Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Wilhelmsburger Reichsstraße auf zwei Rädern Monatliche Radtouren für Bürger vor Fertigstellung der neuen Trasse

Die neue Wilhelmsburger Reichsstraße wird noch dieses Jahr für den Verkehr freigegeben. Bevor die ersten Autos über die Trasse fahren, bietet die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation gemeinsam mit der DEGES interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die neue Straße per Rad zu erkunden. DEGES-Projektleiter Martin Steinkühler wird die monatlichen Radtouren leiten und den Baufortschritt an ausgewählten Stellen erläutern. Den Auftakt zu den Touren haben heute gemeinsam mit zwanzig Wilhelmsburgerinnen und Wilhlemsburgern Bürgermeister Tschentscher und Staatsrat Rieckhof gemacht.

Monatliche Radtouren für Bürger vor Fertigstellung der neuen Trasse

Die nächsten Radtouren finden statt am: 16. Mai, 20. Juni und 17. Juli. Anmelden kann man sich unter www.bwvi.eventbrite.de.

Die Wilhelmsburger Reichsstraße: Zahlen-Daten-Fakten

1. Hintergrund Verlegung Wilhelmsburger Reichsstraße

Die heutige B 75 Wilhelmsburger Reichsstraße verläuft in Nord-Süd-Richtung durch Wilhelmsburg und verbindet als vierstreifige Bundesstraße Harburg und die südliche Metropolregion mit der Hamburger Innenstadt. Die B 75 wird zukünftig in neuer Lage mit der A 253 im Süden und der A 252 im Norden zu einer durchgehenden B 75 vereinigt.

Die neue Wilhelmsburger Reichsstraße wird westlich der heutigen Eisenbahngleise verlaufen. Die Umverlegung hat umfassende Vorteile:

  • Bündelung der Verkehrswege und damit Verringerung der Trennwirkung
  • Enormer Lärmschutz
  • Gewinnung von städtebaulichem Entwicklungsraum
  • Steigerung der Verkehrssicherheit/ Stabilisierung der Leistungsfähigkeit

Eckdaten:

  • Gesamtlänge:                  ca. 4,6 km
  • Querschnitt:                     4-streifig mit Standstreifen (Regelquerschnitt RQ 28)
  • ca. 8,5 km Lärmschutzwände an der verlegten B 75
  • ca. 6,6 km Lärmschutzwände an Bahngleisen
  • Verkehrsbelastung:          60 – 70 Tsd. Kfz/Tag (Prognose 2025)
  • Fertigstellung:                   planmäßig 2019

2. Anpassung und Ertüchtigung der Bahnanlagen

  • 5,5 Kilometer neue Gleisanlagen
  • Erneuerung von 16 Weichen und 55 Signalen
  • über 100 Kilometer neue Kabel
  • Bau von zwei neuen Bahnbrücken im Bereich Hafenzufahrt Hohe Schaar zur leistungsfähigen Anbindung der Gleiszufahrten zum Hafen
  • teilweise Erneuerung von Stellschränken und Bedienerpulten in den Stellwerken 
  • Inbetriebnahme: erster Teil am 3. Oktober 2016, zweiter Teil Ostern 2017, letzter Teil Ostern 2018
  • Die neuen Bahnanlagen sehen für drei Gleise zukunftsorientierte Aufstelllängen für Züge bis 835 Meter vor

3. Trogbauwerk Kornweide zur Unterführung der neuen B4/75 unter die Bahngleise Hafenzufahrt Hohe Schaar

  • Das Trogbauwerk ist 317 Meter lang und 30 Meter breit. Insgesamt werden 60.000 Quadratmeter Boden ausgehoben und 40.000 Kubikmeter Beton eingebaut, davon 26.000 Kubikmeter als Unterwasserbeton.
  • Die neue Wilhelmsburger Reichsstraße wird mit einer lichten Höhe von 4,70 Meter unter den Bahnbrücken verlaufen.
  • Die Bahnbrücken wurden Ostern 2017 in Betrieb genommen und ermöglichen die Querung der Bahnanlagen
  • Das Trogbauwerk wird noch diesen Monat fertiggestellt

4. Ausblick auf die kommenden Arbeiten in diesem Jahr

  • Weitere Verbesserung des Lärmschutzes an Bahnanlagen, Weiterführen der Arbeiten an den Wänden in Höhe des S-Bahnhofs Wilhelmsburg und nördlich davon.
  • Neubau der neuen Anschlussstelle Wilhelmsburg-Mitte
  • Vervollständigung der Entwässerungsarbeiten
  • Arbeiten am nördlichen Anschluss zur A 252
  • Leiteinrichtungen, Markierungen, Vervollständigung Lärmschutz Straße
  • Inbetriebnahme in Oktober 2019

6. Ausblick auf weitere Arbeiten 2020

  • Landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen
  • Herstellung zweites Gleis hohe Schaar und Rückbau der alten Bahnbrücken
  • Dammschluss Kornweide und Inbetriebnahme Mai 2020
  • Umbau und Anpassung der Anschlussstelle Wilhelmsburg-Süd bis Ende 2020