Delegationsreise Teil III Mit Gesundheitsforschung das Leben besser machen

Besuch in Israel liefert wichtige Impulse für den Ausbau der exzellenten Infektionsforschung, den Start-up-Sektor und die Zusammenarbeit mit Unternehmen

Beim heutigen Programm der 17-köpfigen Delegation von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank im israelischen Haifa standen die Themen exzellente Infektionsforschung und Strukturbiologie, Start-up-Gründungen im Bereich Life Science und Digital Health sowie die Aktivitäten von Philips Haifa Medical im Zentrum. Israel zählt zu den innovativsten Wirtschaftsräumen der Welt, getragen durch eine Vielzahl an herausragenden Forschungseinrichtungen, eine agile Gründerszene und multinationale Konzerne, die durch das produktive Umfeld angezogen werden. Mit Hamburg gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, die bei dem heutigen Besuch weiter vertieft wurden.

Der kooperative Ausbau der Gesundheitsbranche war bei Delegationsreise nach Israel ein wichtiges Thema.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Die israelische Wissenschaft ist exzellent, die Gründerszene weltweit legendär für ihren Erfolg und ihre Ideen. Der kluge Einsatz von staatlichen und privaten Mitteln schafft ein Ökosystem, das Technologietransfer und Ausgründungen fördert und multinationale Unternehmen anzieht. Die Kunst, Wissenschaftsfreiheit und Business zusammenzubringen zum Wohle der Gesellschaft und der Wirtschaft, ist eines der Geheimnisse der Hightech-Nation Israel. Wir dürfen in Hamburg nicht nachlassen, den Strukturwandel ganz oben auf die Agenda zu setzen und exzellente Grundlagenforschung und das Investment in kluge Köpfe, den akademischen Nachwuchs sowie die intensivere Vernetzung mit voller Kraft voranzutreiben.“

Ausbau Infektionsforschung und Strukturbiologie

Der Schlüssel zu wissenschaftlicher Exzellenz ist die Gewinnung der besten und klügsten Köpfe aus aller Welt. Beim heutigen Besuch am Israel Institute of Science, Technology, Innovation and Education „Technion Israel“ hat der Direktor des Hamburgischen Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie EMBL, Prof. Dr. Matthias Wilmanns, eine herausragende israelische Wissenschaftlerin vorgestellt, die für ein Jahr am Centrum für Strukturelle Systembiologie CSSB forschen wird: Prof. Meytal Landau hat sich einen Namen mit der Erforschung der molekularen Strukturen von Proteinen in der Alzheimerforschung gemacht. Ihren Aufenthalt in Hamburg will sie dazu nutzen, neue Wege in der Antibiotikaforschung zu gehen. Das Ziel ist es, Alternativen zur Einnahme von Antibiotika zu finden und der zunehmenden Resistenzbildung etwas entgegenzusetzen.

Prof. Meytal Landau, Technion Israel: „Die Infrastruktur am CSSB, dem EMBL und bei DESY gehört zu den besten der Welt und ist international einzigartig. Ich sehe großes Potential für die Zusammenarbeit in Hamburg und für die Zeit nach meiner Rückkehr nach Israel. Ziel ist es, eine gemeinsame Finanzierung für unsere Forschungskooperation zu beantragen und den Austausch zu verstetigen.“

Prof. Dr. Matthias Wilmanns, Direktor EMBL: „Die Entscheidung von Meytal Landau, ein Jahr in Hamburg zu verbringen, steht symbolisch für die herausragende Bedeutung und Exzellenz von Hamburger Infrastrukturen im Bereich der Lebenswissenschaften. “

In der Metropolregion Hamburg bestehen exzellente Voraussetzungen, um in der Infektionsforschung eine internationale Spitzenstellung zu erlangen. Der Standort verfügt über eine Reihe von Arbeitsgruppen an der Universität Hamburg und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die bereits einen bedeutenden Beitrag zu einem tieferen Verständnis von Infektionen leisten. Herausragende außeruniversitäre Forschungsinstitute wie die Leibniz-Institute HPI (Heinrich-Pette-Institut) und BNITM (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin) sowie das Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) bilden eine Kernkompetenz in diesem Forschungsgebiet.

Besuch beim größten israelischen Inkubator für Start-ups in der Gesundheitsbranche

Beim Besuch bei MindUP in Haifa, Israels führendem Hub und Inkubator für Digital Health, haben Start-ups ihre Ideen und Konzepte im Gesundheitsbereich vorgestellt. Ziel der digitalen neuen Anwendungen ist es, die Gesundheitsversorgung sicherer und günstiger zu machen. Im Fokus des Besuchs stand die Frage, welche Rahmenbedingungen junge Entwicklerinnen und Gründer brauchen, um eine Idee erfolgreich umsetzen zu können. „Das israelische Gründungsökosystem ist agil und erfolgreich, weil es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft, der Innovationsbehörde und der Wirtschaft gibt. Insbesondere der niedrigschwellige, schnelle Zugang zu staatlichem Wagniskapital ist ein Wettbewerbsvorteil für die Wirtschaft in Israel“, sagte Katharina Fegebank.

Philips Medical Haifa größter israelischer Exporteuer von Medizintechnik

Das Philips-Werk in Haifa ist größter israelischer Exporteur von Medizintechnik. In Haifa sind Forschung und Entwicklung im Bereich Nuklearmedizin sowie Design und Fertigung von Computertomographen zu Hause. Im Zentrum der Diskussion standen aktuelle Innovationsprojekte, die Zusammenarbeit mit Philips DACH Hamburg und die Vertiefung des Austausches von Philips-Israel mit Norddeutschland. Zur Delegation um Wissenschaftssenatorin Fegebank und den Schleswig-Holsteinischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz gehörten Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen von Unternehmen aus dem Bereich Life Science.

Kontakt

Julia Offen

Pressesprecherin

Freie und Hansestadt Hamburg
Pressestelle der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
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