Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Förderung Neue Stipendien für gefährdete Wissenschaftler

Behörde und Hochschulen gründen „Hamburg Programme for Scholars at Risk“

In Zeiten zunehmender Krisen und Konflikte, nationaler Abschottung sowie Gefährdung der akademischen Freiheit und Vertreibung wollen die BWFG und die Hamburger Hochschulen mit dem Programm Menschen in einer schwierigen Lage unterstützen und ein Zeichen setzen: für die globale Wissenschaftsfreiheit und internationale Verantwortung. Im Rahmen des Programms werden Stipendien an gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben. Die Förderung dient der Fortführung der wissenschaftlichen Karriere an einer der Hamburger Hochschulen. Die BWFG unterstützt das Programm mit 100.000 Euro.

Behörde und Hochschulen gründen „Hamburg Programme for Scholars at Risk“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Es gibt viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in ihren Ländern nicht unabhängig forschen können, bedroht werden oder auf der Flucht sind. Sie brauchen oft kurzfristig und unbürokratisch Hilfe. Wir haben jetzt gemeinsam mit der Landeshochschulkonferenz ein Programm aufgelegt, das schnell wirkt und den Betroffenen eine Plattform für ihre wissenschaftliche Karriere bietet. Das ist eine Bereicherung für den Hochschulstandort Hamburg über die ich mich sehr freue.“

Die Stipendien sollen den Forschenden die Möglichkeit bieten, eine akute Notlage zu überbrücken, sich zu orientieren und sich weiter zu qualifizieren. So können gefährdete oder geflüchtete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler während des Förderzeitraumes beispielsweise einen Drittmittelantrag erarbeiten um ihre eigene Forschung perspektivisch in Deutschland fortzuführen und gleichzeitig Einblicke in das Deutsche Wissenschaftssystem erhalten. Jedem Stipendiaten wird ein wissenschaftlicher Mentor oder eine Mentorin an die Seite gestellt, die für eine fachliche Integration in eine Arbeitsgruppe oder einen Fachbereich sorgen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Lenzen, Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz (LHK): „Von den politischen Unberechenbarkeiten der Welt sind auch die Wissenschaften nicht ausgenommen. Und vor allem die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Sich um sie zu kümmern ist eine unserer vornehmsten Aufgaben.“

Anträge können für ein Stipendium in der Höhe von 2.000 Euro monatlich gestellt werden für einen Zeitraum von maximal 12 Monaten. Im Rahmen einer Ko-Finanzierung stellt die BWFG 50% der Mittel pro Antrag, die Hochschulen finanzieren die übrigen 50%.