Senioren Hamburger Seniorentreffs werden weiter finanziell gestärkt

Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz stellt zusätzliche 164.000 Euro Fördermittel für Freizeit- und Begegnungsangebote zur Verfügung

Die Seniorenarbeit gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer mehr an Bedeutung. In Hamburg bieten die insgesamt 82 von der Stadt geförderten Seniorentreffs in vielen Stadtteilen ein wohnortnahes, kostengünstiges und vielfältiges Freizeit- und Begegnungsangebot für ältere Menschen. Für die wichtige Arbeit in den Seniorentreffs stellt die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) jetzt zusätzliche 164.000 Euro pro Jahr zur Verfügung und fördert damit 2019 die offene Seniorenarbeit mit insgesamt 3,32 Millionen Euro.

Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz stellt zusätzliche 164.000 Euro Fördermittel für Freizeit- und Begegnungsangebote zur Verfügung

„Wir wollen, dass ältere Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebenslagen und Interessen aktiv mitten in der Gesellschaft leben und teilhaben. Die Seniorentreffs mit ihren offenen und größtenteils kostenlosen Angeboten sind wichtig, gerade für alleinlebende Menschen mit geringen Renten. Deshalb haben wir bereits Anfang 2019 die Mittel für die offene, bezirkliche Seniorenarbeit dauerhaft um 425.000 Euro auf 3.166.000 Euro jährlich erhöht. Um gezielt die Arbeit der ehrenamtlichen Leitungen in den Seniorentreffs zu stärken, stellen wir jetzt weitere 164.000 Euro bereit“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Jeder Seniorentreff erhält nun 13.000 Euro Maximalförderung im Jahr für seine Arbeit.

Die insgesamt 82 durch die Stadt geförderten Seniorentreffs bilden ein zentrales Element der offenen Seniorenarbeit in Hamburg. Sie werden zumeist von ehrenamtlich tätigen Seniorinnen und Senioren geleitet und bieten im Quartier Möglichkeiten für Kontakte, Begegnung und Engagement sowie ein buntes Programm aus Geselligkeit, Kultur, Sprachen, Sport und Bewegung, Gesundheit, neue Medien und Internet, Ausflüge, Vorträge und Information. Dabei steht zunehmend auch die Kooperation mit anderen, generationenübergreifenden Angeboten im Stadtteil im Fokus. Einige Seniorentreffs sind Teil größerer Einrichtungen, die im Sinne eines Community Centers als Treffpunkt allen Bürgerinnen und Bürgern offen stehen.

Die BGV stellt den Bezirken für die offene Seniorenarbeit finanzielle Mittel entsprechend dem jeweiligen Anteil an Grundsicherungsempfängern und Einpersonenhaushalten ab 60 Jahre im Bezirk zur Verfügung. Die Anzahl der im Bezirk vorhandenen, historisch gewachsenen Seniorentreffs spielt dabei keine Rolle. Daraus werden verschiedene Angebote der offenen bezirklichen Seniorenarbeit finanziert, insbesondere Seniorentreffs, Seniorenkreise, einmalige Angebote (zum Beispiel Veranstaltungen, Ausfahrten) sowie die Arbeit der bezirklichen Seniorenvertretungen. Für die inhaltliche Arbeit erhalten die Seniorentreffs eine hamburgweit einheitlich festgelegte Pauschale, die sich nach den Öffnungszeiten richtet. Diese Pauschale ist im Zuge der Erhöhung der Rahmenzuweisung bereits Anfang 2019 um 2.000 Euro pro Seniorentreff erhöht worden.

Ferner wurden auch gestiegene Miet- und Bewirtschaftungskosten für die Seniorentreffs von den Bezirksämtern aus der Rahmenzuweisung finanziert und ausgeglichen. Um zielgerichtet und unabhängig von der Verteilung der Rahmenzuweisung die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen in den Seniorentreffs noch weiter zu stärken, erhalten die Bezirksämter von der BGV zweckgebunden je nach Anzahl der im Bezirk vorhandenen Seniorentreffs zusätzlich insgesamt 164.000 Euro. Daraus wird die Pauschale für jeden Seniorentreff um weitere 2.000 Euro erhöht – von 11.000 auf 13.000 Euro Maximalförderung, also um rund 20 Prozent. Durch diese Erhöhung sollen mehr Ehrenamtliche dazu motiviert werden, sich in den Seniorentreffs zu engagieren.

In Hamburg lebten mit Stand 31.12.2017 insgesamt 341.724 Menschen im Alter von 65 Jahren und älter. Nach den Ergebnissen der neuesten Bevölkerungsvorausberechnung wird die Zahl der 65-Jährigen und Älteren zwischen 2017 und 2040 um rund 100.000 zunehmen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung steigt auf 22 Prozent an.

Kontakt

Dennis Krämer

Pressesprecher

Pressestelle der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
Billstraße 80
20539 Hamburg
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