Braunkohle und falsch verzeichnete Leitungen Vollsperrung im Ehestorfer Heuweg muss vorgezogen werden

Braunkohlereste im Untergrund erzwingen aufwendigen Bodenaustausch. Die für Dezember geplante vierwöchige Vollsperrung wird bereits vom 26. August bis 28. September eingerichtet.

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) richtet im Ehestorfer Heuweg bereits ab 26. August und bis einschließlich 28. September eine Vollsperrung ein. Die derzeitige wechselseitige Einbahnstraßenregelung wird in dieser Zeit aufgehoben. Die ursprünglich geplante vierwöchige Vollsperrung im Dezember entfällt damit und reduziert sich bei günstigem Bauablauf auf maximal zwei Wochenenden. Grund für die frühere Vollsperrung ist vor allem die Braunkohle-Historie in den Harburger Bergen: Braunkohlerückstände, Hochofenschlacke und andere instabile Schichten sorgen dafür, dass der Boden nicht ausreichend tragfähig ist. Deshalb muss jetzt ein umfangreicher Bodenaustausch durchgeführt werden. Probebohrungen im Vorfeld hatten zuvor in dem betreffenden Baufeld keine Hinweise auf die Rückstände ergeben.

Vollsperrung im Ehestorfer Heuweg muss vorgezogen werden

Seit März werden im Ehestorfer Heuweg Fahrbahn- und Entwässerungseinrichtungen erneuert.  Außerdem werden die in einem schlechten Zustand befindlichen Geh- und Radwege erneuert und aktuellen Standards angepasst. Der derzeitige erste Bauabschnitt reicht vom Abzweig Wulmsberg bis zur Landesgrenze Niedersachsen. Im Moment finden Kanalbauarbeiten auf der Ostseite in Richtung Landesgrenze statt. Im Verlauf der Bauarbeiten stellte wurden auch in den offiziellen Leitungsplänen nicht verzeichnete Leitungen gefunden, sodass die geplanten Regensiele nicht dort gebaut werden können, wo sie geplant waren.

Im Zusammenspiel mit diesem Umstand wird jetzt in einem besonders engen Bereich des ersten Bauabschnitts eine Grundinstandsetzung statt einer einfachen Deckensanierung nötig. Das heißt, dass für eine nachhaltige Sanierung des Ehestorfer Heuwegs erst ein stabiler Untergrund geschaffen werden muss. Für diese Arbeiten stehen an der betreffenden Stelle nicht mehr die erforderlichen Breiten im Baufeld zur Verfügung, um den Verkehr einspurig daran vorbei zu leiten. Für eine wechselseitige Einbahnstraßenregelung bleibt kein Platz. Eine Vollsperrung ist daher leider unumgänglich.

Vom 26. August, 06:00 Uhr bis 28. September, 20:00 Uhr ist deshalb die Durchfahrt für Kraftfahrzeuge zwischen Wulmsberg und der Landesgrenze Niedersachsen gesperrt. Anlieger können jederzeit ihre Grundstücke erreichen. Hierfür werden Behelfswege im Baufeld geschaffen. Fußgänger und Radfahrer werden sicher am Baufeld vorbei geführt. Für die Zeit der Vollsperrung wird dringend gebeten, auf die bereits ausgeschilderten und vorhandenen Umleitungen U1 und U2 auszuweichen. Eine aktuelle Anliegerinformation wird noch in dieser Woche weiträumig postalisch verteilt.

Die vorgezogene Vollsperrung reduziert die ursprünglich vorgesehene vierwöchige Vollsperrung des Ehestorfer Heuwegs im Dezember bei günstigem Baufortschritt auf zwei Wochenenden. Darüber wird der LSBG gesondert informieren.

Aufgrund der nötigen Umplanungen wird sich die Gesamtbauzeit für den ersten Bauabschnitt zwischen Wulmsberg und Landesgrenze Niedersachsen voraussichtlich bis Mitte März verlängern. Der wechselseitige Einbahnstraßenverkehr wird aber bis auf einzelne Wochenenden aufrechterhalten.

Der LSBG bittet alle von dieser notwendigen Maßnahme Betroffenen um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen.

Kontakt

Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
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