Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Maritime Gesundheit Im Zeichen der Maritimen Medizin der Zukunft

15. Internationales Symposium für Maritime Gesundheit zu Gast in Hamburg

Vom 12. bis zum 15. Juni findet in Hamburg das 15. Internationale Symposium für Maritime Gesundheit (ISMH15) statt. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Maritime Medizin (DGMM) und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) richtet das Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz den Weltkongress in den Räumen der HafenCity-Universität aus. Unter dem Motto „Sea, Port, Health & Environment“ diskutieren rund 400 Expertinnen und Experten aus aller Welt aktuelle schifffahrtsmedizinische Fragestellungen. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks wird den Kongress am 12. Juni eröffnen.

15. Internationales Symposium für Maritime Gesundheit zu Gast in Hamburg

„Das Wachstum der Offshore-Branche in den vergangenen Jahren, der Boom im Bereich der Kreuzfahrten und die fortschreitende Digitalisierung mit ihren vielfältigen Möglichkeiten der Telemedizin zeigen, dass die Maritime Medizin sich neuen Herausforderungen stellen muss, um den Gesundheitsschutz sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten auf See weiter zu verbessern. In Hamburg wird zu diesen aktuellen Fragestellungen geforscht – als bedeutende Hafenmetropole ist unsere Stadt ein wichtiger Standort der internationalen Schifffahrtsmedizin mit fast 130-jähriger Tradition. Ich freue mich deshalb sehr, dass das Internationale Symposium für Maritime Gesundheit in diesem Jahr in Hamburg stattfindet“, so Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Mit dem ISMH15 kehrt dieser Weltkongress der International Maritime Health Association (IMHA) nach 30 Jahren erstmals wieder zurück nach Deutschland. Diesjähriger Kongresspräsident ist Prof. Dr. Volker Harth, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Maritime Medizin und zugleich Direktor des Zentralinstituts für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz.

In rund 150 Vorträgen und Präsentationen werden im Rahmen des Kongresses aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen der schifffahrtsmedizinischen Forschung vorgestellt. Schwerpunktthemen sind unter anderem das Gesundheitsmanagement für Beschäftigte in der Offshore-Branche, der Kreuzfahrttourismus unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen an das medizinische Personal und die Digitalisierung in der Maritimen Medizin. Insbesondere der Verbesserung der Telemedizinischen Versorgung auf See kommt eine wachsende Bedeutung zu. So wird im Rahmen des Kongresses unter anderem das Hamburger Verbundprojekt „e-healthy ship“ (www.e-healthy-ship.eu) vorgestellt. Ziel dieses unter anderem durch die EU und die Stadt Hamburg finanzierten Projekts ist es, Besatzungen von Handelsschiffen, die in der Regel aus medizinischen Laien bestehen, bei der Krankenbehandlung auf hoher See zu unterstützen. So werden beispielsweise ein elektronisches Krankenbuch mit direkter Schnittstelle zur Bordapotheke, elektronisch ausfüllbare Notfallprotokolle und die Bereitstellung medizinischer E-Books erprobt. Das Vorhaben nimmt zugleich die Gesundheitsprävention in den Blick und entwickelt Lösungen, um Besatzungsmitglieder kultursensitiv über Themen wie Ernährung, Sport und Entspannung zu beraten.

Weitere Informationen zum 15. Internationalen Symposium für Maritime Gesundheit sind unter https://ismh15.com/de zu finden.