Sanierung Prüfergebnisse liegen vor: Umfangreiche Sanierung der Kaimauer in Neumühlen notwendig


Prüfergebnisse liegen vor: Umfangreiche Sanierung der Kaimauer in Neumühlen notwendig

Die Kaimauer an der Elbpromenade in Neumühlen muss auf einer Länge von rund 200 Metern grundsaniert werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein umfangreicher Prüfbericht der ReGe Hamburg unter Federführung des zur Zuständigkeit der Finanzbehörde gehörenden Landesbetriebes Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Derzeit wird untersucht, ob kurzfristige Entlastungsmaßnahmen an der Kaimauer durchgeführt werden können, um die statischen Bedingungen zu verbessern. Parallel dazu wird die Grundinstandsetzung vorbereitet. Aus Sicherheitsgründen muss der betroffene Kaimauerabschnitt vorsorglich erneut gesperrt werden. Aktuell wird mit einer Planungs- und Bauzeit von rund vier Jahren und Kosten von 15 bis 20 Millionen Euro gerechnet. 

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Die Elbpromenade bei Neumühlen erfreut sich nicht nur bei Ausflüglern großer Beliebtheit. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt Klarheit über das Ausmaß der Schäden haben. Gemeinsam werden wir jetzt zügig alles Nötige veranlassen, um die Sanierung der Kaimauern anzugehen. Mit entsprechenden Hinweisschildern an der betroffenen Wegstrecke werden wir außerdem dafür Sorge tragen, dass jeder vor Ort darüber informiert ist, was dort passiert und warum die Sanierungsarbeiten notwendig sind. Dieses Sanierungsprojekt ist Teil unserer grundlegenden Sanierungsstrategie für unsere Stadt, an dem unsere Behörde und unser Immobilienmanagement maßgeblichen Anteil hat.“ 

Dr. Liane Melzer, Altonaer Bezirksamtsleiterin: „Mit den nun eingeleiteten Maßnahmen wird das Ziel verfolgt, dass der Bereich der Elbuferpromenade Neumühlen auch zukünftig als beliebter Erholungsbereich der Bevölkerung und den Gästen Hamburgs zur Verfügung stehen wird.“ 

Hintergrund:

Im Herbst 2017 wurde vor Neumühlen 13-15 auf einer Länge von rund 60 Metern eine erhebliche Verformung der Spundwand und eine dahinterliegende großflächige Versackung des Uferwegs festgestellt. Der Schadensbereich ist Teil eines rund 200 m langen Kaimauerabschnitts aus den 1980er Jahren. Der betroffene Kaimauerabschnitt wurde 1983 mit dem Tragwerk einer historischen Uferwand aus den 1870er Jahren verbunden. Aus heutiger Sicht hätte das aktuelle Bauwerk nicht in die historische Konstruktion integriert werden sollen, da diese nicht die damals angenommenen Eigenschaften aufweist. Weiterhin wurden wassergefüllte Vertiefungen (so genannte „Kolke“) im Flussbett festgestellt, die sich in den vergangenen Jahren vor der Kaimauer gebildet haben und sich nachteilig auf die Standsicherheit auswirken.

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Claas Ricker

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