Geschäftsbericht Hamburger Konzernbilanz 2018:

"Investieren, Konsolidieren, Hamburgs Wachstum gestalten" – das sind die Leitplanken der städtischen Finanzpolitik.

• Bestes je erzieltes doppisches Jahresergebnis
• Erstmals Einstieg in Berichterstattung über Nachhaltigkeit
• Projekt zur Optimierung des Beteiligungsmanagements gestartet

Hamburger Konzernbilanz 2018:

​​​​​​​Der heute mit der Haushaltsrechnung verabschiedete Jahres- und Konzernabschluss 2018 der Freien und Hansestadt Hamburg zeigt, wie dies im vergangenen Jahr umgesetzt wurde. Nachzulesen sind die Zahlen, Daten und Fakten im Geschäftsbericht 2018, der damit eine wichtige Bestandsaufnahme liefert. Hamburg hat in der Konsolidierung der städtischen Finanzen bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Die vorliegenden Jahresergebnisse unterstreichen dies: Das bereinigte Ordentliche Gesamtergebnis der Kernverwaltung fällt mit 1.106 Mio. Euro positiv aus – eine Verbesserung von über 600 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (500 Mio. Euro). Erweitert man den Blick auf die öffentlichen Unternehmen, sieht das Bild noch erfreulicher aus. Auf Konzernebene wurde ein bereinigtes Ordentliches Gesamtergebnis von 1.600 Mio. Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 793 Mio. Euro).

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Auf dieses Konzernergebnis können die Beschäftigten aus Kernverwaltung und öffentlichen Unternehmen zurecht stolz sein: Das beste je erzielte Jahresergebnis seit der Einführung von  Geschäftsberichten nach kaufmännischen Grundsätzen im Jahre 2006 unterstreicht, dass Hamburg bei der Konsolidierung der städtischen Finanzen weiterhin auf sehr gutem Kurs ist. Der Senat wirtschaftet vorausschauend und vorsichtig, gleichzeitig investieren wir und schaffen die notwendige Infrastruktur für unsere wachsende Stadt. Hamburg gibt sich mit dem Erreichten aber keinesfalls zufrieden. Erträge und Aufwendungen sollen nachhaltig – also unabhängig von konjunkturellen Schwankungen – und strukturell schon im Plan ins Gleichgewicht gebracht werden. Wir wollen bis 2024 den doppischen Budgetausgleich schon in der Haushaltsplanung erreichen. Künftigen Generationen soll ein funktionierendes öffentliches Gemeinwesen übergeben werden - das ist Generationengerechtigkeit!“

Die Ertragslage der Kernverwaltung hat sich im Vergleich zum Vorjahr merklich verbessert. Maßgeblich verantwortlich hierfür waren höhere Steuererträge, die um 1.039 Mio. Euro zulegten. Ausgesprochen positiv entwickelten sich die Lohnsteuer und die veranlagte Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer. Auch die anderen Ertragspositionen waren aufwärtsgerichtet.

Der ebenso erkennbare Anstieg der Aufwendungen, unter anderem für die Instandhaltung der städtischen Infrastruktur, blieb hingegen deutlich hinter der Zunahme der Erträge zurück.

Die öffentlichen Unternehmen haben ihren Anteil an der deutlichen Verbesserung der städtischen Finanzen beigetragen. Das Ergebnis auf Konzernebene fällt mit 1.600 Mio. Euro noch etwas besser aus als das der Kernverwaltung.

Zielgerichtete Informations- und Steuerungsinstrumente sind für unseren Ansatz in der Finanzpolitik unerlässlich. Mit dem Geschäftsbericht 2018 wurde die Grundlage dafür gelegt, die integrierte Nachhaltigkeitsberichterstattung erstmals deutlich auszuweiten - mit besonderem Fokus auf die sogenannten Sustainable Develop­ment Goals (SDG), die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN, die als Zielvorgabe auch für Hamburg maßgeblich sind.

Dressel: „Die Berichterstattung über die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen werden wir Schritt für Schritt auch in der Haushalts- und Finanzpolitik ausbauen. Verwaltung und öffentliche Unternehmen tragen bei diesem Thema eine besondere Verantwortung. Ziel ist, auch in der Haushaltsberichterstattung künftig stärker auf die Ziele der Nachhaltigkeit einzugehen und zusätzlich zur finanziellen Perspektive auch soziale, ökologische und gesellschaftliche Aspekte in den Blick zu nehmen und somit das Bild über das Handeln der Stadt zu komplettieren. Unsere Haushaltssteuerung wird sich deutlich stärker als bisher am Ziel der Nachhaltigkeit orientieren - das ist das Gebot der Stunde!“

Daneben stellte Senator Dr. Dressel heute neue Weichenstellungen für das Beteiligungsmanagement vor. Mit dem kürzlich gestarteten behördenübergreifenden Projekt zur „Fortentwicklung des Beteiligungsmanagements der FHH“ greift die Finanzbehörde insbesondere Vorschläge des Rechnungshofes auf, notwendige Optimierungspotenziale bei der Steuerung der städtischen Beteiligungen zu ermitteln und das Risikomanagement auszubauen.

Dressel: „Hochbahn, SAGA, Stadtreinigung und viele andere öffentliche Unternehmen bilden das Rückgrat der Stadt. Gerade ist mit dem Kauf des Fernwärmenetzes und der Wärme Hamburg GmbH ein neues Unternehmen in den Verbund gekommen. Zur Steuerung brauchen wir klare Vorgaben, etwa im Hinblick auf einheitliche Compliance-Regeln und unsere Aufsichtsgremien - da gibt es einiges nachzusteuern. Besonders wichtig ist dabei eine gut funktionierende Risikoberichterstattung. Mit den Neuregelungen wollen wir zudem erreichen, auch über die jeweiligen Unternehmensgrenzen hinweg das gesamtstädtische Unternehmensportfolio wirtschaftlich im Zusammenspiel mit den politischen Zielbildern der Unternehmen analysieren zu können. Denn öffentliche Unternehmen sind kein Selbstzweck, sie sind unsere Partner bei der Erreichung gesamtstädtischer Ziele. Den nötigen Instrumentenkasten bringen wir mit dem Projekt auf die Höhe der Zeit. Das ist auch der Auftrag von Bürgerschaft und Rechnungshof.“
Der Geschäftsbericht wird in Kürze als PDF-Dokument zum Download unter folgender Adresse bereit stehen: https://www.hamburg.de/fb/haushalt/geschaeftsbericht/. Die Druckfassung des Geschäftsberichts kann ab Oktober 2019 über die Pressestelle der Finanzbehörde bezogen werden.

 

Kontakt

Claas Ricker

Pressesprecher

Freie und Hansestadt Hamburg
Finanzbehörde
Pressestelle
Gänsemarkt 36
20354 Hamburg
Adresse speichern

Presseservice