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Videobotschaft Web-Konferenz „Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst“

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In einer Videobotschaft zur Web-Konferenz der Bundeskanzlerin „Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst“ beschreibt Bürgermeister Tschentscher die Bedeutung der Arbeit der Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie und darüber hinaus.

Web-Konferenz „Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst“



Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrter Herr Minister Spahn,
sehr geehrte Damen und Herren,

in der Corona-Pandemie mussten die Regierungen von Bund und Ländern Entscheidungen treffen, für die es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kein Beispiel gibt.

Es ist uns in Deutschland gelungen, das Land vor einer Überlastung des Gesundheitswesens zu schützen und sicherzustellen, dass alle eine gute medizinische Behandlung bekommen, wenn es darauf ankommt.

Mit der Corona-Krise sind uns der Stellenwert der Gesundheit und die Bedeutung eines guten Gesundheitswesens noch einmal besonders bewusst geworden.

Es ist aber auch deutlich geworden, wo wir noch bessere Vorkehrungen treffen müssen, um uns vor Epidemien zu schützen.

Viele dieser Überlegungen führen direkt zu den Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der jetzt in der Corona-Pandemie besonders gefordert ist und hervorragende Arbeit leistet.

Die Rück- und Nachverfolgung von Infektionen, das Management von Ausbrüchen, die gezielte Veranlassung von Tests und Übermittlung von Befunden, die Information und Beratung der Betroffenen, die Anordnung und Überwachung von Quarantänen – all dies ist weiterhin unerlässlich, um Infektionsketten zu durchbrechen und die Infektionsdynamik zu begrenzen.

Diese fachlich anspruchsvolle Arbeit an der Front der Pandemiebekämpfung erfordert qualifiziertes Personal und moderne, digitale Technik.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben 2018 ein Leitbild für einen modernen Öffentlichen Gesundheitsdienst erarbeitet.

Der jetzt beschlossene „Pakt für den ÖGD“ zielt in dieselbe Richtung. Es geht um mehr Personal, moderne Technik und die Einführung digitaler Verfahren.

Wir haben in Hamburg mit der Stärkung der Gesundheitsämter bereits begonnen. Ärztinnen und Ärzte werden nach den auch in Krankenhäusern üblichen Ärztetarifen eingestellt.

Mit dem neu programmierten „Hamburger Pandemie-Manager“ können alle relevanten Schritte der Kontaktnachverfolgung und Quarantäneüberwachung in einem integrierten digitalen System für ganz Hamburg bearbeitet werden.

Dies ermöglicht detaillierte Auswertungen, um das Infektionsgeschehen besser nachzuverfolgen und zu verstehen.

Ich hoffe, dass es uns in Deutschland insgesamt gelingt, den Öffentlichen Gesundheitsdienst weiter zu verbessern, ihn personell zu stärken, technisch besser auszustatten und digital mit den anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens zu vernetzen.

Denn auch nach Überwindung der Corona-Pandemie hat der ÖGD mit seinen vielfältigen Aufgaben eine besondere Bedeutung für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland:

Die Beratung und Unterstützung von Schwangeren und Familien mit Kleinkindern, die Kita- und Schulärztlichen Untersuchungen, die Hygieneaufsicht, die Beratung und Hilfe bei chronischen oder psychischen Erkrankungen die Gesundheitsberichterstattung und vieles mehr.

Es gibt also in der Corona-Pandemie und danach noch viel zu tun für den öffentlichen Gesundheitsdienst.

Ich wünsche Ihnen eine gute Web-Konferenz und uns allen viel Erfolg bei der Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland.

Herzlichen Dank.

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