Opferschutz Sechstes Frauenhaus für Hamburg

32 zusätzliche Schutzplätze stehen ab nächstem Jahr zur Verfügung

Eine Immobilie ist gefunden, der Umbau beginnt und ein Träger wird zeitnah ausgewählt: Ab dem kommenden Jahr stehen damit 32 zusätzliche Schutzplätze für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder zur Verfügung. Mit der Einrichtung eines sechsten Frauenhauses stärkt die Stadt den Gewalt- und Opferschutz.

Aufenthaltsbereich in einem Frauenhaus Küche und Gemeinschaftsbereich in einem Frauenhaus.

Sechstes Frauenhaus für Hamburg

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) hat eine Immobilie für ein neues Frauenhaus in Hamburg ausfindig gemacht. Das Haus wird in den nächsten Monaten modernisiert und nach den aktuellen Sicherheitsstandards umgebaut. 

Die Trägerschaft für den Betrieb wird im Rahmen einer öffentlichen Bekanntgabe schon vor Fertigstellung des Umbaus vergeben, um den künftigen Träger frühzeitig in den Aufbau des Hauses einzubinden und die Inbetriebnahme fachlich und personell professionell vorzubereiten. 

Ab dem Frühjahr 2020 sollen volljährige Frauen mit und ohne Kinder in das neue Frauenhaus einziehen können.

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Es ist sehr gut, dass wir ein geeignetes Haus für Frauen und ihre Kinder gefunden haben und jetzt die Trägerschaft ausschreiben können. Damit halten wir unser Versprechen, den Opferschutz in Hamburg weiter zu stärken.“

Der künftige Träger wird bereits ab dem 1. November 2019 eine städtische Förderung erhalten und die Aufbauphase begleiten. Die Ausschreibung ist unter www.hamburg.de/basfi/ausschreibungen veröffentlicht. Die Bewerbungsfrist endet am 3. September 2019.

Frauenhäuser in Hamburg

Das Angebot der Frauenhäuser richtet sich an alle von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kinder. Sie erhalten dort Schutz, Unterstützung und Beratung. 

Die Adressen sind geheim, eine Aufnahme erfolgt nur über die Koordinierungs- und Servicestelle der Hamburger Frauenhäuser „24/7“. Dort können Frauen jederzeit und rund um die Uhr Schutz und Unterkunft finden. Die Koordinierungsstelle ist telefonisch unter (040) 8000 4 1000 erreichbar. Weitere Informationen erhalten Ratsuchende auf der Internetseite Frauenhäuser in Hamburg.

Insgesamt gibt es in Hamburg derzeit fünf Frauenhäuser, die zusammen mit der Koordinierungsstelle 209 Schutzplätze bieten. Die Freie und Hansestadt Hamburg fördert die Frauenhäuser im Haushalt für die Jahre 2019/2020 mit insgesamt rund 7,2 Millionen Euro.

Seit 2013 investierte der Senat zusätzlich über 8 Millionen Euro in die Sanierung der bestehenden Frauenhäuser. Im vergangenen Jahr wurden in den Frauenhäusern und der Koordinierungsstelle insgesamt 507 Frauen und 460 Kinder aufgenommen, die Auslastung in den Frauenhäusern lag damit bei ca. 93 Prozent.

Kontakt

Martin Helfrich

Pressesprecher

Pressestelle der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
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