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Vortragsreihe Antisemitismus im 21. Jahrhundert

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Was kann man dagegen tun?

Antisemitismus im 21. Jahrhundert

Antisemitismus ist ein gravierendes Problem in der Gegenwart. Das war in der jüngsten Vergangenheit nicht zu übersehen. Jüdinnen und Juden werden auf der Straße attackiert, neue rechte Bewegungen und Parteien fordern ein Ende der „Erinnerungsdiktatur“ und antisemitische Verschwörungstheorien finden immer mehr Verbreitung. Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit den Erscheinungsformen der Judenfeindschaft in verschiedenen politischen, weltanschaulichen und religiösen Milieus und stellt zugleich Initiativen und Handlungs­möglichkeiten vor, wie man sich gegen Antisemitismus im 21. Jahrhundert engagieren kann. Die Vortragsreihe wird 2021 mit folgende Veranstaltungen fortgesetzt.

Donnerstag, 18. März 2021, 18:30 Uhr

Zum geplanten Bau der Bornplatzsynagoge in Hamburg

Vortrag (online)

Philipp Stricharz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, im Gespräch mit dem Historiker Dr. Olaf Kistenmacher

Der Eintritt ist frei.

Initiative Wiederaufbau Bornplatzsynagoge Logo

Im Hamburger Grindelviertel wird in den kommenden Jahren die Bornplatzsynagoge wiederaufgebaut, an dem Ort, an dem das von den Nationalsozialisten zerstörte jüdische Gotteshaus bis 1938 stand. Jüdisches Leben ist damit an einem zentralen Ort in der Stadt unübersehbar. Der Beschluss des Bundes und der Hamburger Bürgerschaft ist Anlass zur Freude. Er wirft aber auch Fragen auf, die den Zeitpunkt oder die hiesige Erinnerungspolitik betreffen.

Wir sprechen mit Philipp Stricharz, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, darüber, warum der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge erst 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beschlossen wurde, was das für das Mahnmal am Joseph-Carlebach-Platz bedeuten wird und inwieweit es Aufgabe der Jüdischen Gemeinden ist, sich gegen Antisemitismus zu engagieren.

Eine Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V. Arbeitsgemeinschaft Hamburg, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hamburg e. V.

Um verbindliche Anmeldung unter abut.can@bsb.hamburg.de wird gebeten.

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes Personen, die rechtsextremen Parteien, den „Freien Kameradschaften“ oder sonstigen rechtsextremen Vereinigungen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Vorschau:

Im Mai oder Juni ist eine weitere Veranstaltung zu dem Thema mit der Historikerin Prof. Dr. Miriam Rürup, Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien, und der oder dem Hamburger Beauftragten für jüdisches Leben und die Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus geplant

Vergangene Veranstaltungen:

Cover Einsichten + Perspektiven "Antisemitismus"
21. Januar 2021, 18:30 Uhr

Antisemitismus an Schulen in Deutschland

„Antisemitismus ist an deutschen Schulen Normalität.“ Zu diesem Ergebnis kommt die Studie von Julia Bernstein. Sie hat 227 Interviews an 171 Schulen mit jüdischen Schülerinnen und Schülern, deren Eltern, mit jüdischen und nichtjüdischen Lehrkräften sowie mit Fachleuten aus der Sozialarbeit und aus Bildungsorganisationen durchgeführt. Demnach gelten antisemitische Äußerungen und Handlungen an Schulen als normal und werden häufig nicht einmal als solche erkannt. Jüdische Kinder und Jugendliche erleben subtile, diffuse Ablehnung, offenen Hass und Gewalt. Viele vermeiden es deswegen, sich als jüdisch zu erkennen zu geben. Lehrkräfte machen ähnliche Erfahrungen: Wer sich offen zum Judentum bekennt, riskiert, von Schülerinnen und Schülern, aber auch im Kollegium und von der Schulleitung diskriminiert oder sogar angefeindet zu werden. Der Vortrag wird die Ursachen benennen und aufzeigen, was Schulen dagegen unternehmen können.

Prof. Dr. Julia Bernstein lehrt an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihr Buch Antisemitismus an Schulen in Deutschland. Befunde - Analysen - Handlungsoptionen ist im April dieses Jahres erschienen.

Moderation: Dr. Olaf Kistenmacher, Geschichtswissenschaftler

Eine Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der

  • Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. Arbeitsgemeinschaft Hamburg
  • Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hamburg e.V.

Um verbindliche Anmeldung unter abut.can@bsb.hamburg.de wird gebeten.

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes Personen, die rechtsextremen Parteien, den "Freien Kameradschaften" oder sonstigen rechtsextremen Vereinigungen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Ansprechpartner:
Abut Can
Wissenschaftlicher Referent, Migration und Integration
Dammtorstraße 14, 20354 Hamburg
Tel:  42823-4812
E-Mail: abut.can@bsb.hamburg.de

 

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