Justizbehörde

Neue Kolleginnen und Kollegen für den Vollzug Ausbildungsoffensive wirkt!

Die Justizvollzugsanstalten bekommen wieder einen Schwung neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum einen haben 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Lehrgang 2/16 für den Allgemeinen Vollzugsdienstes (AVD) beendet und zum anderen beginnen 22 Anwärterinnen und Anwärter den neuen Lehrgang 2/18.

Neue Kolleginnen und Kollegen für den Vollzug

In den Justizvollzugsanstalten freuen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die neuen Kolleginnen und Kollegen. Justizsenator Dr. Till Steffen hat heute im Rahmen eines Festakts die erfolgreich ausgebildeten Mitarbeiterinnen (3) und Mitarbeiter (13) aus der Ausbildung verabschiedet und die neuen Anwärterinnen (5) und Anwärter (17), die ihre Ausbildung ab morgen aufnehmen, begrüßt.

Er hob in seinem Grußwort hervor: „Sie haben sich für einen in erster Linie sozialen Beruf entschieden, aber für einen ganz besonderen. Mit fast 1.000 Bediensteten ist der Allgemeine Vollzugsdienst die größte Berufsgruppe und eine tragende Säule des Justizvollzugs. Sie werden Ansprechpartner und Ansprechpartnerin für die Gefangenen sein. Aber auch an der Schnittstelle zwischen vielen Berufsfeldern arbeiten: Psychologinnen, Psychiater, Rechtsanwältinnen, Bewährungshelfer, Ärztinnen – für alle diese Menschen werden Sie ebenfalls eine zentrale Rolle einnehmen, wenn es darum geht, das Verhalten und die Situation der Gefangenen einzuschätzen. Ohne Sie ist der praktische Vollzug undenkbar.“

2017 haben 62 neu ausgebildete AVD-Bedienstete ihre Arbeit im Vollzug aufgenommen, 2018 können sich die Bediensteten in den Anstalten insgesamt auf voraussichtlich 68 neue Kolleginnen und Kollegen freuen.

Die Ausbildungsoffensive wurde 2015 mit drei Lehrgängen gestartet. 2016 und 2017 begannen jeweils vier und für 2018 sind fünf Lehrgänge angestrebt. Bereits heute gibt es mehr Einstellungen als Abgänge, der Personalkörper des AVD befindet sich im Aufwuchs.

Zur Ausbildung

Die Justizbehörde nimmt das ganze Jahr über Bewerbungen für den Allgemeinen Vollzugsdienst entgegen. Die Anzahl der Lehrgänge orientiert sich an der Zahl der geeigneten Bewerberinnen und Bewerber. Die Ausbildung gliedert sich in einen zehnmonatigen Theorieteil in der Justizvollzugsschule und einen 14-monatigen Praxisteil in den Anstalten. Während der Ausbildung sind die Anwärterinnen und Anwärter Beamte auf Widerruf und erhalten eine Vergütung von rund 1.750 Euro brutto. Nach erfolgreichem Bestehen der Ausbildung werden sie in der Regel übernommen und nach einer Probezeit von drei Jahren zu Beamtinnen und Beamten auf Lebenszeit ernannt. Der Eintritt in den Ruhestand erfolgt bereits mit 60 Jahren.

An der Justizvollzugsschule werden neben den rechtlichen Grundlagen unter anderem die Fächer Psychologie, Vollzugsberufskunde und Pädagogik unterrichtet. Die Einstellungskriterien und Bewerbungsunterlagen finden Bewerberinnen und Bewerber auf den Internetseiten der Justizbehörde.