UKE Spatenstich für neue Martini-Klinik

UKE Zukunftsplan 2050 – Erster Neubau entsteht


Mit dem Neubau wird der erste Schritt des UKE Zukunftsplans 2050 umgesetzt.

Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) entsteht ein moderner Neubau für Spitzenmedizin: Bis 2022 wird ein siebengeschossiges Gebäude für die Martini-Klinik gebaut. Die Fachklinik ist mit rund 2.500 Prostatakrebsoperationen pro Jahr weltweit führend bei operativen Behandlungen von Prostatatumoren. Heute hat das UKE den Spatenstich im Beisein von Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, und Bernd Wehmeyer, Clubmanager und ehemaliger Fußballprofi des HSV, gefeiert.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Die Martini-Klinik gehört zu den weltweit führenden Einrichtungen bei der Erforschung und Behandlung des Prostatakrebs. Sie ist elementarer Bestandteil des UKE und der Hamburgischen Gesundheitsversorgung. Der Neubau ermöglicht, dass die Martini-Klinik auch in Zukunft den Anforderungen an eine moderne Diagnostik und Behandlung gerecht wird – und noch mehr Patienten behandeln kann. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben!“

„Mit dem Neubau der Martini-Klinik gehen wir den ersten Schritt unseres Zukunftsplans 2050 zur strukturellen und medizinischen Neuordnung des UKE-Campus. In der Martini-Klinik arbeiten die Medizinerinnen und Mediziner in großem Umfang mit roboterassistierten Systemen. Diese Systeme brauchen Platz und eine spezielle IT-Ausstattung. Mit dem neuen hochtechnisierten Bau kann unser Prostatakrebszentrum schon bald noch mehr Patienten auf höchstem Niveau versorgen“, sagt Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE.

„Hier entsteht ein Herzensprojekt: Wir tragen durch unsere tägliche Arbeit und Forschungsaktivitäten dazu bei, dass das krankheitsspezifische Überleben verlängert und die postoperative Lebensqualität verbessert wird. Wir setzen uns dafür ein, dass die in der Martini-Klinik entwickelten OP-Techniken weltweit etabliert werden, um möglichst vielen Patienten Kontinenz und Potenz erhalten zu können. Unsere herausragenden Behandlungsergebnisse sprechen sich herum, daher ist die Erhöhung der Betten- und OP-Kapazitäten in einem modernen Neubau die logische Konsequenz“, sagt Prof. Dr. Hartwig Huland, Gründer und Leitender Arzt der Martini-Klinik.

„Die Entscheidung zum Neubau ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der stetigen Entwicklung der Martini-Klinik. Neben unserer hervorragenden ärztlichen und pflegerischen Leistung in der Integrated Practice Unit (IPU) wird das besondere Ambiente in der neuen Martini-Klinik zu einem schnellen Genesungsprozess beitragen. Wir wissen: Nur wer sich in einer Klinik nach einer Operation wohlfühlt, kann auch rasch wieder das Klinikbett verlassen und nach Hause zurückkehren“, sagt Prof. Dr. Markus Graefen, Gründer und Ärztlicher Leiter der Martini-Klinik.

„Ich habe einen Herzinfarkt und Prostatakrebs überlebt. Ein Geschenk, für das ich sehr dankbar bin“, sagt Bernd Wehmeyer, Clubmanager und ehemaliger Fußballprofi des HSV. „Im Universitären Herz- und Gefäßzentrum und der Martini-Klinik habe ich hochqualifizierte Medizinerinnen und Mediziner und Pflegekräfte erlebt. Ihre Expertise möge auch den zukünftigen Patientinnen und Patienten zugutekommen. Als ehemaliger Patient freut es mich sehr, dass im Neubau der Martini-Klinik spezialisierte Medizin, modernste Technik und fachliches Know-how einen neuen, zukunftsfähigen Standort finden.“

Der Neubau – ein Bau für die Zukunft

Die Martini-Klinik ist eine hoch spezialisierte Klinik für die Behandlung von Patienten, die an Prostatakrebs erkrankt sind. Die Klinik bietet alle Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs. Mit rund 2.500 Prostatakrebsoperationen pro Jahr führen die Medizinerinnen und Mediziner der Martini-Klinik weltweit die meisten vollständigen (radikalen) operativen Entfernungen der Prostata durch. Seit ihrer Gründung ist die Klinik stetig gewachsen, startete 2005 als Fachklinik mit nur acht Betten und erhöhte innerhalb weniger Jahre bis heute auf 72 Betten. Aufgrund steigender hoher Patientennachfrage entsteht jetzt ein Neubau mit 100 Betten (gleichermaßen für privat und gesetzlich versicherte Patienten) und vier Stationen über sieben Ambulanzen und acht OP-Sälen, die alle die Vorsetzungen für den Einsatz des Da-Vinci-Operationssystems vorhalten. Patienten mit Prostatakrebs erhalten in der Martini-Klinik die bestmögliche Therapie bei gleichzeitig maximalem Erhalt der Lebensqualität.

Der eigenfinanzierte Neubau soll 2022 fertig sein, die Grundsteinlegung ist für das Frühjahr 2020 geplant. Der Entwurf des Neubaus stammt von der Arbeitsgemeinschaft AC/HWP (Wien/Stuttgart). Das Gebäude bietet auf sieben Geschossen und einem Untergeschoss insgesamt mehr als 17.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Der Baukörper gliedert sich in eine großzügige zweigeschossige Sockelzone mit lichtem Eingangsbereich und Bereichen für die Ambulanzen, die Funktionsdiagnostik und Untersuchungsräume (EG und 1. OG). Darüber befinden sich das OP-Geschoss mit prägnanter Lamellenfassade (2. OG) sowie ein dreigeschossiger Bettenriegel (3. bis 5. OG). Das Staffelgeschoss für den administrativen Bereich bildet mit einer eleganten Leichtmetallfassade den Abschluss des Gebäudes (6. OG).

 

Weitere Informationen und Visualisierungen zum Zukunftsplan 2050 des UKE unter: www.uke.de/2050

 

 

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