Aktionstag Pflege Fachkräfte werben in der Stadtteilschule für den Pflegeberuf

Nachfrage von jungen Menschen nach einer Pflegeausbildung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten bleibt hoch

Noch nie haben in Hamburg so viele Menschen als Pflegekraft gearbeitet wie heute. Auch die Nachfrage von jungen Menschen nach einer Pflegeausbildung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten ist nach wie vor hoch. Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft steigt aber auch der Bedarf an mehr und gut ausgebildeten Pflegerinnen und Pflegern. Fachkräfte werben deshalb aktiv als Marken-Botschafter der Pflege für ihren Beruf an den Schulen in Hamburgs Stadtteilen. Dabei zeigen sie interessierten Schülerinnen und Schülern Chancen und Perspektiven auf.

Nachfrage von jungen Menschen nach einer Pflegeausbildung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten bleibt hoch

Beim heutigen „Aktionstag Pflege“ treten erfahrene Fachkräfte aus der Pflege in den Dialog mit Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Unter dem Motto „echt gepflegt“ berichten sie vor Ort von ihren vielfältigen Erfahrungen, Erlebnissen und auch Herausforderungen aus dem Pflegealltag. Als Botschafter für die Pflege werben sie authentisch für ihren Beruf. Was fasziniert sie an ihrer Arbeit, wie vielfältig ist sie? An Infoständen mit praktischen Beispielen aus dem Handlungsfeld der pflegerischen Versorgung wird der Beruf in der Schule greifbar und erfahrbar gemacht.

Diese Botschafter für die Pflege haben sich zu einem Netzwerk aus Stadtteilbotschaftern zusammengeschlossen. Sie zeigen den Schülern im Unterricht und an Aktionstagen berufliche Perspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten auf, befinden sich in den Stadtteilen im Austausch mit den Berufs- und Studienkoordinatoren der Schulen und sind auch Ansprechpartner für die Eltern bezüglich der Berufswahl ihrer Kinder.

„Entgegen pessimistischer Annahmen wollen immer noch viele junge Menschen in die Pflege. Auch der Trend in Hamburg bestätigt das. Damit das so bleibt, intensivieren wir die Berufsorientierung. Dafür werben Fachkräfte als Botschafter an den Schulen im Stadtteil aktiv für den Pflegeberuf. Darüber hinaus setzen wir uns für bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Pflege ein, damit gut ausgebildete Pflegekräfte auch in dem Beruf bleiben“, sagt Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung: „Eine Ausbildung in der Pflege ist für junge Menschen attraktiv. Das stellen immer mehr Jugendliche fest. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Auszubildenden in Hamburg von 919 auf jetzt insgesamt 2.035 mehr als verdoppelt. Mit der kommenden Reform wird die Pflegeausbildung noch attraktiver. Gleichzeitig steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegefachkräften. Es lohnt sich also, dass Schülerinnen und Schüler mehr darüber erfahren, welche Chancen sich ihnen in der Pflege bieten. Bei Veranstaltungen wie dem heutigen Aktionstag, aber auch bei Praktika oder im Unterricht zur Berufs-und Studienorientierung lernen sie die Berufe unmittelbar kennen. Sie können sich über Hamburgs vielseitige Ausbildungsstätten und natürlich auch über die Weiterbildung im akademischen Bereich informieren.“

Für vielfältige Perspektiven in der Pflege hat nicht zuletzt die Pflegeberufereform mit der Einführung einer generalistischen Pflegefachkraftausbildung wesentliche Voraussetzungen geschaffen: Sie ermöglicht es zukünftigen Absolventinnen und Absolventen, vielseitige Einsatz-, Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten wahrzunehmen. Denn die bislang getrennten Ausbildungsberufe „Altenpfleger/-in“, „Gesundheits- und Krankenpfleger/-in“ und „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in“ werden nun in einer generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung mit einheitlichem Berufsabschluss („Pflegefachmann/-frau“) zusammengeführt. Wer sich heute für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet, kann Karriere in sehr unterschiedlichen und fachlich interessanten Einsatzfeldern machen und von einer Durchlässigkeit bis zum Bachelor- und Masterabschluss an einer Hochschule profitieren.

Die pflegerische Versorgung steht auch vor gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Lebenserwartung steigt an und mit ihr der Bedarf an Behandlung und Pflege. Die Frage „Wer pflegt und versorgt in der Zukunft?“ beschäftigt Angehörige, Arbeitgeber, Verbände, Medien und Politik gleichermaßen. Ausreichend Pflegepersonal zu suchen, zu finden und auch zu halten – das sind die Herausforderungen, denen sich alle Akteure schon heute stellen. Was den Beruf attraktiv macht: Kaum ein anderer Berufszweig zeichnet sich durch eine ähnlich hohe Diversität aus. Neben der hohen Wertigkeit und Sinnhaftigkeit einer Ausbildung in der Pflege, bietet er die Möglichkeit, in vielen verschiedenen Fachbereichen tätig zu werden: Etwa in der Chirurgie, der Neurologie, der Pflege von Kindern und Jugendlichen, in der ambulanten Versorgung, im Wundmanagement oder etwa in der Intensivpflege.

Kontakt

Dennis Krämer

Pressesprecher

Pressestelle der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
Billstraße 80
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