Justizbehörde

Hahnöfersand Fachtagung zur neuen Jugendanstalt

Breite Beteiligung von Wissenschaft, Politik und Vollzugsexperten

Mit dem Justizvollzugsfrieden hat die Bürgerschaft fraktionsübergreifend grünes Licht für die Verlagerung des Jugendvollzugs von Hahnöfersand nach Billwerder gegeben. In der Justizbehörde versammeln sich heute zahlreiche Experten, um über Konzepte des neuen Jugendvollzugs zu diskutieren.

Fachtagung zur neuen Jugendanstalt

Justizsenator Dr. Till Steffen begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Ganz im Sinne des Leitsatzes „form follows function“ haben wir heute die Chance, die neue Jugendanstalt in baulicher Hinsicht nach unseren konzeptionellen Vorstellungen auszurichten. Wir müssen uns also nicht die Frage stellen: Was finden wir vor und was können wir damit anfangen? Wir dürfen uns fragen: Was genau wollen wir und wie müssen wir bauen, um dieses Ziel zu erreichen?“

Zu den besonderen Anforderungen ergänzt Dr. Till Steffen: „Der Jugendvollzug wandelt sich ständig und ist stärker am Puls der Zeit als andere Vollzugsarten. Gesellschaftliche Herausforderungen wie Integration, Bildung oder Armut spiegeln sich besonders in den Jugendanstalten wider. Ich freue mich deshalb besonders, dass so viele Kolleginnen und Kollegen aus Hahnöfersand heute hier ihre Erfahrungen aus der Praxis einbringen und damit die Perspektive von Wissenschaft und Politik ergänzen.“

In sechs unterschiedlichen Workshops werden verschiedene Themenfelder des Jugendvollzugs diskutiert, unter anderem Gewalt- und Extremismusprävention, gezielte Behandlungsangebote sowie arbeitsmarktorientierte Resozialisierungsmaßnahmen.

Die Möglichkeit im Rahmen einer Fachtagung über die bauliche und konzeptionelle Neugestaltung einer Jugendanstalt zu sprechen, fand deutschlandweit reges Interesse. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung in die Justizbehörde.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Workshops und den Diskussionen finden Sie in Kürze auf: www.hamburg.de/justizbehoerde