Hinweis Blaualgenblüte in der Alster

Zusätzliche Gewässerprobe anlässlich des Ironman am kommenden Wochenende

In der Binnen- und Außenalster ist derzeit ein verstärktes Blaualgenwachstum zu beobachten. Das Institut für Hygiene und Umwelt hat an der Messstation Lombardsbrücke heute Gehalte von Blaualgen-Chlorophyll gemessen, die mit 15,5 Mikrogramm pro Liter knapp über dem Warnwert des Umweltbundesamts (UBA) von 15 Mikrogramm liegen. Bei einer heutigen Sonder-Gewässerprobenahme an der Alster im Hinblick auf den Ironman am kommenden Wochenende wurden an fünf ausgewählten Bereichen entlang der Schwimmstrecke in Binnen- und Außenalster Wasserproben entnommen. Die höchsten Gehalte von Blaualgen-Chlorophyll lagen bei 24 Mikrogramm pro Liter in der Binnenalster.

Der Blaualgenbefall ist als grüne Schlieren im Wasser zu erkennen. Blaualgen in der Alster 

Blaualgenblüte in der Alster

Besonders Kinder, empfindliche Personen und Haustiere sollten bei starker grünlicher Trübung oder Algenschlieren auf der Wasseroberfläche den Hautkontakt und das Verschlucken des Wassers vermeiden. Momentan liegen die Messwerte der Alster und der Badeseen noch deutlich unter der vom Umweltbundesamt empfohlenen Alarmstufe von 75 µg/l Blaualgen-Chlorophyll, ab der Badeverbote ausgesprochen werden.

Die sogenannten Blaualgen sind eigentlich Cyanobakterien, die meist grüne oder blaugrüne Schlieren bilden und häufig vom Wind zu dichten Teppichen in den Uferbereichen zusammengetrieben werden. Bestimmte Arten von Cyanobakterien produzieren Toxine (Cyanotoxine), die Körperreaktionen bei Menschen und Tieren hervorrufen können, insbesondere bei empfindlichen Personen können z. B. Haut- und Schleimhautreizungen oder Bindehautentzündungen auftreten. Beim massenhaften Verschlucken dieser Algen kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen.

Blaualgen treten zu jeder Jahreszeit in unseren Gewässern auf, vermehren sich aber besonders stark in den Sommermonaten. Kommen dann noch hohe Nährstoffgehalte und für das Algenwachstum günstige Witterungsbedingungen hinzu, vermehren sich die Blaualgen massenhaft. Auch durch das Füttern von Wasservögeln werden die Nährstoffgehalte in den Gewässern erhöht, so dass dies zu unterlassen ist. Die Entwicklung der Blaualgenblüte ist in erster Linie vom Wetter abhängig und wird vom Institut für Hygiene und Umwelt ständig überwacht. Das Wasser der Alster wird kontinuierlich über die Messstation in der Lombardsbrücke sowie durch regelmäßige Messungen an verschiedenen Stellen im Freiwasser überwacht. Die Badeseen werden alle drei Wochen regelhaft beprobt und bei Verdacht auf kritische Werte wird die Überwachung verdichtet.

 

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