Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Senat unterrichtet über Sachstand zum A 7-Deckel

Verfahren wird in Verantwortung des Senates fortgeführt

Der Senat hat heute in einer Mitteilung an die Bürgerschaft den Planungsstand zum Bau des A 7 Deckels dargelegt und Schritte zum weiteren Vorgehen beschlossen. Im Zuge des Ausbaus der Autobahn plant der Bund eine Überdeckelung der A 7 auf einer Länge von rund 1.700 Metern. Der Senat möchte weitere 1.800 Meter überdeckeln.

Senat unterrichtet über Sachstand zum A 7-Deckel

Hamburgs PlanungNach ersten Schätzungen der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) muss Hamburg für die zusätzlichen Deckelbauwerke rund 167 Millionen Euro zahlen. Diese sollen zum Teil durch die Verwertung von 18 Flächen in Altona und Eimsbüttel und eine bauliche Nutzung der Trabrennbahn Bahrenfeld gegen finanziert werden. Der Senat geht hierbei von Erlösen in Höhe von rund 126 Millionen Euro aus. Die Lücke in Höhe von etwa 41 Millionen Euro wird aus Haushaltsmitteln zu schließen sein. 

Auf den Flächen können rund 2.000 Wohneinheiten entstehen. Sie können künftig städtebaulich genutzt werden, weil Kleingärten und Grünflächen, die heute zu einem großen Teil dort liegen, auf die Deckel verlegt werden können. Von den insgesamt 565 zu verlagernden Kleingärten, können 470 auf den Deckeln ersetzt werden; die restlichen 95 werden in Kleingartenanlagen in Altona untergebracht. 

„Ich freue mich, dass der Senat grünes Licht gegeben hat, die vorgelegten Planungen voranzutreiben. Damit ist ein weiterer Schritt getan, die durch den Bau der A 7 entstandene Schneise mitten in Hamburg auf rund 3.500 Metern zu schließen und entlang des Deckels für die Anwohner ein Ende des Autobahnlärms zu erreichen. Zudem gibt uns dies die Möglichkeit dringend benötigten Wohnraum zu schaffen“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk. 

Der Senat hat zudem beschlossen, alle mit der Überdeckelung zusammenhängenden Planungen und Verfahren in der Verantwortung des Senats durchzuführen. Dies ist nötig, da zwischen dem Planfeststellungsverfahren für den Autobahnausbau und den Bebauungsplanverfahren zur Regelung der Nutzung auf den Deckelbereichen eine enge Abstimmung erforderlich sein wird. Die weiteren Planungen erfolgen aber in enger Abstimmung mit den betroffenen Bezirken und bezirklichen Gremien. 

Damit ist auch die Durchführung eines Bürgerentscheides mit bindender Wirkung für die Bezirksverwaltung nicht mehr möglich. „Uns war wichtig, so früh wie möglich das weitere Verfahren offen zu legen, damit ein möglicher Bürgerentscheid nicht im Nachhinein ins Leere läuft. Die Bedeutung des Projektes für die gesamte Stadt lässt nur eine Durchführung in Verantwortung des Senates zu“, sagte Hajduk.

A7-Deckel 

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