Kinderbetreuung Geprüfte Qualität in Hamburgs Kitas

Senat beschließt die Einführung eines anlassunabhängigen Prüfverfahrens für Kindertageseinrichtungen in Hamburg.

Kitas leisten einen zentralen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen für die Kinder in unserer Gesellschaft. Gute Kita-Qualität ist dabei von entscheidender Bedeutung. Mit einem neuen Kita-Prüfverfahren wird diese künftig überprüft: Eltern können sich darauf verlassen, dass ihre Kinder in den Hamburger Kitas gut betreut werden.

Geprüfte Qualität in Hamburgs Kitas

Abgehakte Checkliste
Neben gut ausgebildetem und engagiertem Personal und einem stimmigen pädagogischen Konzept sind auch die strukturellen Standards für die Qualität in den Kitas von entscheidender Bedeutung. 

Diese sind zwischen den Kita-Verbänden und der Familienbehörde im Landesrahmenvertrag „Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen“ (LRV) geregelt. Dort haben sich die Vertragspartner auch darauf verständigt, die Einhaltung dieser Standards zu überprüfen. Die Prüfkriterien und Methoden wurden gemeinsam erarbeitet und festgelegt.

Jährlich sollen künftig etwa 220 der rund 1.100 Hamburger Kitas anlassunabhängig überprüft werden, sodass in einem fünfjährigen Zyklus jede Kita erfasst wird. 

Die Prüfungen werden von einer neuen Dienststelle in der Familienbehörde durchgeführt und noch in diesem Jahr beginnen: Ab der 43. Kalenderwoche wird das neue Verfahren testweise angewendet, um dann schrittweise die Zielgröße zu erreichen. Das Ergebnis jeder Prüfung wird Kita-Träger und –Elternvertretung zugänglich gemacht.

Familiensenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Wer sein Kind in Hamburg in eine Kita gibt, kann sicher sein: Es wird dort gut betreut. In den vergangenen Jahren haben wir immer mehr Plätze geschaffen. Und gleichzeitig verbessern wir die Qualität: Durch mehr pädagogisches Personal, zusätzliche Angebote, Fachberatung, laufende Qualitätsentwicklung und vieles mehr. Hamburg gibt dafür bald eine Milliarde Euro im Jahr aus. Das ist gut angelegtes Geld. Das Kita-Prüfverfahren ist ein weiterer Baustein, mit dem wir die hohe Qualität der Kinderbetreuung in Hamburg sicherstellen.“

Die konstruktive Zusammenarbeit von Kita-Verbänden und Behörde bei der Ausgestaltung des Kita-Prüfverfahrens veranschaulicht das gemeinsame Interesse an der Qualitätsentwicklung der Kitas in Hamburg. Die Ergebnisse des Kita-Prüfverfahrens werden einen Beitrag dazu leisten, die in den Kitas bereits vorhandene Qualität sichtbar zu machen. Bestehen Entwicklungsbedarfe, werden Maßnahmen für Verbesserungen vereinbart und nachgehalten.

Hintergrund: Kita-Betreuung in Hamburg

Die fünfstündige Betreuung in Kitas ist für Eltern in Hamburg kostenlos. Frühe Bildung wird so für alle verfügbar. Immer mehr Kinder besuchen eine Kita –  nicht nur in immer jüngerem Alter, sondern auch für längere Zeit während des Tages. Dafür werden kontinuierlich weitere Kapazitäten geschaffen: Allein von 2011 bis 2017 ist die Zahl der in Kitas betreuten Kinder um rund 18.400 auf rund 74.400 gestiegen.

Gleichzeitig wird in die Qualität investiert: Zur Steigerung der Betreuungsqualität in den Hamburger Kitas wurde im Herbst 2018 eine deutliche Verbesserung des Krippen-Fachkraftschlüssels gesetzlich verankert: Ab dem 1. Januar 2021 kommt auf je vier Krippen-Kinder eine Fachkraft. Im Anschluss daran wird bis zum 1. Januar 2024 auch der Fachkraftschlüssel im Elementarbereich auf 1:10 angehoben. 

Das neue Kita-Prüfverfahren ergänzt die schon bestehenden Bausteine der Qualitätssicherung: Die im Landesrahmenvertrag (PDF, 1,6 MB) vereinbarte kontinuierliche Qualitätsentwicklung, die städtisch finanzierte Fachberatung bei den Kita-Verbänden, die behördliche Kita-Trägerberatung und die Kita-Aufsicht.

FAQ

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Martin Helfrich

Pressesprecher

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