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Rahmenplanung Erster Rahmenplan-Entwurf für das Entwicklungsgebiet am Diebsteich wird diskutiert

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Bunt und lebendig – ein Viertel wird neu gedacht

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen eröffnet die Diskussion zum Rahmenplanentwurf für das Areal rund um den künftigen Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona am Diebsteich. Die Rahmenplanung ist Teil der vorbereitenden Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme für die Umfeldentwicklung am Diebsteich. Anknüpfend an die bereits vorhandene Mischung aus Gewerbe-, Sport-, Wohn- und Friedhofsnutzungen stellen die Planerinnen und Planer ihre Ideen vor. Dabei soll das Viertel attraktiver werden und zudem der vorhandene Charakter erhalten bleiben.  Das vertraute Neben- und Miteinander der unterschiedlichen Nutzungen soll in Zukunft noch interessanter und lebendiger gestaltet werden. Gleichzeitig kann für den neuen Fern- und Regionalbahnhof ein angemessenes Umfeld entstehen. In diesen ersten Rahmenplanentwurf sind Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger bereits mit eingeflossen.

Erster Rahmenplan-Entwurf für das Entwicklungsgebiet am Diebsteich wird diskutiert

Das Rahmenplangebiet liegt rund um den S-Bahnhof Diebsteich an der Nahtstelle zwischen den Bezirken Altona und Eimsbüttel und umfasst eine Fläche von rund 70 Hektar. Es liegt in direkter Nähe der Mitte Altona und des Holstenquartiers und ist rund 1,9 Kilometer vom Altonaer Zentrum (Große Bergstraße/Ottenser Hauptstraße) sowie 1,5 Kilometer vom Eimsbütteler Zentrum (Osterstraße) entfernt. Heute bestimmen die Postliegenschaften, die Industriegebäude des ThyssenKrupp-Areals und der Friedhof Am Diebsteich den ersten Eindruck.

Oberbaudirektor, Franz-Josef Höing: „Schon heute stellt sich das Quartier am Diebsteich als ein interessanter und vielseitiger Ort dar. Unser Ziel ist es, diesen Ort behutsam und schrittweise weiterzuentwickeln. Es soll eine bunte Mischung aus Nutzungen entstehen, die auf vielfältige Weise den Ansprüchen unterschiedlichster Bewohner und Besucher gerecht werden und gleichzeitig vorhandene Nutzungen berücksichtigen. Die Entwürfe sind ein erster Vorschlag, den wir mit den Nachbarn und interessierten Beteiligten diskutieren wollen.“

Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt:  „Die Verlagerung des Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg-Altona ist eine große Chance für das Viertel rund um den Diebsteich und für den Hamburger Westen insgesamt. Dabei geht es im Diebsteich-Quartier nicht um Neubau im großen Stil, sondern um eine Weiterentwicklung des Areals unter Beibehaltung des heutigen, eher rauen Charmes. Die kulturelle Nutzung und der neu gestaltete Sportpark schaffen neue attraktive urbane Orte der Begegnung und des Austausches. Diejenigen, die hier wohnen und arbeiten, sollen sich auch künftig in ihrem Quartier wohl fühlen. Deshalb ist uns die Bürgerbeteiligung bei der Entwicklung dieses Quartieres wichtig, die jetzt mit der Dialogwerkstatt in die nächste Runde geht.“

Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda: „Am Diebsteich kann für Hamburg in zentraler Lage und mit hervorragender S-Bahn Anbindung endlich eine Musikhalle für Konzerte bis 5.000 Zuhörer entstehen. Damit würde Hamburg noch interessanter für Musikveranstalter und Bands aus aller Welt. Auch die Umnutzung des Gebäudes der Paketpost unter anderem für kulturelle Nutzung bietet große Chancen für die Kulturstadt Hamburg und wird weit über den Stadtteil hinaus positiv wirken. Ich freue mich, dass bei den Planungen auch auf die bestehende Gebäudestruktur aufgebaut wird und der als Gartendenkmal eingestufte Friedhof Am Diebsteich elementarer Bestandteil für die Lebensqualität in dem Stadtteil ist. Am Diebsteich zeigt sich, wie Kultur als wichtiger Motor einer lebenswerten Stadt wirken kann.“

Senator für Finanzen, Andreas Dressel: „Ausgangspunkt der Planungen ist der geplante neue Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona, den wir aktuell in einem Faktencheck gemeinsam mit VCD und Bürgerinitiative auf den Prüfstand stellen. Der Rahmenplan zeigt eine Perspektive auf, die unterstreicht, dass rund um einen neuen Bahnhof ein lebendiges Quartier entstehen kann mit guten verkehrlichen Anbindungen nach Altona und Eimsbüttel. Wichtig ist, dass die Bürgerinnen und Bürger vor Ort in den Prozess gut eingebunden werden. Das holen wir aktuell mit dem Faktencheck nach, beim Rahmenplan wird gleich mit der Bürgerbeteiligung begonnen – das ist gut so!"

Senator für Inneres und Sport, Andy Grote: „Der neue Sportpark Diebsteich zeigt: In der Active City wächst der Sport mit der Stadt. Mit fünf Großspielfeldern, davon eines in einem Regionalligastadion, und zahlreichen weiteren Flächen zum Beispiel für Beachvolleyball, Tennis oder Streetball entsteht ein modernes und starkes Zentrum des Sports für Altona. Endlich hätte auch Altona 93 eine neue Heimat und ist für die sportliche Zukunft gut aufgestellt.“

Bezirksamtsleiterin Altona, Liane Melzer: „Die nun startende Diskussion für den Rahmenplan Diebsteich eröffnet die Chance, an der Schnittstelle zwischen Altona und Eimsbüttel ein attraktives innerstädtisches Viertel mit einem hohem Anteil an gewerblicher Nutzung zu entwickeln. Darüber hinaus können hier, neben dringend benötigten attraktiven Sportflächen für die Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Stadtteile, auch neue kulturelle Nutzungen an einem gut erschlossenen Standort entstehen.“

Bezirksamtsleiter Eimsbüttel, Kay Gätgens:„ Auch das Eimsbütteler Zentrum wird vom neuen Quartier profitieren. Perspektivisch sollte der Eimsbütteler Marktplatz – ein vergessener Ort und nur riesiger Verkehrsknoten – zu einem urbanen, attraktiven Platz umgestaltet werden und damit die Brücke schlagen zum neuen Fern- und Regionalbahnhof am Diebsteich.“

Bereits heute sind herausragende Entwicklungspotentiale auf den bereits von der Stadt erworbenen Flächen erkennbar. So wird mit dem Weggang von ThyssenKrupp ein relativ großes Grundstück frei. Die prägenden Gebäude sollen möglichst erhalten bleiben und neue hinzukommen. So ist beispielsweise eine Musikhalle für 4.000-5.000 Besucher und ein Regionalliga-Stadion insbesondere für den Verein Altona 93 geplant. Das Stadion soll mit einer großzügigen „Quartiersgarage“ unterbaut und mit Gebäudezeilen umbaut werden, die u.a.  Nahversorger oder Indoor-Sportangebote aufnehmen können. Durch eine neue Straßenführung am nördlichen Rand des ThyssenKrupp-Areals wird der künftige Bahnhofsvorplatz und die „Wohninsel“ Isebekstraße verkehrlich entlastet.

Bisher von der Post genutzte Gebäude stehen – bis auf das Briefverteilzentrum - bereits heute weitgehend leer. Das imposante Paketpostamt wird in einen neuen Begegnungsort mit kulturell-gewerblichem Charakter verwandelt. Hier entsteht eine bunte Mischung aus Handwerkerhof, Markthalle, neuen Spielorten für Theater und Probebühnen, einem Hotel sowie experimentellen Wohnformen.

Inmitten des Quartiers wird durch die kompakte Neuordnung der vorhandenen Spielfelder an der Waidmannstraße ein neuer öffentlicher Park geschaffen, der als grüne Mitte ein Raum für Erholung, Austausch und Bewegung sein wird. 

Die wichtigen innerstädtischen Gewerbestrukturen auf der West- und Ostseite der Bahntrasse sollen erhalten bleiben. Langfristiges Ziel ist Verdichtung im Sinne einer effektiveren und nachhaltigen Grundstücksausnutzung, um der starken Nachfrage nach zentral gelegenen Gewerbegrundstücken entgegenzukommen. 

Das bedeutende Gartendenkmal der Friedhof Am Diebsteich soll auch künftig ein Ort der Erholung und Ruhe bleiben. Er soll sich für die Menschen durch neue Zugänge öffnen  und außer den Grabfeldern auch offene Wiesenflächen zur Erholung anbieten. 

Der Rahmenplan-Entwurf zeigt aufeinander abgestimmte übergeordnete Entwicklungslinien bis zum Jahr 2040 auf. Durch große und kleine Schritte soll sich das Quartier Diebsteich bis dahin verändern.

Die Konkretisierung der Projekte wird in den nächsten Planungsschritten erfolgen.

Karten und erste Visualisierungen finden Sie zum Download unter folgendem Link: t.hh.de/12717758

 

Rückfragen der Medien

Pressestelle der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Barbara Ketelhut | Pressesprecherin
Telefon: 040 42840-2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
www.hamburg.de/bsw
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