Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Sternwarte Hamburgs Tor zu den Sternen erstrahlt in neuem Glanz

Großer Refraktor der Bergedorfer Sternwarte denkmalgerecht modernisiert


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Der große Refraktor der Hamburger Sternwarte wurde denkmalgerecht modernisiert.

Das markante Kuppelgebäude ist Teil des denkmalgeschützten Ensembles der Hamburger Sternwarte und beheimatet mit dem „Großen Refraktor“ ein Teleskop mit 60 Zentimetern Objektivdurchmesser und neun Metern Brennweite aus dem Jahr 1911. In den letzten Monaten wurde es für rund 3,2 Miollionen Euro aufwendig saniert. Der Refraktor gehört zu den größten Linsenteleskopen Deutschlands und ist ein wichtiges Zeugnis der Wissenschaftsgeschichte, das heute überwiegend für öffentliche Himmelsbeobachtungen, aber auch für Lehr- und Forschungszwecke des Fachbereichs Physik der Universität Hamburg genutzt wird.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Die Sternwarte in Bergedorf ist eine der ältesten wissenschaftlichen Einrichtungen Hamburgs und auch heute noch von großer Bedeutung für die Forschung. Als Kultureinrichtung leistet sie gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Öffnung der Wissenschaft in die Gesellschaft: Jedes Jahr kommen knapp 40.000 Besucherinnen und Besucher nach Bergedorf, um den einzigartigen Ausblick zu genießen und sich mit den Forscherinnen und Forschern über die Vielfalt des Kosmos auszutauschen. Die Modernisierungsmaßnahmen und neue Technik sorgen dafür, dass hier auch in Zukunft noch mehr Hamburgerinnen und Hamburger ihr Tor zu den Sternen genießen können.“                         

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit der Sternwarte in Bergedorf besitzt Hamburg ein wissenschafts- und architekturgeschichtliches Kulturdenkmal von internationalem Rang. Die denkmalgerechte und barrierefreie Sanierung der Sternwarte zeigt einmal mehr, was die Zusammenarbeit mehrerer Hamburger Behörden mit dem Bund bewegen kann. Die Erhaltung der Gesamtanlage ist für Hamburg von besonderer Bedeutung, weil sie neben ihrer Forschungstätigkeit auch einzigartiges Wissen über unseren Kosmos vermittelt. Durch die Sanierung ist der Große Refraktor wieder für alle zugänglich und wird zu einem lebendigen Denkmal der Wissenschaft und der Forschung und gleichzeitig des Erlebens und Entdeckens.“

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank hat heute gemeinsam mit dem Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, Prof. Dr. Robi Banerjee, Geschäftsführender Direktor der Hamburger Sternwarte, und dem Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi den Großen Refraktor der Hamburger Sternwarte feierlich wiedereröffnet.

In zwei Teilbaumaßnahmen wurden seit September 2017 unter anderem Fenster, Außenfassade, Mauerwerk und Verwaltungsgebäude erfolgreich restauriert sowie der Kuppelbau „Großer Refraktor“ inklusive Spaltverschlüssen und Haustechnik erneuert. Ziel war eine denkmalgerechte Sanierung, die den Refraktor zudem barrierefrei der Öffentlichkeit zugänglich macht. Die Gesamtkosten der Modernisierung belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro, wovon der Bund knapp zwei und die Freie und Hansestadt Hamburg rund 1,2 Millionen Euro übernommen hat.

Prof. Dr. Robi Banerjee, Geschäftsführender Direktor der Hamburger Sternwarte: „Ich freue mich sehr, dass nach jahrelangem Ringen um die Finanzierung und einer äußerst intensiven Bauzeit dieses besondere Teleskopgebäude nun endlich wiederhergestellt und damit die Bleibe des wertvollen Großen Refraktors gerettet ist!“

Über die Hamburger Sternwarte

Die Sternwarte wurde zwischen 1906 und 1912 auf dem Gojenberg erbaut und galt bei ihrer Einweihung als das modernste und größte astronomische Observatorium Europas, da sie mit modernsten Instrumenten für Astronomie und Astrophysik ausgestattet war. Eines dieser Instrumente ist der Große Refraktor.

Die Grobbewegung des tonnenschweren Teleskops funktioniert durch Schwenken von Hand. Untergebracht ist der Große Refraktor in einem großen Kuppelgebäude: Der Rundbau mit dem Refraktor im Zentrum ist mit einer drehbaren Kuppel von 13 Meter Durchmesser überdacht, die geöffnet werden kann. Der Fußboden um den Refraktor ist höhenverstellbar. Dazu wurde in Bergedorf die erste derartige Hebebühne Europas eingebaut.

1968 wurde die Sternwarte als Institut in den Fachbereich Physik der Universität Hamburg integriert und ist seitdem gleichermaßen der akademischen Lehre als auch der astronomischen Forschung verpflichtet. In der Sternwarte wird mittels hochwertiger Linsenfernrohre und Spiegelteleskope sowohl astronomische als auch astrophysikalische Forschung betrieben. Zudem hat sie sich mit dem 2011 eröffneten Besucherzentrum, in dem Vortragsreihen und Informationsabende veranstaltet werden und sich ein Café befindet, zu einem attraktiven Ort auch für die breitere Öffentlichkeit entwickelt. Seit 1996 steht das Ensemble der neobarocken Gebäude samt seiner Originalausstattung – einer Reihe wertvoller Teleskope und anderer teilweise noch aus der Gründerzeit gut erhaltener optischer Instrumente – sowie der technischen Details unter Denkmalschutz. 2008 wurde die Hamburger Sternwarte in Bergedorf als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anerkannt.

Die Hamburger Sternwarte beim Sommer des Wissens

Die Hamburger Sternwarte beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen am Sommer des Wissens, dem Wissenschaftsfestival im Herzen der Stadt. Vom 20. bis 23. Juni bieten rund 40 Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf dem Rathausmarkt faszinierende Einblicke in Klima und Umwelt, Technik, Naturwissenschaften, Medizin, Kunst oder Stadtgeschichte.

Neben Vorträgen und Mitmachaktionen auf dem Festivalgelände in der Innenstadt bietet die Hamburger Sternwarte zudem Sonderführungen auf dem Areal in Bergedorf an. Interessierte haben hier die Möglichkeit, die Teleskope, die einzigartige Bibliothek und das Fotoplattenarchiv der Sternwarte kennen zu lernen.

 

Mehr Infos unter: https://www.hs.uni-hamburg.de und https://www.sommerdeswissens.de


Rückfragen der Medien  

Julia Offen

Pressesprecherin

Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Telefon: 040 42863 - 2322

Email: julia.offen@bwfg.hamburg.de

Internet: www.hamburg.de/bwfg

 

Enno Isermann

Pressesprecher

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Telefon: 040 428 24 - 207

Email: enno.isermann@bkm.hamburg.de

Internet: www.hamburg.de/bkm