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Ehrung Hans-Michael Bock erhält Senator-Biermann-Ratjen-Medaille des Hamburger Senats

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Mit der Auszeichnung werden seine langjährigen Verdienste um den deutschen Film gewürdigt


Hans-Michael Bock erhält Senator-Biermann-Ratjen-Medaille des Hamburger Senats

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat den Filmhistoriker, Filmemacher und Publizisten Hans-Michael Bock aus Anlass seines 70. Geburtstags die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille verliehen. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, überreichte die Auszeichnung bei der Eröffnung des Filmfestivals „CineFest“ am 18. November 2017 und ehrte Bock damit für sein Engagement für den deutschen Film. 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Hans-Michael Bock hat sich in ganz besonderer Weise um den Film verdient gemacht. Mit seinem langjährigen, vielfältigen Engagement hält er insbesondere den deutschen Film und unser Film-Erbe lebendig. Immer wieder bringt er damit auch die Werke und Entwicklungen jenseits des Mainstreams ins Bewusstsein. Als Gründer des Internationalen Filmhistorischen Kongresses und dem Verein CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung hat seine Arbeit oft auch einen vermittelnden, verbindenden Aspekt. In der Sichtbarmachung des unbekannten oder nicht mehr bekannten deutschen Films, in der Präsentation des vergessenen oder verloren geglaubten Filmerbes aber liegt vielleicht die wichtigste selbstgesetzte Aufgabe von Hans-Michael Bock. Die Auszeichnung mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille, zu der ich herzlich gratuliere, ist deswegen hochverdient.“

Hans-Michael Bock, geboren 1947 in Wilhelmshaven, kam 1966 nach Hamburg, nahm ein Studium der Literaturwissenschaft und Soziologie auf und begann 1969 mit der Arbeit für das Fernsehen. 1972 folgte die erste TV-Dokumentation, 1974 die ersten Buch-Publikationen. In den siebziger und achtziger Jahren kamen weitere Publikationen für Hörfunk und Fernseh-Magazine, Beiträge zur Filmgeschichte, zur Literatur und zur Popularmusik hinzu, seit 1977 auch Übersetzungen von literarischen und filmfachlichen Büchern. Ab 1978 konzipierte und editierte Hans-Michael Bock die Buchreihe „Haidnische Alterthümer. Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts“ nach einer Idee von Arno Schmidt. 1980 folgte die Übersetzung, Ergänzung und Edition des Grundlagenwerks von James Monaco, „How to Read A Film“. 1979 begann Bock mit dem Aufbau der bio-filmographischen Datenbank CineBase, die Grundlage des Loseblatt-Werks „CineGraph. Lexikon zum deutschsprachigen Film“ wurde und Basis für eine faktografisch orientierte Erforschung der Filmgeschichte ist, die seit 1984 mit jährlichen Ergänzungslieferungen in der Edition Text + Kritik erscheint. 

Seit den achtziger Jahren kooperierte Hans-Michael Bock mit der Kinemathek Hamburg e.V./ METROPOLIS zur Konzeption und Durchführung von Filmreihen. 1988 war er Veranstalter des 1. Internationalen Filmhistorischen Kongresses mit Vorträgen und Retrospektiven.  
1989 gründete Bock den Verein „CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung”. Der Verein arbeitet als filmhistorisches Forschungszentrum mit zahlreichen, auch internationalen, Partnern zusammen.

In den neunziger Jahren publizierte Hans-Michael Bock verschiedene Werke, die als Standardwerke gelten können. Ab 2000 entwickelte er in Kooperation mit dem DIF eine Film-Datenbank zum deutschen Film im Internet, Grundlage des späteren Filmportals (www.filmportal.de).  

Seit 2004 ist Hans-Michael Bock Veranstalter des „CineFest – Festival des deutschen Film-Erbes“, das mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern arbeitet und sich als Forum für Cineasten, Filmhistorikerinnen und -historiker sowie Archive versteht. Das Festival tourt nach seiner Eröffnung in Hamburg mit Präsentationen in Berlin, Udine/Gorizia, Prag und Wiesbaden und präsentiert bekannte und vergessene Filmklassiker und Filme jenseits des bekannten Kanons.
Hans-Michael Bocks ist Träger diverser Auszeichnungen, mit denen sein Engagement für den Film national und international honoriert wird, so zum Beispiel mit dem Limina Award for Outstanding Cultural Achievment der Universität Udine und dem Ehrenpreis des Kinematheksverbundes für besondere Verdienste um die Filmkultur und das Filmerbe. 
 
Die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille wurde 1978 vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg im Gedenken an die Verdienste des Kultursenators Hans-Harder Biermann-Ratjen gestiftet. Mit der Medaille werden Personen, Personengruppen oder Institutionen geehrt, die sich mit ihren künstlerischen und kulturellen Leistungen um Hamburg verdient gemacht haben.

Kontakt

Enno Isermann

Pressesprecher

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Kultur und Medien
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
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