Pauschale Beihilfe Bereits 1.365 Beamtinnen und Beamte nehmen „Hamburger Modell“ in Anspruch

Pauschale Beihilfe in der Krankenversicherung feiert am 1. August 2019 einjähriges Jubiläum

Die Erfolgsgeschichte der Pauschalen Beihilfe geht weiter: Ein Jahr nach deren Einführung in Hamburg nehmen bereits 1.365 Beamtinnen und Beamten bzw. Versorgungsempfängerinnen und -empfänger den Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch. Trotz der guten Nachfrage sind die Kosten weitaus geringer als anfänglich geschätzt: Derzeit betragen die Kosten aufs Jahr hochgerechnet knapp 3,7 Millionen Euro – anstatt der ursprünglich veranschlagten 5,8 Millionen.

Pauschale Beihilfe in der Krankenversicherung feiert am 1. August 2019 einjähriges Jubiläum

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Die Pauschale Beihilfe ist sehr erfolgreich gestartet. Durch das Hamburger Modell haben die Hamburger Beamtinnen und Beamten eine echte Wahlfreiheit zwischen einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung. Von der Einführung der Pauschalen Beihilfe profitieren vor allem diejenigen, die sich die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung nicht leisten können: Beamtinnen und Beamten mit vielen Kindern, einem geringen Verdienst oder Vorerkrankungen. Diese Menschen haben wir finanziell spürbar entlastet.“

Mit der Einführung der Pauschalen Beihilfe hat Hamburg wichtige Pionierarbeit im Gesundheitssystem geleistet, das für Beamtinnen und Beamte bislang nur die finanzielle Unterstützung zur Privaten Krankenversicherung vorsah. Dem Hamburger Beispiel sind mit Berlin, Bremen, Brandenburg und Thüringen bereits vier weitere Bundesländer innerhalb eines Jahres gefolgt, die nun ebenfalls die Möglichkeit der Pauschalen Beihilfe anbieten. Auch in weiteren Bundesländern gibt es Bestrebungen, die bestehenden Gerechtigkeitslücken in der Krankenversorgung zu schließen und das Hamburger Modell zu übernehmen. 

Hierzu sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Ich freue mich, dass das Hamburger Modell weit über unsere Landesgrenzen hinaus Signalwirkung hat. In immer mehr Bundesländern können Beamtinnen und Beamte nun endlich eine Krankenversicherung wählen, die zu ihren individuellen Lebensplänen, zum Beispiel mit vielen Kindern oder Teilzeitarbeit, passt.“

Im August 2018 hat Hamburg als erstes Bundesland die Pauschale Beihilfe eingeführt. Vor Einführung der Pauschalen Beihilfe wurden Beamtinnen und Beamte mit gesetzlicher Krankenversicherung außerordentlich belastet, denn sie mussten den Versicherungsbeitrag in voller Höhe selber tragen. Diese Gerechtigkeitslücke in der Krankheitsversorgung schließt das „Hamburger Modell“: Entscheidet sich eine Beamtin oder ein Beamter für das neu eingeführte Angebot, wird grundsätzlich die Hälfte der Versicherungsbeiträge als Beihilfe gewährt. Die Pauschale Beihilfe als Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung können wegen der bundesgesetzlichen Regelungen im Mitgliedsrecht der GKV ausschließlich neue Beamtinnen und Beamte in Anspruch nehmen – und solche, die sich auch schon in der Vergangenheit freiwillig gesetzlich versichert haben.

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Dennis Krämer

Pressesprecher

Pressestelle der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
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