Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Vortrag „Aynwanderunk – Nix Sürük!” Postmigrantische Strategien für eine Gesellschaft der Vielen

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Anna Burghartswieser (Hamburg)

Gastarbeiter am Bahnschalter

„Aynwanderunk – Nix Sürük!” Postmigrantische Strategien für eine Gesellschaft der Vielen

Termin/Ort:

16.05.2022, 18-20 Uhr

ESA-Hauptgebäude (Edmund-Siemers-Allee 1), Hörsaal H

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass jede vierte Person in Deutsch-land einen sogenannten Migrationshinter-grund hat. Obwohl Deutschland bereits 2001 als Einwanderungsland anerkannt wurde, scheinen mehrheimische, multi-loyale und vielsprachige Perspektiven immer noch Staunen hervorzurufen.

Die Zahlen sprechen dafür, dass Migration die deutsche Gesellschaft schon lange prägt; doch wie kann es sein, so fragt die Sozial- und Politikwissenschaftlerin Naika Foroutan treffend, dass trotz der Anerkennung des Status „Einwanderungsland“ bisher keine ausreichende Veränderung im Selbstverständnis der Gesamtgesellschaft erfolgt ist und eine kognitive Akzeptanz von Pluralität bei gleichzeitig emotionaler Ablehnung besteht?

Der Vortrag möchte aufzeigen, was post-migrantische Perspektiven eint und welches Potential in ihnen steckt. Sie können hegemonialen und ausschließenden Narrativen etwas entgegensetzen. Postmigrantische Positionen entwickeln Mittel und Strategien, um das staatliche Selbstverständnis pluraler zu gestalten und neue Identitätsbilder zuzulassen.

Migration wird hierfür von ihrer Sonderrolle befreit und als gesellschaftsbildende Kraft begriffen. Inwieweit dabei Theorie mit einer politischen Praxis verbunden ist, sollen viel-fältige Beispiele zeigen, die oft über Humor zum Denken anregen.

Anna Burghartswieser ist Friedens- und Konfliktforscherin und arbeitet vor dem Hintergrund ihrer interdisziplinären Perspektive an der Verstetigung postmigrantischer Positionen in der Turkologie.

Sie strebt derzeit eine Promotion an der Universität Mainz an, bei der sie ihre Schwerpunkte Gebärdensprachen, Psycho-logie, Turkologie, Kulturanthropologie und Peace and Security Studies in den sich überkreuzenden Sphären Wissenschaft und Kultur zusammenführen will. Ihre Motivation bleibt dabei stets die Leidenschaft zur Sache und der Drang über den universitären Tellerrand hinauszuschauen.

 

Hinweis: Die Veranstaltung wird auch als Lecture2Go online angeboten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „60 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen – DA SIND WIR!“ Diese findet in Zusammenarbeit mit dem TürkeiEuropaZentrum der Universität Hamburg statt.

Ansprechpartner: Abut Can, Wissenschaftlicher Referent, Migration und Integration, Dammtorstraße 14, 20354 Hamburg, Tel: 040 42823-4812, abut.can@bsb.hamburg.de

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch