Behörde für Kultur und Medien

Musikdialog 2018 Hamburger Senat lädt deutsche Musikwirtschaft zum Musikdialog über den Wert von Musik ein

Größte Studie zur Veränderung des Musikkonsums in Deutschland im Rathaus vorgestellt und diskutiert– Wie wird Musik entdeckt, gekauft und genutzt?


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Hamburger Senat lädt deutsche Musikwirtschaft zum Musikdialog über den Wert von Musik ein

Es ist zu einer guten Tradition geworden: Kurz vor Beginn des Reeperbahn Festivals treffen sich rund 60 Spitzenvertreterinnen und -vertreter der deutschen Musikwirtschaft im Hamburger Rathaus, um gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister, Dr. Peter Tschentscher, und dem Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, über die Belange der Branche und die Entwicklung der Musikwirtschaft zu diskutieren. In diesem Jahr standen die ersten Ergebnisse einer Studie zur Zukunft der Musiknutzung im Mittelpunkt. Die Studie der Universität Hamburg, unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Michel Clement, Lehrstuhl für Marketing & Media, ist auf drei Jahre angelegt und sieht insgesamt sechs Befragungswellen vor. Auftraggeber sind in Kooperation die zentralen Verbände der Musikwirtschaft, Unterstützer und Förderer sind die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg sowie die Initiative Musik gGmbH.

Der Studie zufolge hat Musik für die Befragten weiterhin eine große Bedeutung. Zugleich unterliegt die Form der Musiknutzung einem kontinuierlichen Wandel. So nutzt bereits jeder Zweite Musikstreamingdienste, das Radio bleibt zugleich das wichtigste Medium zum Musikhören. Die Befragten zeigten auch eine hohe Zahlungsbereitschaft für Streaming und Livekonzerte. Auch die aktive Suche nach Künstlerinnen und Künstlern im Internet spielt eine große Rolle. Zudem ist der physische Besitz von Musik für fast die Hälfte der Befragten nicht mehr von großer Bedeutung. 

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Der Musikdialog Hamburg ist ein Forum für die deutsche Musikwirtschaft, um sich über grundlegende Fragen und technische Innovationen auszutauschen. Mit der Studie der Universität Hamburg zur Zukunft der Musiknutzung entsteht eine verlässliche Grundlage zur Fortentwicklung bestehender Geschäftsmodelle und für neue Ideen. In Hamburg finden Unternehmen und Künstlerinnen und Künstler hierfür ein optimales Umfeld.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Musik berührt uns Menschen wie kaum ein anderes Kulturgut. Darin liegt ihr besonderer Wert, das zeigt auch diese Studie eindrucksvoll. Umso wichtiger ist es, auch in Zukunft dafür zu sorgen, dass Musik professionell produziert und vermarktet werden kann. Die Studie gibt der Musikwirtschaft fundierte Hinweise zur Entwicklung des Konsumverhaltens und leistet damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich die Musik auch künftig künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreich weiter entwickeln kann. Das gehört gerade im Interesse vieler Musikerinnen und Musiker untrennbar zusammen.“

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse sowie weitere Informationen zur Studie können über die unten stehende Rubrik "Downloads" heruntergeladen werden.

 

Zur Erhebungsmethodik:


Bei der Studie handelt es sich um eine repräsentative Panelbefragung in sechs Wellen. Die erste Welle der Befragung fand im August 2018 statt – die weiteren Wellen werden alle sechs Monate erhoben. In der ersten Welle wurden 5.140 in Deutschland lebende Menschen im Alter von 16 bis 70 Jahren zu ihrem Musiknutzungs-, Such- und Kaufverhalten befragt. Als Erhebungsinstrument dient ein Online-Fragebogen, der über das Panel von Respondi distribuiert wurde.

Der Fragenkatalog umfasst Fragen zu den Bereichen: Nutzung von Musik-Streaming, Musikhörverhalten, aktivem und passivem Musikkonsum, Musiksuchverhalten (wie und wo wird neue Musik entdeckt), Musikkaufverhalten, Zahlungsbereitschaften, Nutzung von und Einstellung zu Live Musik Events (Konzerte, Festivals, Club-Konzerte), Einflussfaktoren wie Künstlern, Texten, Tonqualität, Einstellung zu Musikvideos, Nutzung von Playlists, Wert und Genießen von Musik, Musikgeschmack, musikalische Bildung, technische Ausstattung, sowie Soziodemografika.

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