Forschungsinvestition Innovationsschub für maritime Wissenschaft und Wirtschaft

Bund und Stadt investieren 38 Mio. Euro in das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) und das Programm „Smart Ocean“


Schiff am Dock mit Kränen Symbolbild

Bund und Länder investieren 38 Millionen Euro in Fraunhofer-CML und das Programm „Smart Ocean“.

Die Forschung am Fraunhofer-Center für Maritime Logistik (CML) soll in Zukunft noch stärker dazu beitragen, Schiffe umweltfreundlicher und den Handel klimafreundlicher zu gestalten. Zudem will das CML mehr innovative Konzepte für den Schiffbau und -betrieb entwickeln und die Logistikprozesse im maritimen Transport optimieren. Dafür investieren der Bund und das Land Hamburg 38 Millionen Euro in den Ausbau des Fraunhofer-Standorts Hamburg, wovon der Bund 26 Millionen Euro übernimmt und die Stadt Hamburg 12 Millionen Euro. Im Rahmen des Fraunhofer-Innovationsimpulses „Smart Ocean“ soll der Standort Hamburg zu einem international führenden Forschungsstandort entwickelt werden, von dem Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen profitieren.

 

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Wir wollen in Hamburg den Wandel aktiv gestalten. Die Maritime Wirtschaft sauberer und wettbewerbsfähiger machen, Innovationsfähigkeit fördern und die Entwicklung des Hafens mit wissenschaftlichen Erkenntnissen bereichern. Mit dem Ausbau des CML setzt der Senat ein Zeichen, dass er sich auf bisher Erreichtem nicht ausruht, sondern klug Innovationen fördert und Wissenschaft und Wirtschaft miteinander verbindet - zum Nutzen aller Hamburgerinnen und Hamburger.“

Der Ausbau des CML ist ein wichtiger Bestandteil der Fraunhofer-Strategie des Senats. Die Fraunhofer-Einheit wird insbesondere in vielversprechenden Innovationsfeldern ihre Kompetenzen ausbauen. Dazu gehören Lösungen und neue Anwendungen in den Bereichen ressourcenschonende Schifffahrt, emissionsfreier Warenumschlag in Häfen, innovative Konzepte für den Schiffbau sowie intelligente Logistikprozesse. Ziel ist die Weiterentwicklung des CML in Richtung eines eigenständigen Fraunhofer-Instituts zugunsten des maritimen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Hamburg.

Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Mit der dank ,Smart Ocean' noch breiter möglichen und nachhaltigen Vernetzung des CML in der maritimen Wirtschaft sowie dem ermöglichten Personal- und Kompetenzaufwuchs steht der künftigen Weiterentwicklung des CML zu einem eigenständigen Fraunhofer-Institut nichts mehr im Wege. Das ist für den Wissenschaftsstandort Hamburg ein toller Erfolg. Doch auch entlang der maritimen Wertschöpfungskette entsteht hier die wichtigste Forschungseinrichtung in der Europäischen Union, durch welche im Ergebnis auch ein Meilenstein geschaffen wird, der für den Hafenstandort Hamburg von herausragender Bedeutung und ein Alleinstellungsmerkmal im europäischen Vergleich sein wird.“

Das CML wurde 2010 an der Technischen Universität Hamburg gegründet und war die erste Fraunhofer-Einheit am Standort. Derzeit wird im Harburger Binnenhafen ein neues Forschungsgebäude errichtet, Bund und Land investieren dafür 20 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen 2021 abgeschlossen werden. Ein Großteil der für den Ausbau des CML eingeplanten Sondermittel von 38 Millionen Euro ist für die technische Ausstattung und Innovationslabore wie beispielsweise „Schiffssensorik und Kommunikation“, „Green Shipping Lab“ oder „Maritime Data Science Lab“ vorgesehen. Der Ausbau des CML ermöglicht eine Schärfung und Erweiterung seines Kompetenzprofils, insbesondere werden die großen Herausforderungen in der maritimen Wirtschaft wie Produktivität, Umwelt, Sicherheit und Digitalisierung angegangen.

Prof. Dr.-Ing. Carlos Jahn, Leiter Fraunhofer-CML: „,Smart Ocean' ermöglicht einen massiven Ausbau des Forschungs- und Kompetenzprofils des Fraunhofer CML, so dass zukünftig noch stärker Innovationsimpulse für Hafen, Schifffahrt und Schiffbau gesetzt werden können. Die Umweltfreundlichkeit, die Sicherheit und die Leistungsfähigkeit des maritimen Transportsystems werden dabei im Fokus stehen. ,Smart Ocean' wird einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wissenschafts- und maritimen Wirtschaftsstandortes Hamburg leisten.“

Die Umsetzung des „Smart Ocean“ - Konzeptes führt zu einer deutlichen Stärkung des Wissenschaftsstandortes Hamburg. Neben dem Aufbau neuer Stellen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am CML ergeben sich zahlreiche neue Ansatzpunkte für die Kooperation mit anderen Hamburger Wissenschaftseinrichtungen und innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. Neue Forschungsfelder können so gemeinschaftlich erschlossen und die Wahrnehmung Hamburgs als Standort maritimer Forschung national und international deutlich verbessert werden.

Der Ausbau trägt darüber hinaus zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Maritimen Wirtschaft bei und sichert über die Qualifizierungsfunktion des CML die Ausbildung dringend benötigter wissenschaftlich-technischer Fachkräfte. Zudem können die erweiterten Forschungsmöglichkeiten des CML im Bereich der Digitalisierung oder der künstlichen Intelligenz dabei helfen, die Potentiale des 5G-Testfelds im Hamburger Hafen zum größtmöglichen Nutzen der Maritimen Wirtschaft auszuschöpfen.

Über „Smart Ocean“

Die Nutzung der Meere ist für Deutschland und Europa von essentieller Bedeutung. Besonders wichtig dabei ist die Berücksichtigung des Ökosystems Ozean. Deshalb sollen im Rahmen von „Smart Ocean“ auf der Basis neuer Technologien konkrete Anwendungen erforscht werden. Ziel ist es, die Potentiale des Meeres besser zu nutzen und gleichzeitig die ökologischen Aspekte in den Mittelpunkt der Forschung zu rücken. Das Thema „Green Shipping“, also die Entwicklung alternativer Antriebssysteme beziehungsweise Schiffstechnologien spielen dabei eine wichtige Rolle. Das „Smart Ocean“-Konzept fokussiert dabei einerseits Unterwassertechnologien, diese sollen überwiegend am Standort Rostock erforscht werden. Am Standort Hamburg sollen durch das CML Innovationen für Häfen, Schifffahrt, Schiffbau und die maritime Logistik entwickelt werden.

 

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