Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Blutspende Jede Blutspende zählt – Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks geht mit positivem Beispiel voran

Rückläufige Blutspenderzahlen durch Ferien und Rekordtemperaturen

Die Bereitschaft zur Blutspende ist bundesweit seit Jahren rückläufig. Nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig Blut. Die aktuelle Ferienzeit und die Temperaturen im Juni haben zusätzlich für rückläufige Blutspenderzahlen gesorgt. Für eine langfristige Sicherung der Blutversorgung gilt es, viele neue Spenderinnen und Spender zu gewinnen. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks geht mit gutem Beispiel voran und spendet heute (8. Juli) Blut beim Blutspendedienst des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Hamburgerinnen und Hamburger können an verschiedenen Standorten in der Stadt Blut spenden, unter anderem beim Blutspendedienst des UKE sowie beim Blutspendedienst Hamburg als Zentralinstitut für Transfusionsmedizin.

Rückläufige Blutspenderzahlen durch Ferien und Rekordtemperaturen

„Die Sicherstellung der Blutversorgung ist eine Daueraufgabe, der wir uns stellen müssen. Jeder von uns kann plötzlich in die Situation kommen, auf eine lebensrettende Bluttransfusion angewiesen zu sein“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Deshalb appelliere ich an die soziale Verantwortung aller potenziellen Spenderinnen und Spender: Wer Blut spendet, schenkt anderen Menschen Leben.“

„Nach wie vor lässt sich Blut nicht künstlich herstellen. Doch zahlreiche Patientinnen und Patienten sind aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls auf Blutkonserven angewiesen. Tag für Tag werden mehr als 150 Blutspender gebraucht, um kranke Kinder und Erwachsene im UKE zu versorgen. Jede Blutspende hilft diesen Menschen ein entscheidendes Stück weiter“, sagt Dr. Jens Hiller, Stellv. Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin des UKE.

Die Bereitschaft zur Blutspende ist bundesweit seit Jahren rückläufig – zwischen 2011 und 2018 ist die Zahl der Vollblutspenden von 5 auf 3,8 Millionen gesunken. Eine Ursache des Negativtrends ist die steigende Altersentwicklung der Bevölkerung: Immer mehr langjährige Spenderinnen und Spender erreichen die Altersgrenze. Hinzu kommt, dass in Ferienzeiten und bei hohen Temperaturen die Spendenbereitschaft zusätzlich sinkt. Dennoch werden nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland etwa 14.000 Blutspenden pro Tag benötigt.

Hamburgerinnen und Hamburger können an verschiedenen Standorten in der Stadt Blut spenden. Zu den größten Blutspendediensten gehören der Blutspendedienst des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie der Blutspendedienst Hamburg als Zentralinstitut für Transfusionsmedizin GmbH (ZIT), die beide jeweils an mehreren Orten vertreten sind. Durch die hohe Spendenbereitschaft der Hamburgerinnen und Hamburger ist die Hansestadt in der Lage, einen großen Anteil des Bedarfs an Blut in der Stadt selbst decken zu können. Gemeinsam mit dem UKE und dem ZIT ehrt Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks im Rahmen eines Senatsempfanges jährlich mehr als 600 Dauerspenderinnen und -spender von Blut, Knochenmark und Stammzellen, um sich für deren jahrelange zuverlässige Hilfsbereitschaft zu bedanken.

Hintergrund:
Ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger ist mindestens einmal im Leben auf das Blut anderer angewiesen. Wer in Deutschland zur Blutspende zugelassen ist, geht aus den Richtlinien der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Instituts hervor. Demnach dürfen gesunde Menschen ab dem 18. Lebensjahr Blut spenden. Nach oben gilt in der Regel eine Altersgrenze von 68 Jahren, Erstspenderinnen und -spender dürfen maximal 60 Jahre alt sein. Ausnahmen sind nach Zustimmung der Ärztin oder des Arztes jedoch möglich. Die Blutentnahme selbst dauert nur wenige Minuten.