: abut.can@bsb.hamburg.de

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