Senatskanzlei

Kulturbevollmächtigter Tschentscher in Toulouse: CMQ, Airbus und Quinzaine

Delegationsreise nach Frankreich

Hamburgs Erster Bürgermeister und Bevollmächtigter der Bundesrepublik für deutsch-französische kulturelle Angelegenheiten Dr. Peter Tschentscher ist vom 13. bis zum 15. September 2018 zu Gast in Toulouse. Er wird begleitet von Schulleitern beruflicher Schulen in Hamburg. Tschentscher besucht unter anderem ein Ausbildungszentrum für Luftfahrt (CMQ) und das das Airbus-Werk. Am Freitag eröffnet er die deutsch-französischen Wochen (Quinzaine).

Tschentscher in Toulouse: CMQ, Airbus und Quinzaine

Dr. Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister und Bevollmächtigter der Bundesrepublik für deutsch-französische kulturelle Angelegenheiten: „Diese Reise dient unter anderem der Verbesserung der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Wir wollen es jungen Leuten ermöglichen, einen Teil ihrer Ausbildung im Partnerland zu absolvieren. Denn im gegenseitigen Austausch und dem Kennenlernen benachbarter Arbeitswelten erlernen sie Schlüsselkompetenzen, die sie für die moderne Berufswelt brauchen.“ 

Am Vormittag besuchte Tschentscher mit seiner Delegation das Ausbildungszentrum für Luftfahrttechnik. Der „Campus des Métiers et des Qualifications (kurz: CMQ) de l’aéronautique“ der Region Okzitanien vereint berufliche Erst-, Weiter- und hochschulische Ausbildung einer Vielzahl von Bildungsgängen der Luftfahrt- und Raumfahrtechnik. In Frankreich werden seit 2016 regionale Zusammenschlüsse verschiedener Schulen, Hochschulen, Unternehmen und Kammern als Exzellenzcluster (CMQs) zusammengefasst. Ziel ist es, Synergieeffekte zu nutzen und die berufliche Bildung besser mit den Bedarfen von Wissenschaft und Wirtschaft zu vernetzen. 

Die mitreisenden Schulleiter haben die Möglichkeit, sich über das Konzept und die Arbeitsweise des Clusters zu informieren und mit Vertreterinnen und Vertretern des CMQ über mögliche Kooperationen und die Perspektiven deutsch-französischer Ausbildungsmobilität zu sprechen. 

Am Nachmittag trifft Tschentscher Vertreterinnen und Vertreter der Region Okzitanien, dessen Hauptstadt Toulouse ist. Thema ist die Förderung von Karriereperspektiven durch deutsch-französische Berufsbildungskooperationen. Ein Instrument hierfür ist die Plattform „Écoles-Entreprises“. Mithilfe dieser Plattform werden langfristige Partnerschaften zwischen (Berufs-)Schulen und Unternehmen, die auf dem deutschen und französischen Markt agieren, ins Leben gerufen. Interessierte Jugendliche haben beispielsweise die Möglichkeit, gezielt nach einem Praktikumsplatz im Partnerland zu suchen. Darüber hinaus werden informative Veranstaltungen wie Unternehmens-besichtigungen oder Vorträge angeboten. Hamburg hat sich im Juni dieses Jahres der Plattform Écoles-Entreprises angeschlossen und eine Vereinbarung mit der deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer Paris (AHK Frankreich) unterzeichnet. 

Bürgermeister Tschentscher vertritt als Bevollmächtigter der Bundesrepublik für deutsch-französische kulturelle Angelegenheiten die Interessen der 16 Bundesländer und des Bundes in bildungspolitischen und kulturellen Angelegenheiten gegenüber Frankreich. 

Fotos sind im Laufe der Reise verfügbar unter http://www.hamburg.de/pressefotos/