Senatskanzlei

Kulturbevollmächtigter Bevollmächtigter Tschentscher übergibt Mandat an Laschet

Vierjährige Mandatszeit als Bevollmächtigter für deutsch-französische kulturelle Angelegenheiten endet

Heute hat Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher symbolisch das Mandat des Bevollmächtigten für deutsch-französische kulturelle Angelegenheiten an Armin Laschet, den Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, übergeben. Offiziell endet das Hamburger Mandat am 31. Dezember 2018.

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Bevollmächtigter Tschentscher übergibt Mandat an Laschet

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Für die Deutsch-Französische Freundschaft ist es von großer Bedeutung, dass sich die Menschen aus beiden Ländern begegnen und sich selbst aktiv in die Zusammenarbeit einbringen können. Hierzu haben wir während der Zeit des Hamburger Mandats des Bevollmächtigten viele Gelegenheiten geschaffen. Darüber hinaus wurden dauerhafte Kooperationen zwischen den für Bildung zuständigen akademischen Regionen Frankreichs und den entsprechenden Einrichtungen in Deutschland aufgebaut. Dem neuen Mandatsträger Nordrhein-Westfalen wünsche ich viel Erfolg bei dieser wichtigen Aufgabe.“ 

Ein Schwerpunkt der Hamburger Mandatszeit lag in der Stärkung der deutsch-französischen Berufsbildungskooperation. So konnte die Mobilität in der Beruflichen Bildung ausgebaut werden. Zum Beispiel wurde im September 2016 die deutsch-französische Berufsbildungsplattform „Écoles-Entreprises“ freigeschaltet, auf der Praktika und Ausbildungsangebote in Deutschland und Frankreich vermittelt werden. Der Bevollmächtigte unterstützte aktiv den Deutsch-Französischen Tag. Zur Förderung des Erwerbs der Partnersprache in beiden Ländern wurde die Broschüre „Französisch ist mehr“ für Schulen und die Social-Media Kampagne „French Flow“ für Jugendliche entwickelt.  In der Mandatszeit entstanden zudem neue strategische Partnerschaften im Bereich Klima, Energie und Nachhaltigkeit zwischen den französischen Berufsbildungsexzellenzclustern (Campus des métiers et des qualifications) und deutschen Berufsschulen. In Hamburg wird, auch dank der Anstrengungen des Bevollmächtigten, zum Schuljahr 2020/21 das dritte Deutsch-Französische Gymnasium in Deutschland die Arbeit aufnehmen. Die Erfahrungen aus der Mandatszeit im Bereich Bildung konnte der Bevollmächtigte aktiv in die Verhandlungen zum neuen Elysée-Vertrag einbringen, der am 22. Januar 2019 unterschrieben werden soll. 

In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern setzte sich der Bevollmächtigte für den gemeinsamen deutsch-französischen Bildungsraum ein. Hierzu zählen beispielsweise die deutschen Ministerien und die französischen Pendants im Bildungsbereich, die Académies.  Der Bevollmächtigte arbeitete eng mit der Kultusministerkonferenz, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, den Botschaften und Kulturinstituten beider Länder, der deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer Paris sowie verschiedenen Medien, insbesondere ARTE und vielen weiteren Akteuren zusammen, um die verschiedenen Projekte zu realisieren. 

Hintergrund Mandat DFBV

1969 wurde in einer Bund-Länder-Vereinbarung zum Elysée-Vertrag die Bestellung eines „Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit“ vereinbart. Gemäß dieser Bund-Länder-Vereinbarung bestellt die Bundesregierung auf Vorschlag der Länder den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin eines Bundeslandes als Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Frankreich. Dieser oder diese vertritt die Interessen der 16 Bundesländer und des Bundes in bildungspolitischen und kulturellen Angelegenheiten im Rang eines Bundesministers. Somit hat die französische Regierung einen Ansprechpartner statt zahlreicher einzelner Minister der Länder. Das Amt des Bevollmächtigten wird jeweils für vier Jahre von einem oder einer deutschen Ministerpräsidenten oder Ministerpräsidentin wahrgenommen. 

Fotos der Abschlussveranstaltung werden im Laufe des Tages zum Download bereitgestellt.