Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

RISE Neue Zukunft für den Bergedorfer Hafen

Bergedorf/Serrahn wird zum Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung

Der Senat hat heute Bergedorf/Serrahn als neues RISE-Fördergebiet festgelegt. In den kommenden Jahren soll das historische Quartier rund um den Bergedorfer Hafen in seiner Substanz erhalten, verbessert und weiterentwickelt werden. Ziel der Stadtteilentwicklung ist es, diesen zentralen Bereich von Bergedorf städtebaulich aufzuwerten und die Nutzungsvielfalt und Wohnqualität zu erhöhen. Die Gebietsfestlegung erfolgt im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz der Bund-Länder-Städtebauförderung.

Neue Zukunft für den Bergedorfer Hafen

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „In diesem städtebaulich wichtigen Gebiet von Bergedorf, dem Serrahn, wird mit der Integrierten Stadtteilentwicklung die Aufenthaltsqualität und der Freizeitwert unter Beachtung des Denkmalwerts erhöht. Das historisch bedeutsame Hafenbecken soll einfacher zugänglich werden, und das gesamte Hafengebiet soll als unverwechselbarer innerstädtischer Ort besser erlebbar werden. Seine Funktion als wichtiges Bindeglied zwischen dem Haupteinkaufsbereich mit der Fußgängerzone rund um das Sachsentor, dem neuen Bahnhofsumfeld und den Neubauquartieren entlang der Schleusengraben-Achse soll zusätzlich belebt werden. “

Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter Bergedorf: „Der Serrahn ist das Herz der Bergedorfer Innenstadt und hat mit seinen historischen Gebäuden und seiner Wasseranbindung potenziell auch eine hohe Anziehungskraft auf Besucherinnen und Besucher von außerhalb. Für Bergedorf ist die Festlegung des Serrahns als RISE-Fördergebiet ein großer Gewinn.“

Die Festlegung von Bergedorf/Serrahn als RISE-Fördergebiet erfolgt auf Grundlage einer Gebietsuntersuchung der steg Hamburg sowie einer teilraumbezogenen Fortschreibung des bereits bestehenden Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) Bergedorf-Süd. Darin werden erste konkrete Maßnahmen benannt, die das Gebiet rund um den Serrahn aufwerten sollen. Die Restaurierung und Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit des denkmalgeschützten Lastenkrans an der Serrahnstraße, die Verbesserung der Wasserzugänge durch den Bau einer Wassertreppe in Verbindung mit einer neuen Slipanlage für den Wassersport (Projekt Kupferhofterrassen) sind wesentliche Bestandteile des Integrierten Entwicklungskonzepts.

Insgesamt werden für die Maßnahmen zu Beginn Kosten von rund 1,58 Mio. Euro geschätzt. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen stellt RISE-Mittel in Höhe von rund 0,64 Millionen Euro bereit. Darüber hinaus erfolgt die Finanzierung aus Mitteln des Bezirks Bergedorf und des Sanierungsfonds „Hamburg 2020“ sowie privater Einrichtungen und Anlieger.

Das Bezirksamt Bergedorf übernimmt die weitere Koordinierung der Gebietsentwicklung. Unterstützung erhält das Bezirksamt durch einen externen Gebietsentwickler. Zur Beteiligung und Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner, der Gewerbetreibenden und Eigentümer wird vor Ort ein Beteiligungsgremium eingerichtet. Dafür wird ein Verfügungsfonds bereitgestellt.

Im Zuge der Gebietsentwicklung werden auf der Grundlage des Integrierten Entwicklungskonzepts und unter Einbeziehung der Anwohnerinnen und Anwohner weitere Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt. 

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.hamburg.de/bsw.

RISE – Rahmenprogramm Integrierte Stadtentwicklung
Mit dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung  verfolgt der Hamburger Senat eine abgestimmte Strategie, Stadtteile oder Versorgungszentren mit besonderem Entwicklungsbedarf aufzuwerten und die Lebensqualität in diesen Quartieren zu verbessern. So sollen attraktive Quartiere zum Leben, Wohnen, Arbeiten, Lernen und Einkaufen entstehen.

Das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ ist Teil des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung. Es zielt insbesondere darauf ab, erhaltenswerte Gebäude und Ensembles in festgelegten Fördergebieten zu sichern, instandzusetzen und zu modernisieren.

Einschließlich des neuen Fördergebiets Bergdorf/Serrahn umfasst Hamburg derzeit 25 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung wie Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz oder Zukunft Stadtgrün festgelegt sind. Insgesamt bestehen 36 Fördergebiete, von denen elf in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.  

Rückfragen der Medien
Pressestelle der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Barbara Ketelhut | Pressesprecherin
Telefon: 040 42840-2051
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