Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Tunnel und Lärmschutzdeckel Altona Planfeststellungsbehörde genehmigt den Bau

Mit Planfeststellungsbeschluss vom 18. Dezember 2018 hat die Hamburger Planfeststellungsbehörde die 6-/8-streifige Erweiterung der Autobahn A 7 im Planungsabschnitt Altona von der Anschlussstelle HH Othmarschen bis zur Anschlussstelle HH Volkspark genehmigt. Das von Senat und Bürgerschaft beschlossene Vorhaben zeichnet sich neben der Engpassbeseitigung insbesondere durch den über 2 km langen Lärmschutztunnel aus. So kann die Lärmbelastung für die Anwohner der A7 nachhaltig verbessert werden. Das Vorhaben eröffnet darüber hinaus weitere städtebauliche Potenziale. Der Deckel Altona bietet auf seiner Oberfläche Platz für eine öffentliche Parkanlage und Kleingärten. Mit einer Länge von 2,2 Kilometern wird er sich vom Altonaer Volkspark im Stadtteil Bahrenfeld bis in den Stadtteil Othmarschen auf Höhe der Behringstraße erstrecken. Von dort aus ist es nur noch ein kurzer Weg bis zum Elbstrand. Mit dem Grünzug vom Volkspark bis zur Elbe verwirklicht die Stadt eine Idee des ehemaligen Altonaer Bausenators Gustav Oelsner aus den 1920er-Jahren.

Planfeststellungsbehörde genehmigt den Bau

Senator Michael Westhagemann sagt: „Das ist nachhaltige Planung. Wir bauen eine Autobahn aus und können die Anwohner gleichzeitig vor Lärm schützen. Mit dem Planfeststellungsbeschluss ist der erste Schritt für den Bau gemacht.“

Nachdem die beiden weiteren A7-Abschnitte Schnelsen und Stellingen bereits in Teilen fertig gestellt sind, wird mit der Zulassung des o.g. Vorhabens der dritte und letzte Abschnitt des A7 Ausbaus nördlich der Elbe für den Bau freigegeben.

Die individuellen Zustellungen des Planfeststellungsbeschlusses sowie die öffentliche Auslegung, die die Rechtsmittelfristen in Gang setzen, folgen allerdings erst im neuen Jahr. Eine Ausfertigung des Beschlusses sowie der festgestellten Planunterlagen werden dann auch im Bezirksamt Hamburg Altona für zwei Wochen zur Einsicht ausgelegt. Ort und Zeit der Auslegung werden zuvor im Amtlichen Anzeiger bekannt gemacht. Mit dem Ende der Auslegungsfrist gilt der Beschluss auch gegenüber den übrigen Betroffenen als zugestellt. Ab Zustellung läuft die einmonatige Klagefrist.

Über Klagen wird im ersten Rechtszug das Bundesverwaltungsgericht zu entscheiden haben. Hinsichtlich der erhobenen Einwendungen wurden durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation bereits verfahrensbegleitend Lösungen erarbeitet, um zu einer Befriedung beizutragen. Hervorzuheben ist dabei die Errichtung einer Behelfsbrücke am Kielkamp, um auch über die mehrjährige Bauzeit die dortige Wegeverbindung offen halten zu können.