Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Pflege Servicestelle Nachbarschaftshilfe eröffnet

125 Euro aus der Pflegeversicherung für Alltagshelfer

Jeder Pflegebedürftige kann – unabhängig vom Pflegegrad – bis zu 125 Euro im Monat für Nachbarschaftshilfen und Haushaltshilfen einsetzen. Dieser Aufwand wird von den Pflegekassen erstattet. Dafür müssen sich Nachbarschaftshelferin oder -helfer oder Haushaltshilfen vorher registrieren lassen. Zentrale Anlaufstelle in Hamburg ist dafür jetzt die „Servicestelle Nachbarschaftshilfe“ – eine bundesweit bislang einmalige Einrichtung, die Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks heute eröffnet hat. Die für ganz Hamburg zuständige Registrierungsstelle wird vom Deutschen Roten Kreuz Hamburg-Eimsbüttel betrieben.

125 Euro aus der Pflegeversicherung für Alltagshelfer

Zusammen mit den Landesverbänden der Pflegekassen und dem Deutschen Roten Kreuz Hamburg-Eimsbüttel stärkt die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz durch die neue Registrierungsstelle die Nachbarschaftshilfe für Pflegebedürftige und bietet deren hilfsbereiten Nachbarinnen und Nachbarn einen Informations- und Anlaufpunkt. Voraussetzung für eine Registrierung ist unter anderem, dass die pflegebedürftige Person und deren Nachbarschaftshilfe nicht bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind. Auch dürfen nicht mehr als zwei Pflegebedürftige von einer Helferin beziehungsweise einem Helfer betreut werden. Der Aufwand der ehrenamtlichen Nachbarschaftshelferinnen und -helfer kann durch die Pflegebedürftigen mit bis zu fünf Euro pro Stunde entschädigt werden. Für eine im Haushalt beschäftigte Haushalts- oder Betreuungshilfe muss ein Arbeitsvertrag geschlossen und der Mindestlohn von 8,84 Euro (nachträgliche Korrektur des Wertes am 15. August 2018) gezahlt werden.

Alle Nachbarschaftshelferinnen und -helfer sind über die Servicestelle Nachbarschaftshilfe unfall- und haftpflichtversichert. Außerdem werden Schulungen, Beratungen und Treffen zum Erfahrungsaustausch angeboten. Wenn es beispielsweise während der Ausübung der Nachbarschaftshilfe zu materiellen Schäden oder persönlichen Konflikten mit den zu betreuenden Pflegebedürftigen kommen sollte, ist die Servicestelle Nachbarschaftshilfe der beratende und unterstützende Ansprechpartner. Bereits vorliegende Anerkennungen der Pflegekassen für Nachbarschaftshelferinnen und -helfer bleiben weiterhin wirksam. Es wird dennoch empfohlen, sich an die Servicestelle Nachbarschaftshilfe zu wenden und neu registrieren zu lassen.

Haushalts- und Betreuungshilfen, die von pflegebedürftigen Personen beschäftigt werden, müssen sich ebenfalls bei der Servicestelle Nachbarschaftshilfe registrieren lassen. Dort werden dann alle Voraussetzungen geprüft.

Die Servicestelle Nachbarschaftshilfe befindet sich im Büro des DRK-Kreisverbandes Hamburg-Eimsbüttel e.V.
Hoheluftchaussee 145
20253 Hamburg
Telefon: 040-411 706 21
E-Mail: info@nachbarschaftshilfe-hh.de

Öffnungszeiten:
Telefonische Sprechzeiten: Montag und Dienstag: 14-16 Uhr; Donnerstag 11-14 Uhr
Sprechzeiten vor Ort und Registrierung: Dienstag 8-13 Uhr; Donnerstag 15-19 Uhr

Weitere Informationen zur Servicestelle sind unter http://www.hamburg.de/hilfe-zu-hause/ abrufbar.